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Dienstag, 9. April 2013

Tort Man Gai (thailändische Hähnchen-Frikadellen) mit süßsaurer Ingwer-Chili Sauce

Ab und zu ist es dringend erforderlich, einen alten Blog-Beitrag zu überarbeiten. Dieser hier ist so einer. Erstmals am 26.03.2011 veröffentlicht, kommt er heute in aufgehübschter Form, mit neuen Fotos und dem vollständigen Rezept der süßsauren Ingwer-Chili-Sauce nach Nicole Stich frisch ins Netz.

Wie alles anfing:

Ich kann mich gut an die Samstage erinnern, an denen ich als Kind mit meinen Eltern zum Jahreswechsel-Klamotteneinkauf in Mainz unterwegs war. Jede(r) von uns wurde mit den Dingen ausgestattet, die die aktuelle Figur, Größe und Jahreszeit erforderten. Wir sehen nachfolgend mein Oster-Outfit aus dem Jahre 1974 (es dürfte das erste und letzte Mal gewesen sein, dass man mich in "gelb" gesehen hat; den Regenschirm würde ich heute allerdings wieder nehmen ;-):


Der mehr oder weniger erfolgreiche Einkauf endete immer beim "Chinesen" am Platz. Wir bestellten meist das "Familienglück" (diverse gemischte Gerichte), mit Frühlingsrolle als Vorspeise. 

Viele Jahre später, ich war damals schon Anfang 20 (das war irgendwann Anfang der 90er Jahre), waren die "Chinesen" (inklusive "Familienglück") völlig out. Thailändische Restaurants kamen in Mode. Meine Clique und ich verbrachten mindestens einen Abend in der Woche bei einem Thai in Wiesbaden. Wirklich leisten konnten wir uns das damals nicht, daher haben wir uns das ein oder andere Gericht gerne auch geteilt oder schweren Herzens auf den zweiten Cocktail verzichtet. Besonders gern mochte ich diese leckeren weichen Hähnchen-Frikadellen mit süß-sauer-Dip. Sie schmeckten einfach großartig!

Ich freute mich daher wie ein Fischstäbchen, als ich in 2011 über ein Rezept für "Tort Man Gai" (thailändische Hähnchen-Frikadellen) stolperte. Nachdem ich die Klöpse nun schon diverse Mal gemacht habe kann ich nur sagen: Sie schmecken genau so wie damals bei unserem Thai! Ein Traum! Kaffir-Limettenblätter, Koriander und Ingwer geben den weichen Frikadellen eine herrlich frische und exotische Note. Der Aufwand lohnt sich wirklich!

Das Rezept stammt aus dem Blog kitchencowboy. Dazu passt hervorragend die süßsaure Ingwer-Chili-Sauce von Nicole Stich (aus dem Buch Geschenkideen aus der Küche). Die exotischen Zutaten bekommst Du in einem gut ausgestatteten Asia-Laden.


Mengenangaben für ca. 20 Frikadellen:

500g Hähnchenbrust (in kleine Würfel geschnitten)
1 Stange Zitronengras
15g Ingwer (gerieben)
20g Galgant (gerieben)
2 Korianderwurzel
10 Blätter Koriander (frisch) - meine persönliche Ergänzung zum Originalrezept
2 Schalotten
2 Knobizehen
1 gestrichener EL rote Currypaste
2 El Fischsauce
1 Ei
1,5 EL Speisestärke
1 gestrichener TL Salz
1 gestrichener TL Zucker
60g Spargel- oder Buschbohnen (in dünne Scheiben geschnitten)
10 Kaffir-Limettenblätter (zusammenrollen und ich hauchdünne Streifen schneiden)

Zitronengras, Ingwer, Galgant, Korianderwurzeln, Schalotten und Knobizehen in einem Mixer sehr fein hacken. Hähnchenbrustwürfel zugeben und alles zu einer glatten Masse verarbeiten (ich hatte anfangs die Befürchtung, dass der Mixer den Hähnchenbrüstchen nicht gewachsen sein könnte, denn er gab wirklich traurige Geräusche von sich. Schlussendlich hat er es aber gut überlebt). Currypaste, Fischsauce, Ei, Speisestärke, Salz und Zucker zugeben und noch einmal kräftig mixen. Bohnenscheiben und Limettenblätter-Streifen mit den Händen unterkneten.
Mit nassen Händen und mit Hilfe eines Teelöffels aus der Masse kleine Kugeln formen.
Die Kugeln mit der Hand flach drücken und in einer Pfanne mit reichlich Pflanzenöl ausbacken.
Die Frikadellchen mit Küchenkrepp abtupfen.
Im Ofen lassen sich die Frikadellen bei 120°C gut warmhalten.


