Montag, 13. Mai 2019

Scaloppine mit Marsalapilzen

Du suchst ein supereinfaches Rezept, mit dem Du schwer auftrumpfen kannst? Vor Freunden, der Schwiegermutter und dem Chef? Hier ist es. Leider nicht für Vegetarier und schon gar nicht für Veganer geeignet. 

2 Personen:

250 g (gerne auch mehr) braune Champignons (in dünne Scheiben geschnitten)
400 g sehr dünne Kalbsschnitzlchenchen
Salz & frisch gemahlener Pfeffer
Olivenöl
200 ml Marsala
150 ml Wasser
125 g Sahne
1 TL bester dickflüssiger Aceto balsamico
einige Blätter Blattpetersilie (gehackt)
eine Stange bestes Baguette (aufgeschnitten)

  • Kalbsschnitzelchen mit dem Handballen flach drücken, salzen & pfeffern,
  • Olivenöl in eine Pfanne geben und die Champignons bei mittelstarker Hitze anbräunen,
  • Marsla & Wasser zugeben und einige Minuten köcheln lassen,
  • Balsamico & Sahne untemischen und bei starker Hitze einreduzieren lassen,
  • Sauce warm halten,
  • Teller vorwärmen,
  • Kalbsschnitzelchen in einer Pfanne in heißem Öl von beiden Seiten sehr kurz anbraten (max. 20 sec. pro Seite),
  • Schnitzelchen auf die vorgewärmten Teller geben und mit der Sauce, der Petersielie, dem Bagutte und einer Flasche Grauburgunder sofort servieren. 

Montag, 27. November 2017

Wassermelone mit Feta-Creme und Chili

Diese kleinen Würfel aus Wassermelone, bedeckt mit einer Creme aus Feta und einer scharfen Chili-Scheibe bringt sofort frischen Wind in die warme Heizungsluft. Du kannst sie als Vorspeise oder auch als salzige Nachspeise reichen. Beides geht. Das Tolle ist: Sie sind schnell gemacht, sind kreativer als Goudawürfel und sehen noch dazu witzig aus. 


Für 12 Würfel brauchst Du:

  • 500 g kernarme Wassermelone, in 12 gleich große Würfel geschnitten
  • 1 milde grüne Chili, entkernt und in 12 feine Scheiben geschnitten
  • 1 Bio-Limette
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 g echter Feta-Käse
  • Salz, frischer Pfeffer und etwas Zucker
Limette heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben.
Limette halbieren und auspressen.
Limettensaft, Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker verrühren.
Öl darunter schlagen.
Käse mit einer Gabel zerkleinern und in 12 Portionen teilen.  

Käsehäufchen mit der Hand leicht ankneten und auf die Wassermelone geben.
Chili-Scheiben darauf verteilen.
Vinaigrette darüberträufeln und mit Limettenabrieb bestreuen.
Zum Schluss noch einen Hauch frischen Pfeffer darüber geben.
Fertig!

Sonntag, 16. Juli 2017

Avocado mit einer größenwahnsinnigen Vinaigrette

Das Nordend ist eines meiner Frankfurter Lieblingsviertel. Hier gibt es hübsche alte Häuser, ein bunt gemischtes Publikum, viele tolle kleine Läden und vor allem: Eine ganze Menge toller Restaurants! Legendär und von der Qualität immer wieder überzeugend ist das Café Größenwahn in der Lenaustraße. Hier gibt es zum Beispiel (fast immer) eine ganze Artischocke zum Selber-Rupfen. Das findet man in unserer Gegend eher selten (hier geht es zu meinem Rezept, falls Du Interesse hast). Ein anderer Klassiker ist die aufgeschnittene Avocado mit Chili-Koriander-Vinaigrette. Ich liebe die Kombination aus samtiger Avocado und der frisch-scharfen Vinaigrette. Glücklicherweise haben die Macher vom Größenwahn irgendwann ein Kochbuch herausgebracht, das ich mir -trotz selbstauferlegtem Kochbuchkaufverbot- zugelegt habe. Und hier kommt das mehrfach verprobte Rezept für 2 Personen als Vorspeise:
  • eine schön gereifte Avocado der Sorte HASS
  • 1 große rote Chilischote mittelscharf
  • 1 EL dunkle Sojasauce
  • 1 EL Weißweinessig
  • Saft und Zeste einer Limette
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 EL Sonnenblumen- oder Rapsöl
  • 1 TL Zucker
  • 1 Knobizehen, verdrückt
  • Koriandergrün nach Geschmack 
     

  • Chilischote halbieren, von den Kernen befreien und klein würfeln.
  • Limettenschale abreiben, Limette auspressen.
  • Knobizehe pellen und würfeln.
  • Eine ordenliche Portion Koriander (nach Geschmack) kleinhacken.
  • Essig, Limettensaft, Sojasauce, Zucker, Öle und Knobi in ein hohes Gefäß geben und mit einem Zauberstab gut durchmixen. Chili und Koriander zugeben und noch einmal mixen.
  • Vinaigrette probieren und ggf. mit der ein oder anderen Zutat nachwürzen.
  • Avocados halbieren, Kern entfernen und die Avocadohälften mit Hilfe eines Löffels vorsichtig aus der Schale heben.
  • Avocadohälften fächerförmig aufschneiden und auf einem Teller anrichten.
  • Vinaigrette darübergeben. Fertig!

Dienstag, 23. August 2016

Okroschka. Einfach Okroschka!

Okroschka? Was oder wer bitte ist Okroschka? Das hätte ich bis vor kurzer Zeit auch nicht gewusst. Glücklicherweise begab es sich, dass sich unser kleiner privater Kochclub an einem sonnigen Tag in Bornheim zusammenfand. Nach dem ersten Sektchen gab es Gang Nummer 1, den die Hausherren schon vorbereitet hatten. Stehend auf dem Balkon mit Blick in Frankfurter Hinterhöfe und auf die Skyline. Sehr fein. Ich gebe zu, dass ich das weißliche Süppchen mit den vielen bunten Würfelchen zuerst etwas kritisch betrachtete. Dem Wiesbadenmann erging es nicht anders. Da die Hausherren aber über einen exzellenten Geschmack verfügen, konnte es eigentlich nicht anders, als schmecken. Und das tat es.


Was ist Okroschka nun? Kurz: Ein russisches Nationalgericht. Im Detail: Ein kaltes Süppchen aus Buttermilch, Kefir, Salatgurke, Radieschen, Eiern, Kartoffeln und Fleischwurst.

