Samstag, 21. April 2012

Gebratene Frühlingszwiebeln am Stück zum Knabbern!

Der Wiesbaden-Mann hat heute schwerst einen Teil der Wohnung gepinselt. Ich hatte den Auftrag, aus dem Weg zu gehen. Das kann ich! Aufs Sofa legen und lesen wollte ich nicht-da hätte ich mich schon ein wenig schlecht bei gefühlt. Also bin ich in die Küche geflüchtet und habe Dinge ausprobiert, die ich schon lange ausprobieren wollte.

Unter anderem diese wunderbar gerösteten Frühlingszwiebeln, die sich auch ausgezeichnet zu einem Glas Rosé-Sekt machen (auf dem Bild sieht das Frühlingszwiebelchen unverständlicherweise etwas traurig aus):


So geht es:
  • Mehl nach gewünschter Menge mit etwas Wasser zu einem nicht zu flüssigen Teig verrühren.
  • Mit Salz und Pfeffer (ggf. Rosenpaprika) abschmecken.
  • Frühlingszwiebeln waschen und von den obersten Enden und der äußerster Haut entfernen.
  • In dem Teig wälzen und in einer Pfanne mit Olivenöl anbräunen lassen.
  • Mit einem Papiertuch abtupfen uns sofort essen.
Hinteransicht:


Vorderansicht:


Das erste Mal aß ich gebratene/gegrillte Frühlingszwiebeln auf der Insel Hvar. Hier gab es als Beilage sowieso vorzugsweise gegrilltes Gemüse. Eine ganz feine Erfindung ist das! Ich war erst skeptisch - haben Frühlingszwiebeln im Rohzustand ja doch etwas Penetrantes (insbesondere, wenn man gleich ein ganzes Stängelchen isst). Aber gebraten/gegrillt sind sie sehr fein im Geschmack und einfach köstlich. Den Teigmantel habe ich dazu erfunden - so passt das Ganze gut als Snack zum Aperitif. Oder eben ohne Teig einfach als Beilage zu Fisch oder Fleisch.

Die Insel Hvar liegt weder im indischen Ozean noch im Pazifik, sondern schlicht und ergreifend im Mittelmeer (warum in die Ferne schweifen, wo das Gute...). Madame ist eine kroatische Insel. Und sie ist wunderschön. Für eine Woche Urlaub genau richtig. 

Wir hatten uns im Hotel "Palace" eingebucht. Mitten im Geschehen. Das Hotel hat nur 3 Sterne, liegt aber direkt am Hafen, die Zimmer sind sauber und auf der Terrasse kann man in Ruhe verweilen, ein Getränk schlürfen und lesen, lesen, lesen....

Der Blick von unserem Hotelzimmer sah genau so aus:


Und umgekehrt war das dann so:


Wer mehr Tips haben oder Bilder zu Hvar sehen möchte - E-Mail an: 
mein-i-tuepfelchen@freenet.de


Kommentare:

  1. Ist doch ganz klar, warum das Frühlingszwiebelchen auf dem ersten Foto so traurig den Kopf hängen lässt: es darf nur am Rosé riechen, nicht schmecken...

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  2. Also ich liebe Frühlingszwiebeln und finde gar nicht, dass die im Rohzustand etwas Penetrantes haben. Ich liebe sie im Salat, mit Speck zusammen gebraten als Garnitur auf mediterranem Gemüse und auch im Rührei machen sie sich wunderbar kombiniert mit Cherie-Tomaten und Schafskäse. Ein tolles Gemüse!

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  3. @Liebe Sabine: Das kann der Grund sein...
    @Liebe A.: Klaro, wenn andere Zutaten dabei sind ;-) Aber iß`du mir mal eine ganze Frühlingszwiebel am Stück...einfach so...dann reden wir weiter ;-)

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  4. Eine wirklich schöne Idee! Darauf bin ich noch nie gekommen, sie einfach mal ein bisserl in Teig zu wenden.... :)

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  5. Hallo Alex,
    da war ich auch schon mal. Zauberhafte Insel. Und das lang gestreckte Gebäude, dass Ihr vom Hotel aus gesehen habt ist die eine alte vezianische Handelshalle und heute ein Konzertsaal.

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