Gestern habe ich 1 Liter Okroschka angerührt. Eine Nacht im Kühlschrank macht sie noch besser. Sonnenliegentauglich:



Und so geht's:

500g reine Buttermilch
500g Kefir
3/4 Salatgurke
1 Bund Radieschen
4 hartgekochte Eier
4 mittlere Kartoffeln (festkochend, gepellt, nicht zu weich gekocht und kalt)
1/2 Ring beste Fleischwurst
Salz & Pfeffer
  • Buttermilch und Kefir in eine Schüssel geben und verrühren.
  • Alle Zutaten in kleine Würfel schneiden und in die Buttermilch-Kefir-Mischung geben.
  • Mit Salz & Pfeffer abschmecken.
  • Über Nacht kalt stellen.
  • Okroschka in einem Glas servieren!

Sonntag, 21. Februar 2016

Geschichtet, nicht gerührt: Dreierlei Feines mit einem Hauch Martini!

Es gibt eine Frau in meinem Leben, die immer wieder mit leckeren neuen Rezepten aufwartet und meinen Gaumen verzückt: Mariönnchen! Ihr habt hier im Blog schon von ihr gelesen: Ich sage nur Kochkäse! Im Januar waren wir zum irischen Abend bei ihr und ihrem Mann geladen. Der Ire an sich nimmt die Vorspeise wohl gern in Form eines Martinis zu sich. Getreu dem Motto: Warum kauen, wenn man auch schlürfen kann. Aber bei einem Martini sollte es an diesem Abend nicht bleiben. Es kam eine leckere Vorspeise auf den Tisch: Mayonnaise mit Shrimps, darauf Guacamole und obenauf pürierte Tomate mit einem Hauch Martini. Wahnsinnig lecker! Am Wochenende drauf hatte ich die Ehre, drei tolle Menschen zu bekochen. Und auf den Tisch kam genau DAS:


Die Mayonnaise habe ich durchCrème frâiche und die Shrimps durch Nordseekrabben ersetzt.
Und hier kommt das Rezept für 6 Personen:

Schicht 1:
3 EL Crème frâiche
1 EL Basilikum (frisch und gehackt)
2 EL Koriander (frisch und gehackt)
200g frische Nordseekrabben
Salz und Pfeffer 

Die ersten drei Zutaten miteinander verrühren. Krabben unterheben.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Krabbenmasse auf 6 Gläser verteilen.

Schicht 2:
2 reife Avocados
Saft und Schale einer 1/2 Bio-Zitrone
Tabasco, Salz umd Pfeffer

Avocados halbieren und entkernen. Fruchtfleisch mit einem Löffel auslösen.
Avocado mit dem Zitronensaft und der Zitronenschale pürieren.
Mit Salz, Pfeffer und Tabasco abschmecken.
Guacamole auf die Krabbenmasse geben.

Schicht 3:
4 große aromatische Tomaten
1 EL Basilikum (frisch und gehackt)
1 EL Martini
1 EL Olivenöl
Salz umd Pfeffer

Tomaten am glatten Ende kreuzweise einritzen und mit kochendem Wasser übergießen.
Enthäuten und aushöhlen, sodass nur der feste Rand übrig bleibt.
Tomaten mit Martini und Olivenöl pürieren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Basilikum unterheben.
Tomatenmasse auf die Guacamole geben und mit einem Basilikumblättchen garnieren.

Die Gläser im Kühlrschrank aufbewahren und kühl servieren.
Die Vorspeise lässt sich gut vorbereiten und schmeckt auch noch 1-2 Tage später.

Montag, 14. Dezember 2015

Ein schnelles Häppchen zum Angeben: Lachstatar auf Röstbrot


Du bekommst Gäste und möchtest etwas zum Begrüßungssektchen reichen? Etwas, das Du schnell zu- und vorbereiten kannst und was trotzdem etwas hermacht? Dann bist Du hier richtig.

Zur Vorgeschichte:
Der Wiesbadenmann und ich waren kürzlich in Frankfurt zu einer privaten Kochparty geladen. 
6 Personen, 1 Küche, 1 strammes Programm: Lachstatar, Artischocken mit einer Hollandaise nach Julia Child, Boef Bourguignon alla Timi, frische Böhnchen, Kartoffelstampf, Creme Brûlée mit einem Hauch von der Tonkabohne. Es ist durchaus eine Herausforderung, in einer privaten Küche  mit 6 Personen für 6 Personen zu kochen. So eine Artischocke wird gefühlt immer größer, wenn sie erstmal in einem Topf mit Wasser liegt. Und dann muss immer wieder zeitgleich das ein oder andere gerührt oder geschüttelt werden. Aber irgendwie hat es geklappt. Und es hat tierisch Spaß gemacht. Beim Aufschlagen der Hollandaise hingen 6 Nasen über einem Wasserbad und feuerten den Wiesbadenmann beim Aufschlagen des Butter-, Butter-, Eigemischs an. Kartoffeln wurden gemeinsam geschält, Bohnen gemeinsam geputzt. Großartige Sache. Wie immer im Leben brauchte es aber den einen, der den globalen Überblick hat, Aufgaben und Messer verteilt und dabei ganz schön die Ruhe behält. Und den anderen, der die Küchenmannschaft mit ordentlich Getränk versorgt. Nur so funktionierts. Daher an dieser Stelle einen ganz großen Applaus an die Hausherren, ihr habt das wirklich toll gemacht.

Zurück zum Lachstatar. Für 12 Baguettescheiben brauchst Du:
400 g Lachs in Sushiqualität 
(in Würfel je 50 x 50 mm geschnitten)
120 g Radieschen (klein gewürfelt)
20 g Schnittlauch (in feine Steifen gehackt)
3 Schalotten (sehr klein gewürfelt)
Wasabipaste (1 Messerspitze)
2-3 EL dunkle Sojasauce
3 EL Orangensaft
2 EL Sesamöl
2 EL geröstete weiße Sesamkörner
1 großes Bauernbaguette (in 12 daumendicke Scheiben geschnitten und kurz im Ofen angebräunt)

Lachs, Kräuter und Gewürze in einer Schüssel miteinander verrühren. Abschmecken. Gerade die Sojasauce kann von ihrer Intensität variieren. Du musst hierbei auf Deinen eigenen Geschmack vertrauen. Keine Zutat darf extrem hervorstechen, es muss alles einen schönen Gesamtgeschmack ergeben. Lachstatar auf die warmen Baguettescheiben geben und zu einem Gläschen Sekt genießen.

Dienstag, 4. August 2015

Amaretti morbidi con pistacchio

Diese wunderbar saftigen, intensiv nach Pistazien schmeckenden Amaretti, sind ein Gedicht. Nach einem leckeren Essen, zu einem schönen Espresso...mehr braucht es nicht nicht zum Glücklichsein. Morbidi heisst auf deutsch übrigens "weich" und hat nichts mit morbid zu tun...falls Du irgendwelche Bedenken hattest ;-). Das Rezept stammt aus dem Buch "Reisehunger" von Nicole Stich. Wie alle Bücher von Nicole ist auch dieses eine Wucht.


Los geht's für ca. 25 Stück:
 
50 g Puderzucker
150 g gehäutete Mandeln (sie können auch schon gestiftet sein)
125 g gehäutete Pistazienkerne (z.B. von Seeberger)
140 g Zucker (weiß)
1/2 TL Meersalz  (nur verwenden, wenn Du die Salznote auch WIRKLICH zu Süßem magst)
2 Eiweiß (Eier Gr. M, 60-65 g)
2 TL Amaretto


  • Backofen auf 180 Grad Celcius vorheizen,
  • Backblech mit Backpapier auslegen,
  • Puderzucker in eine Schüssel sieben,
  • Mandeln und Pistazien im Blitzhacker nicht zu fein mahlen,
  • Mandeln und Pistazien mit Zucker und ggf. Salz vermischen,
  • Eiweiße in einer Schüssel schaumig schlagen (nicht steif),
  • Amaretto zugeben,
  • Mandel-, Pistazien-, Zucker-, (Salz)mischung mit einem Esslöffel gründlich unter die Eiweiße mengen, bis sich ein gleichmäßiger und leicht klebriger Teig gebildet hat,
  • mit einem Teelöffel kleine Portionen je ca. 13 g ausstechen und zu Kugeln heben (klebt sehr!),
  • die Kugeln auf das Backblech setzen (etwas Abstand zwischen den Kugeln lassen),
  • mit Puderzucker besieben...
  • 10 Miuten plus auf mittlerer Schiene backen (die Amaretti sind fertig, wenn die Unterseite leicht gebräunt ist), die Oberseite ist dann noch recht weich.
  • Amaretti aus dem Ofen nehmen, 
  • vollständig auskühlen lassen und in eine luftdichte Dose geben.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Salmorejo!

 Eine meiner Lieblings-Tapas-Bars ist bekanntermaßen das 13% in Palma de Mallorca. Hier gibt es nicht die klassichen spanischen Tapas, sondern vielmehr einen bunten Strauß kleiner Köstlichkeiten aus aller Welt. Bei unserem letzten Besuch im Juni probierte ich die hausgemachte Salmorejo - eine superleckere kalte Tomatensuppe, die ursprünglich aus Andalusien kommt. Tomaten, Knoblauch, Olivenöl, Essig und ein Topping aus gekochtem Ei und Seranoschinken. Das isses! Ein wunderbares Abendessen für dem Sommer! Wer die Suppe von der Konsistenz her gerne dicker haben möchte, mixt noch einige alte Weißbrotkrumen mit. Mir persönlich ist die Salmorejo ohne Brot dick genug. Die Suppe hält sich im Kühlschrank einige Tage...


Für ca. 1 Liter Süppchen benötigst Du:
  • 750 g wohlschmeckende (!!!) Tomaten, in Stücke geschnitten
  • 2 Knobizehen (bitte darauf achten, dass sie nicht muffig sind)
  • 100 ml Olivenöl
  • 4 El Rotweinessig (oder auch mehr, je nach Belieben)
  • Salz & Pfeffer
  • 2 hartgekochte Eier, kleingewürfelt
  • 2 Scheiben Seranoschinken, in feine Streifen geschnitten


Tomaten, Knobi, Olivenöl, Rotweinessig, Salz & Pfeffer in einem Mixer vermixen (klingt doof, ist aber so!). In eine schöne Karaffe füllen und mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren nochmal ordentlich durchrühren. Suppe in schöne Gläser oder Schüsselchen füllen und mit Ei umd Seranoschinken anrichten. Zur Suppe dürfen germe Oliven, Manchego und Brot serviert werden...

Donnerstag, 9. Juli 2015

Crostini mit Ziegenfrischkäse und geschmorten Feigen....hmmmmm!

Am Samstag war ich mit meiner Freundin Lara im Freibad. Im Hochsommer gibt es für mich fast nichts Schöneres, als morgens um 8 Uhr in kaltes Wasser zu springen und einige Bahnen zu schwimmen. Um diese Uhrzeit ist es im Bad noch schön leer und schön ruhig und fast ein bißchen wie im Urlaub. Nach einem erfrischenden Duschgang ging es dann ab auf den Wiesbadener Wochenmarkt. Dort schlenderten wir von Marktstand zu Marktstand. Beladen mit Unmengen von Obst kam ich dann am späten Vormittag wieder zu Hause an. Unter meiner Obstbeute befand sich u.a. eine wunderschöne große Feige, die ich gestern Abend flink zu leckeren Crostini verarbeitet habe. Dazu gabs ein Gläschen Sauvignon Blanc vom Weingut Fleischer. Perfekt!


Für ca. 8 Crostini brauchst Du:
  • 1 Steinofenbaguette zum Selbstaufbacken (wir haben immer einige Stangen im Vorratschrank. Ich finde sie oft besser als die, die man beim Bäcker kaufen kann).
  • 2 dicke reife Feigen
  • ca. 150 g Ziegenfrischkäse, gerne auch mehr
  • Agavendicksaft
  • 1 frischer Rosmarinzweig
Ofen vorheizen. Feigen waschen, in nicht zu dünne Scheiben schneiden und in eine Auflaufform geben (sie müssen nicht genau nebeneinander passen, Stapeln erlaubt). Rosmarinzweig auf die Feigen legen. Das Steinofenbaguette nach Herstellerangaben aufbacken. Feigen mit Rosmarin ca. 3-4 Minuten vor Backende mit in den Ofen geben. Baguette in mundgerechte Scheiben schneiden. Dann wird geschichtet: Frischkäse (Menge nach eigenem Geschmack), Feigenscheibe, etwas Agavendicksaft, Rosmarinnadeln. Fertig!

Sonntag, 5. Juli 2015

italienischer Sommersalat mit Kichererbsen, Provolone und Oreganodressing (nancy`s chopped salad)

Seit Wochen warte ich auf die richtige Gelegenheit "nancy`s chopped salad" zu machen. Das Rezept habe ich beim Stöbern auf einem meiner Lieblingsblogs gefunden: the smitten kitchen (New York). Die Zutaten lasen sich unglaublich lecker. Und gestern war es dann soweit: Das jährliche Haus-Sommerfest stand auf dem Programm. Alle Hausbewohner treffen sich am späten Nachmittag im Hinterhof, es wird gerillt und gegessen und getrunken und viel gequatscht. Und jeder bringt irgendetwas Ess- oder Trinkbares mit. Feine Sache und die Gelegenheit, nancy`s choppded salad nach Deutschland zu holen. Ich habe mich streng nach Den Perelman`s Angaben gehalten, lediglich die Peperoncini habe ich durch rote Paprika und die Kirschtomaten durch "normale" Tomaten ersetzt.


Angaben für eine große Schüssel:

Oreganodressing:
60 ml Olivenöl
60 ml Rotweinessig
Saft einer halben Zitrone
2 kleine Knobizehen, gepresst
2 gestrichene TL Oregano, getrocknet
2 gehäufte TL Salz
3 Umdrehungen Pfeffer aus der Mühle

Alle Zutaten mischen und ordentlich rühren....

Salat:
400 g gekochte Kichererbsen aus der Dose, abgetropft
1/2 Eisbergsalat, gewaschen und in kleine Stücke geschnitten
1 kleiner Kopf Radiccio, gewaschen und in kleine Stücke geschnitten
200-250 g Provolone (würziger italienischer Käse) am Stück, in kleine Würfel geschnitten
200-250 g nicht zu fette Hartsalami, in kleine Würfel geschnitten
1 rote Paprika, gewaschen und in kleine Würfel geschnitten
1 rote Zwiebel, geviertelt und in feine Ringe geschnitten
300-350 g kleine Kirschtomaten, gewaschen und halbiert


Salatzutaten in eine große Salatschüssel geben und mit dem Dressing gut mischen. Fertig!

Samstag, 4. April 2015

Mein erster Schritt zurück in die Bloggerwelt mit nichts als meinem Happy-Sandwich in der Hand...

15 Monate hat mein Blog in feinstem Schneewittchenschlaf verbacht. Die Schlafkur war nicht verordnet oder beabsichtigt. Nein, so war es nicht. Um es kurz zu sagen: 2014 war ein Jahr mit traurigen Ereignissen und wenig kreativer (Küchen)tätigkeit. Hinzu kam eine Art Schreiblähmung. Die Worte wollten einfach nicht kommen. 
Aber heute tippen die Fingerlein wieder ganz flink über die Tastatur...
Um es nicht gleich zu übertreiben, beginnen wir den Neustart ganz gemächlich mit einem leckeren Vollkorn-Sandwich. Bestrichen mit Frühstückspesto (süsslich im Geschmack) und belegt mit Tomate, Paprika, Rucola und Parmesan. Das Sandwich lässt sich sehr gut vorbereiten. Es passt als Frühstück, Mittagssnack oder Fernsehabendbrot. Ich bin ein totaler Fan von selbstgemachten Sandwiches. Hübsch verpackt in einer Lunchbox (z.B. von Rice) machen sie auch unterwegs viel Freude und schmecken 1000mal besser als die remouladebeschmieren Semmeln, die man unterwegs kaufen kann. Der Fantasie sind bei der Zusammenstellung der Zutaten keine Grenzen gesetzt. 
Trau Dich einfach, wilde Kombinationen auszuprobieren. Unten findest Du noch einige meiner Lieblingsvarianten.


Frühstückspesto:
120 g abgetropfte getrocknete Tomaten in Öl link
40-50 g Vollkornkekse mit Sonnenblumenkernen und Korinthen
etwas Tomatenöl
Alle Zutaten im Mixer vermischen, bis eine streichfeste Masse entstanden ist.

2 Scheiben Lieblings-Vollkornbrot (quadratisch) mit einem guten Teelöffel Frühstückspesto bestreichen 
und mit einer reifen Fleischtomate (in Scheiben und ohne die Enden, die flutschen raus), 1/2 roten Paprika 
(in Streifen), 10 g Rucola und 4 dünn gehobelten Scheiben Parmesan belegen. 
Wer mag, kann die Tomatenscheiben vorher salzen und pfeffern. Fertig!


Wem das Frühstückspesto zu süß ist (die Kekse sind Schuld) der nimmt eine würzige Streichunterlage, zum Beispiel Pesto alla genovese, Pistazien-Oliven-Pesto, Htipiti oder meine Schafskäsepaste.

Auch noch lecker sind folgende Sandwich-Varianen:
  • Camembert mit Himbeermarmelade und Rucola
  • Gorgonzola mit weichen Birnenscheiben (leicht zerdrückt), Walnüssen (grob zerkleinert) und Kresse
  • Mozzarella di Bufala mit Tomatenscheiben und frischem Basilikum
  • Schafskäsepaste mit frisch gerösteten Pinienkernen, Olivenscheiben und getrockneten Tomaten
Viel Spaß beim Kombinieren!

Sonntag, 22. Dezember 2013

Thunfisch-Sashimi auf einem limettigen Avocadobett

Hallo Du Leser Du...ich wollte mich so kurz vor Weihnachten noch einmal gemeldet haben...
Wie geht es Dir da draußen in der Welt? Hast Du alles erledigt, was Du erledigen wolltest oder schiebst Du es noch vor Dir her und hast das Gefühl, dass Dir alles über den Kopf wächst?
Ich halte es an solchen Tagen wie Carrie Bradshaw: Einfach runterfahren und neu booten! 

Falls Dir die fehlende Vorspeise für Weihnachten im Moment noch Magenschmerzen verursacht, sind vielleicht sind meine Thunfisch-Sashimi die Lösung. Sie sind einfach in der Herstellung, sind frisch& spritzig und lassen durchaus noch Hauptgang und Nachtisch zu. 


Zutaten für 2 Personen:
180 g roher Thunfisch in Sushiqualität, mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben geschnitten
2 EL helle Sojasauce
2 EL Reisessig
2 EL Olivenöl
1 TL Sesamöl
Messerspitze Wasabi

1 gut reife Avocado (ich mag die Sorte "Hass"), in Stücke geschnitten
8-1o Cocktailtomaten, halbiert
3 Frühlingszwiebeln, in Scheiben geschnitten
Saft einer Limette
2 gehäufte EL frischer Koriander (oder Petersilie), kleingerupft
Salz&frisch gemahlener Pfeffer aus der Mühle
1 TL Sesam (in der Pfanne leicht angeröstet)


Sojasauce, Reisessig, Olivenöl, Sesamöl und Wasabi in einer Schüssel verrühren, Thunfisch einlegen, gut mit der Marinade bedecken und 2 Stunden marinieren lassen.
Avocado, Tomatenhälften, Koriander (oder Petersilie) und Frühlingszwiebeln in einer Schüssel mit dem Limettensaft beträufeln und mit Salz&Pfeffer würzen. Auf zwei Tellern verteilen.
Den marinierten Thunfisch darauf anrichten und mit den Sesamkörnern bestreuen.

Ich wünsche Dir ein fulminantes Weihnachtsfest!

Sonntag, 1. Dezember 2013

Eggnog made for a long winter`s nap!

Spätestens zum 1. Advent solltest Du Dich fragen: Welcher Weihnachts-Typ bin ich dieses Jahr?
Will ich zu "Merry Christmas" in der Disco abhotten, lieber weitweitweg in der Sonne liegen und mich am Abend mit einem Cocktail vergnügen, mich mit dem/der Liebsten in einer Berghütte vor dem offenen Feuer tummeln, so tun, als ob nichts wäre und chipsessend vor der Glotze sitzen oder bin ich dieses Jahr der Klassik-Typ: hoffend auf Schnee und dick-beschleifte Geschenke unter dem Weihnachtsbaum? Welcher Weihnachts-Typ bist Du dieses Jahr?

Ich mag es gerne klassisch. Eine ordentlich belichterte Vorweihnachtszeit mit Weihnachtsmarkt-besuchen, am 24. Dezember: Baumschmücken, dazu "Michel aus Lönneberga", stündliches Nase-aus-dem-Fenster-halten (um zu sehen, ob es denn nun endlich angefangen hat zu schneien, auch wenn der Wetterbericht 10 Grad und Sonne vorausgesagt hat), ein üppiges Schaumbad, eine schmierige Haarkur, ein schwarzes Kleidchen, Stollen und Sekt zum Feiertags-Frühstück...

Dieses Jahr hat eine amerikanische Tradition Einzug in unser Heim gehalten: Eggnog!
Eier, Sahne, Zucker und rauchiger Bourbon - alles zu einer cremiges Masse aufgeschlagen, in einem schönen Glas serviert und in Ruhe genossen - hohoherrlich! 

Zum 1. Advent angemacht hält sich der Eggnog gekühlt bis Weihnachten...oder auch nicht :-).


Dieses Rezept stammt von Rob Kasper, einem bekannten amerikanischen Food-Journalisten (vielen Dank liebe B. fürs Weitergeben)
. Die Mengenangaben habe ich übersetzt. 

WORLD`S GREATEST EGGNOG (1,5 Liter):

400 ml bourbon
800 ml wipping cream
200g suger
6 egg yolks (ca. 120g )

Pour bourbon into very large mixing bowl.
Stir in sugar.
Let sit several hours - overnight, if you can wait.

Beat egg yolks (no whites) until they are an ugly yellow color.
Fold them into the bourbon-sugar-mixture.
Let sit for two hours, if you can wait.

Whip the cream until stiff.
Fold into the bourbon-egg-mixture.
Let sit for one hour, if you can wait.

Serve in cups.
Nutmeg not permitted.

Allen Lesern eine friedliche Adventszeit!

Sonntag, 24. November 2013

italienische Sushi: Parmaschinken-Ricotta-Röllchen (auf Röstbaguette)

Diese leckeren Röllchen aus Parmaschinken, Ricotta, Parmesan, gerösteten Pinienkernen und frischem Basilikum (ich nenne sie auch "italienische Sushi"), plaziert auf leicht angerösteten Baguettescheiben, eignen sich perfekt für eine Stehparty. Sektchen links, Häppchen rechts - 
so einfach kann es sein!



Zutaten für 24 Stück:

40 g Pinienkerne
250 g Ricotta
80 g Parmesan
Salz + Pfeffer
1 Bund Basilikum
200 g Parmaschinken
Baguette, in Scheiben geschnitten
Frischhaltefolie


Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten und kleinhacken,
Ricotta, Parmesan, Pinienkerne vermischen und mit Salz + Pfeffer abschmecken,
Basilikum waschen, trockenschütteln und entblättern,
Schinken überlappend auf der Klarsichtfolie verteilen (ca. 40x25 cm),
Ricottacreme auf den Schinken streichen,
Basilikumblätter Blatt an Blatt auf der Creme verteilen,
Schinken mit Hilfe der Folie aufrollen und mindestens 1 Stunde kalt stellen.
Ofen auf höchster Stufe vorheizen,
Baguette in 24 Scheiben schneiden, auf einem Backrost verteilen und im Ofen 2 Minuten rösten.
Schinkenrolle ebenfalls in 24 Scheiben schneiden und diese auf den Baguettescheiben verteilen.

Montag, 18. November 2013

Kohlehydrate adieu, bienvenu Vitamine: Gemüsig gefüllte Auberginenhälften mit Parmesan

Eines schönen Tages kam der Wiesbaden-Mann, unseren italienischen Kochbuch-Klassiker
"Der Silberlöffel" unterm Arm, mit einem verdächtigem Grinsen im Gesicht auf mich zu und sagte: "Schatz, ich habe mal alle Rezepte markiert, die mir gefallen und die wir mal kochen könnten
(es heftete eine hübsche Anzahl bunter Zettelchen zwischen den 1400 Seiten) und eins habe ich direkt fürs Wochenende ausgesucht: Gefüllte Auberginen". Ich war leicht verwundert, holt man den Mann doch sonst mit einem rein vegetarischen Gericht nicht wirklich hinterm Ofen hervor. Zudem klangen die Zutaten auch nicht sonderlich spannend. Aber nun gut: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und so gab es die gefüllten Auberginen am zettelfolgenden Wochenende -rezeptgetreu gebacken- und ich war wirklich überrascht: Kein bisschen langweilig, würzig frisch und das Allerbeste: Man kann direkt einige Auberginen auf Vorrat backen, denn sie halten sich im Kühlschrank einige Tage und schmecken kalt noch besser als direkt aus dem Ofen.


Und hier kommt das Rezept für 4 Auberginenhälften:

2 schöne Auberginen
1/2 Zwiebel (fein gewürfelt)
2 kleine Knoblauchzehen (fein gewürfelt)
1 kleines Stück Knollensellerie (fein gewürfelt)
1,5 Paprika (bunt, fein gewürfelt)
4 Champignons (fein gewürfelt)
2 reife Tomaten (auch fein gewürfelt)
mindestens 2 EL frisch geriebener Parmesan (gerne auch mehr)
1 Ei (leicht verquirlt)
Olivenöl
Salz&Pfeffer
Auberginen waschen, abtrocknen und halbieren,
das Fruchtfleisch ganz vorsichtig auskratzen, dabei ca. 0,5 cm Rand stehen lassen,
das Auberginenfleisch fein würfeln,
Öl in einer Pfanne erhitzen,
Zwiebel- und Knobiwürfel bei geringer Hitze 5 Minuten dünsten,
Auberginenfleisch, Sellerie-, Paprika, Champignon- und Tomatenwürfel zugeben 
und 15 Minuten dünsten,
mit Salz+Pfeffer abschmecken,
Pfanne vom Herd nehmen und das verquirlte Ei unterrühren,
Masse in die Auberginen füllen und mit dem Parmesan bestreuen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen,
eine genügend große Auflaufform mit Olivenöl einfetten,
Auberginenhälften darin verteilen und 50 Minuten überbacken.
Die Auberginen schmecken direkt aus dem Ofen sehr gut, aber kalt - am nächsten Tag -
noch viel besser!

Montag, 28. Oktober 2013

Very British: Shepard`s Pie (Lamm) oder Rancher`s Pie (Rind)

Diese herzhaften Pies sind wunderbare Tischgesellen an usseligen Herbst- oder kalten Wintertagen. 
An Fenster klatschender Regen, leise rieselnde Schneeflocken und knisternde Holzscheite (wer keinen echten Kamin hat, legt einfach eine schöne Knisterfeuer-DVD ein) sind die optimalen Begleiter zu würzigem Sharpard`s- oder Rancher`s Pie. Die beiden Exemplare hier haben absolut nichts mit den Pies zu tun, die man aus amerikanischen Filmen kennt (Frau in Manolo Blahniks, auf dem Weg zu einer hippen Party, einhändig eine Aluschale mit Kuchen vor sich hertragend). Nein!!!
Shepard`s Pie wird aus Lammhack, Rancher´s Pie aus Rinderhack gemacht, beide werden kräftig gewürzt, mit einer Haube aus Kartoffelbrei überzogen, im Ofen überbacken und heiß gegessen! 

Shepard's Pie ist ein britisches Nationalgericht, das Rezept stammt aus dem Kochbuch von Ravinder Bhogal "Love to cook", die Rancher-Variante stammt von mir (für alle, die kein Lammfleisch mögen).


Für 3-4 Portionen Shepard's Pie:
Olivenöl für die Pfanne
1 Zwiebel, sehr fein gehackt
1 Karotte, gehackt
3 Knobizehen, fein gehackt
2 gestrichene TL Kreuzkümmel (wer mag auch mehr)
1 gestrichener TL Zimt
500 g bestes Lammhackfleisch
200 g gehackte Tomaten
1 EL Tomatenmark
2,5 cm Ingwer, gerieben
Chili aus der Mühle
1 EL Rotweinessig
Salz&Pfeffer aus der Mühle
100 g gefrorene Erbsen
250 ml kochendes Wasser


Für den Kartoffelbrei:
750 g mehlige Kartoffeln, geschält und in kleine Würfel geschnitten
2 frische Eigelb
75 g Butter
40 ml Milch
40 ml Sahne
Paprikapulver

Ofen auf 200°C vorheizen,
die Kartoffelwürfel in Salzwasser 10-15 Minuten weich kochen, Wasser abgießen.
Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, die Zwiebel-, Karotten- und Knobizehen goldbraun anbraten,
Kreuzkümmel und Zimt einstreuen und einige Minuten garen, bis es duftet.
Hackfleisch zugeben und unter Rühren rundherum braun anbraten.
Tomaten und Tomatenmark, Ingwer, Chili und Essig zugeben und mit Salz&Pfeffer würzen.
Alle Zutaten 8 Minuten schmoren.
Erbsen und Wasser zugeben und zugedeckt 25 Minuten garen.
Abschmecken!!!

Die Kartoffeln zerstampfen, Butter und Eigelbe einarbeiten, nach und nach Sahne und Milch zugießen und weiter stampfen, bis ein glattes Püree entstanden ist (ich mag es, wenn zwischendrin noch einige Klümpchen sind).

Das Fleisch in eine Auflaufform füllen (ich nehme einen runden backofenfesten Topf mit 21 cm Durch-messer), mit dem Kartoffelbrei bedecken (nicht glattstreichen, es darf gerne hügelig sein) und mit Paprikapulver bestreuen. 25 Minuten im Ofen goldbraun backen und heiß servieren!

Für den Ranchers's Pie ersetzte Du Lammhack durch bestes Rinderhack, Kreuzkümmel und Zimt durch Oregano und Basilikum (getrocknet und zwischen den Fingern zerrieben), den Ingwer lässt Du weg. Ansonsten läuft es wie oben, die Gewürze gibst Du aber erst mit den Tomaten in den Topf.

Hinweis:
Der Fleischsud muss in beiden Fällen richtig schön kräftig gewürzt sein, damit der Pie mit der "neutralen" Kartoffelbreihaube nicht langweilig schmeckt!


Enjoy your meal!

Sonntag, 6. Oktober 2013

Schafskäsepaste mit getrockneten Tomaten und Basilikum

Wer hat nicht gerne ein multifunktionales und besonders lecker schmeckendes Lebensmittel im Kühlschrank, das sich als Partymitbringsel, vor dem Fernseher und auf jedem Sektumtrunk gut macht? Antwort: Niemand! Multifunktional deshalb, weil man es in und auf Cräcker, Grissini, Salzstangen oder Brot dippen, sticken oder schmieren kann. Die Paste hält sich im Kühlschrank einige Tage und ist in wenigen Minuten gemacht. Schafskäse und eingelegte Tomaten geben der Paste eine gewisse Säure und Frische, Basilikum und etwas Knobi die richtige Würze.


Für eine mittelgrosse Portion benötigst Du:
  •  200g Schafskäse (Feta)
  • 150g getrocknete und in Öl eingelegte Tomten (hier geht es zu meinem Rezept)
  • etwas Tomatenöl (von den getrockneten Tomaten)
  • 1 Knobizehe, zerdrückt
  • 10 Basilikumblätter, in kleine Stücke geschnitten
Schafskäse abtropfen lassen, in eine Schüssel geben und mit einer Gabel grob zerdrücken.
Tomaten aus dem Öl nehmen, in kleine Würfel schneiden und zu dem Schafskäse geben.
Knobi und Basilikum zugeben und alles gut mischen.
Mit Tomatenöl abschmecken.
Bitte kein Salz zugeben, da der Schafskäse in der Regel salzig genug ist.



Viele Grüße!

Alex


Dienstag, 27. August 2013

Gebackener Kabeljau mit Avocado, Garnelen und Cheddar nach Jamie Oliver

Am Wochenende war mir nach Fisch. Mangels Zeit sollte die Zubereitung nicht zu lange dauern und auch nicht zu kompliziert sein. Und so verzog ich mich am Samstag mit meinem Frühstückskaffee und einigen Kochbüchern aufs Sofa und fand in "Genial Kochen" von und mit Jamie Oliver dieses Rezept. Knoblauch und Cocktail-Tomaten kommen von mir. Dazu gab es einfach nur ein frisches Baguette. Der Wiesbaden-Mann und ich haben alles, bis auf die letzte Saucenpfütze, aufgegessen und aufgetunkt. Nachmachen erlaubt!


Für 2 ordentliche Portionen...

  • 400g Kabeljau-Filet, entgrätet und gewaschen
  • 250g Bio-Garnelen, geputzt und gesäubert
  • 1 reife Avocado, geschält und in Scheiben (3-4mm) geschnitten
  • 8 Cocktail-Tomten, gewaschen und halbiert
  • 150g süße Sahne
  • 150g Cheddar-Käse (frisch gerieben)
  • 1 Knobizehe
  • Salz+Pfeffer
  • Olivenöl für die Form
  • 1 knackiges Baguette


  • Auflaufform mit Olivenöl auspinseln,
  • Backofen auf 220 Grad vorheizen,
  • Kabeljau von beiden Seiten salzen und pfeffern und in die Auflaufform legen (ggf. zurecht schneiden),
  • Avocadoscheiben, Tomatenhälften und Garnelen auf dem Fisch verteilen,
  • Sahne in ein Schüsselchen geben, salzen+pfeffern, Knobizehe hineindrücken, alles leicht verrühren,
  • Sahnemischung, danach den Käse über den Fisch geben,
  • Auflaufform für 20 Minuten in den Ofen geben,
  • Fisch mit geschnittenem Baguette servieren!
Wie hat es Dir geschmeckt?

Samstag, 3. August 2013

Kalt gegen warm: Gazpacho!

Wir haben wochenlang nach dem Sommer gerufen und jetzt ist er da. Ich bin mir sehr sicher...habe ich mir doch eben drei Brandblasen an meinen Füssen zugezogen. Und das nur, weil ich mal schnell barfuß auf den Balkon gesprungen bin. Echt wahr! 

Kalte Suppen eigen sich bei diesem Wetter ganz hervorragend. Da haben wir beispielsweise Steph`s Gurkensuppe mit gebeiztem Wacholder-Saibling oder die kalten Süppchen von Anikó. Ich selbst steure mein Gazpacho-Rezept bei. Die Süppchen sind schnell gemacht und man kann sie gut einige Tage im Kühlschrank aufheben. Ich persönlich fülle sie dafür einfach in eine saubere Wasserflasche. Bei Bedarf kann man ab uns zu ein Schlückchen davon nehmen.


Für ca. 1 Liter Suppe benötigst Du:

500g aromatische Tomaten
1 Salatgurke (ca. 250g)
1 grüne Paprika (ca. 200g)
3 kleine Knobizehen
2 EL Olivenöl
100g Weißbrot (ich nehme Toastbrot)
einen ordentlichen Schuss Sherry (dry)
einen etwas kleineren Schuss Apfelessig
Salz + Pfeffer aus der Mühle


Weißbrot entrinden, in Würfel schneiden und in ca. 50ml Wasser einweichen.
Tomaten waschen und in Stücke schneiden, Strunk entsorgen. Die Haut bleibt bei mir dran!
Paprika waschen, entkernen und in Stücke schneiden.
Gurke waschen und in Stücke schneiden. Schale bleibt bei mir auch hier dran!
Knobi schälen und halbieren.
Alle Zutaten (inkl. Öl, Sherry und Essig) fein pürieren (Standmixer, Küchenmaschine...)
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wer mag, kann die Brotrinde auch in Würfel schneiden und diese in einer Pfanne mit Olivenöl anbraten und auf die Suppe geben. Als Obenauf-Zugabe eignen sich außerdem: Paprika- und/oder Gurkenwürfel, Frühlingszwiebeln oder Würfel von spanischem Schinken.


Warm-kalte Grüße: Alex + 3 Brandblasen!

Freitag, 5. Juli 2013

Kurumba-Shrimps mit feurigem Mango-Chutney und ein Kurumba-Semifreddo von der Kokosnuss an Maracuja-Zabaione

Ich war maximal 3 Jahre alt, als ich auf meinen kurzen Speckbeinchen durch das elterliche Wohnzimmer flitzte, während irgendwer in der Familie im Fernsehen einen Reisebericht über die Malediven schaute. Das türkisfarbene Meer, der wundervolle Sand, die palmblätterbedeckten Häuschen...ich war fasziniert. In meiner Erinnerung waren weder "Mama" noch "Papa" mein erstes Wort, sondern: MALE. Soweit zu meiner Wahrnehmung, soweit die Geschichte!
In Wirklichkeit war ich 8 und hatte auch nicht mehr ganz so kurze und nicht mehr ganz so speckige Beine, aber die Sache mit dem Reisebericht im Fernsehen stimmt soweit. Fakt ist: Seit meiner Kindheit war diese Inselgruppe im indischen Ozean mein absolutes Traumreiseziel. Allerdings scheiterten jegliche Versuche, meine Eltern davon zu überzeugen, dass ein Urlaub im türkisfarbenem Paradis doch wesentlich netter sei, als alte Tempelreste auf Sizilien zu besichtigen, kläglich. Meine Mama tat in dieser Zeit das einzig Richtige - sie gab mir Hoffnung: "Kind, auf die Malediven fliegt man nicht mit den Eltern - dorthin wirst Du, wenn Du groß bist,  auf Hochzeitsreise gehen!" Damit gab ich mich zufrieden und all die Jahre danach kam es mir nie in den Sinn, dass 

a). ich vielleicht nie heiraten würde oder b). mein frisch Angetrauter womöglich kein Interesse an Wasser und Sand, sondern vielmehr an Kamelen und Wüste haben könnte....

...und so kam es auch nicht!

Meine Hochzeitsreise mit dem Wiesbadenmann führte mich (uns) tatsächlich auf die Malediven,
Vorab aber führten wir folgendes Gespräch:

Er: "Was, bitte schön, soll ich den ganzen Tag auf so einer kleinen Insel machen?"
Ich: "Morgens wird erstmal gefrühstückt!"
Er: "Und dann?"
Ich: "Dann drehen wir eine Runde um die Insel"
Er: "Und dann?"
Ich: "Gehen wir Schnorcheln"
Er: Ein Gähnen gefolgt von: "Und dann?"
Ich: "Mittagessen"
Er: "Und dann?"
Ich: "Wiederholung des Vormittagprogramms, Alternative zum Schnorcheln: Lesen!"
Er: "Und dann?"
Ich: "Abendessen"
Er: "Und dann?"
Ich: "Sonnenuntergang gucken und Cocktail trinken"
Er:  "Hhm!" - dazu sein schlimmstes Stirnrunzeln...

Wir sind trotz seiner Bedenken, er könne vor Langeweile sterben, geflogen. Weil es doch mein Kindheitstraum war. Und verlebten zwei exorbitant-wunderschöne Wochen.
Und auch heute noch, obwohl wir zwei beide echte Europafans sind und mich Tempel inzwischen auch nicht mehr abschrecken, sehnen wir uns zurück nach dem badewannenwarmen Wasser und der erträgliche Leichtigkeit des Seins. Weil die Farben unvergesslich sind und ich, als allzeit durch die Welt und den Tag Getriebene, dort nichts anderes machen kann, als auszuspannen. Kein Reiseführer, kein Besichtigungsprogramm, keine wissenschaftlichen Vorabanalysen bezüglich Restaurantauswahl. Eine Entscheidung vorab (Hotel) gefolgt von zwei entscheidungsfreien Wochen! Herrlich!

Klar also, dass ich mir das Kurumba-Kokos-Kochspiel mit Aussicht auf eine Woche im herrlichen Kurumba Maledives Resort (vorgestellt von Jeanny und Mel) nicht entgehen lassen kann. Ich habe lange überlegt, was ich kochen/backen/anrühren könnte...etwas Leichtes sollte es sein - etwas, dass zum indischen Ozean-Feeling passt...

...und jetzt taucht mit mir ein in zwei Kurumba-KokosTräume.....

Kurumba-Kokos-Shrimps mit einem feurigen Mango-Chutney (2 Personen):

500g Shrimps (oder Garnelen, je nach eigener Vorliebe)
etwas Mehl
1Ei (gekleppert)
ca. 5 EL Kokosflocken
ca. 5 EL Panko (japanisches Brotmehl, gibt es in Asialäden)
neutrales Öl

1 Mango
1 kleine Zwiebel
1 daumengrosses Stück Ingwer (geschält und gerieben)
1 EL braunen Zucker
2 EL Weissweinessig
etwas Wasser
etwas Chili aus der Mühle
neutrales Öl


Die Wassertiere
  • waschen,
  • ggf. Darm entfernen (je nach eigener Befindlichkeit),
  • mit Mehl bestäuben, 
  • erst im Ei, danach 
  • in einer Mischung aus Kokosflocken und Panko wälzen (gut andrücken).
Ofen auf 180° Celsius vorheizen.
Shrimps auf mit Backpapier ausgelegten Backblechen verteilen und mit Öl beträufeln.
Je nach Größe der Tierchen beträgt die Backzeit ca. 20 Minuten. 
Nach 10 Minuten wenden.
Heiß servieren!


Das Rezept habe ich von Steph's Chicken Nuggets abgeleitet...

Hierzu passt mein feuriges Mango-Chutney, das ich wegen der besseren Dipbarkeit pürriert habe:
  • Mango und Zwiebel schälen und würfeln,
  • Öl in einer Pfanne erhitzen,
  • Mango- und Zwiebelwürfel und Ingwer andünsten,
  • Zucker, Essig und Wasser zugeben, 
  • auf leichter Hitze köcheln lassen, bis die Mango weich ist,
  • alle Zutaten pürrieren,
  • mit Chili abschmecken.
Chutney kalt zu den heissen Shripms servieren!

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Kurumba-Semifreddo von der Kokosnuss mit Maracuja-Zabaione (4 Personen):

3 Eier (M)
25g brauner Zucker
2 EL Kokosmilch
30g Kokosflocken
200g Sahne

4 Eigelb
40g Zucker
100ml Maracujasaft

Für das Semifreddo...
  • die Kokosflocken in einer Pfanne ohne Öl leicht anbräunen,
  • die Eier mit dem Zucker über dem Wasserbad aufschlagen, 
  • Kokosmilch zugeben und alles zu einer geschmeidigen Creme aufschlagen ( dabei darf das Wasserbad nicht zu heiß werden, da die Eier sonst stocken (max. 80° C),
  • und immer schön fein rühren bis die Creme fest ist, 
  • Kokosflocken unterheben und im Anschluß
  • die Creme über kaltem Wasser runterkühlen.
  • Sahe steif schlagen und vorsichtig unter die Kokoscreme heben,
  • danch die Creme in 4 Timbaleförmchen füllen und 
  • mindestens 4 Stunden in den Gefrirschrank stellen.
Das Semifreddo lässt sich gut aus der Form lösen, wenn man diese kurz in heißes Wasser taucht.
Das Grundrezept kenne ich von Simone, die es in ihrem Blog mit Kürbiskernen vorstellt.


Die Zabaione muss kurz vor dem Servieren geschlagen werden.

Dazu:
  • Eigelb und Zucker über dem Wasserbad aufschlagen,
  • langsam den Maracujasaft hinzugeben,
  • schlagen, schlagen, schlagen....(die Masse darf nicht zu heiß werden)...


Die Zabaione zusammen mit dem Semifreddo servieren! 
KURUMBA!