Süßsaure Ingwer-Chili Sacue (ca. 350ml)

2 cm Ingwer (gerieben)
2 große rote (nicht so scharfe) Chilischoten
1 kleine rote (scharfe) Chilischote, wer es gerne scharf mag
5 Knobizehen
100ml Reisessig
300ml Wasser
200g Zucker
1 TL feines Meersalz
1 geh. EL Speisestärke
1 sterilisierte Flasche (10 Minuten bei 120° C im Ofen)

Chilischoten entstielen, entkernen und ganz fein hacken.
Knobi schälen und ebenfalls fein hacken.
Ingwer, Chili und Knobi mit Essig, Zucker, Salz und Wasser in einem Topf erhitzen und 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
Die Speisestärke mit 1 EL kaltem Wasser verrühren, bis sie sich aufgelöst hat. Stärke in die Sauce einrühren und ca. 2 Minuten leicht weiterköcheln lassen.
Die Sauce nochmal mit Salz abschmecken und in die sterilisierte Flasche geben.
Sie hält sich einige Wochen im Kühlschrank.


Viel Spaß beim Ausprobieren!

Alex

Sonntag, 27. November 2011

Rotes Curry mit Kürbis, Kartoffeln, Hühnchen und allerlei anderem Gemüse

Mit Hobbies ist es ja so ein Ding. Es gibt Tage oder Jahreszeiten, da hat man sie lieber als an anderen Tagen oder Jahreszeiten. So ein Hobbyjogger beispielsweise. Der läuft doch in der Regel am allerliebsten, wenn es draußen nicht zu heiß und nicht so kalt ist und es vorallem nicht regnet. Vereiste Bodenbeläge werden auch nicht so gern gesehen (ich kann mich nur noch vage erinnern, da ich meine Joggingkarriere vor mehr als 7 Jahren an den Nagel gehängt habe). Wer nun denkt, dass das Schreiben eines Blogs so völlig jahreszeitenunabhängig vom Kochlöffel geht, der irrt. Und zwar schwer. Jahreszeiten, die einem auch noch bis in den Abend hinein schönes klares Licht bescheren, werden zumindest von mir eindeutig bevorzugt. Das hängt einzig und alleine an der Tatsache, dass ein Blog ohne Bilder einfach nicht so nett anzusehen ist. Und Fotos kann ich am besten bei hellem Licht im Freien machen, z.B. auf dem Balkon. Sehr zur Freude der Nachbarn. So. Und diese Zeit ist eindeutig vorbei.

Bei uns gab es heute rotes Curry mit Kürbis, Kartoffeln, Hühnchen und allerlei anderem Gemüse (Danke U.+D. für das Rezept). Fertig war das Ganze heute um 19 Uhr und licht-fototechnisch kann ich nur sagen: "Dunkel wars der Mond schien helle...". Kurz und gut: Ich habe mein Bestes gegeben und die nachfolgenden Indoorfotos kamen dabei heraus.


Und hier geht`s zum Curry für 4 Personen:
  • 500 g Hokkaido-Kürbis
  • 400 g Hühnerbrust
  • 300 g Kartoffeln
  • 150 g grüne Bohnen
  • 150 g Champignons
  • 200 g Cocktailtomaten
  • 400 ml Kokosmilch (ich nehme die von "Alnatura")
  • 500 g Hühnerbrühe (ich nehme die von "Alnatura")
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1 gestrichener EL rote Currypaste
  • 2 EL Sojasauce
  • 50 g Cashewkerne (gesalzen und geröstet)
  • 2 El Fischsauce
  • Salz
  • 2 El Rohrzucker
  • falls zur Hand: 1 aufgeschnittene Zitronengrasstange und/oder 3 Kaffirlimettenblätter
  • frischer Koriander nach Belieben
  • wer möchte: Reis
Sonnenblumenöl und Currypaste 5 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.
Kokosmilch, Gemüsebrühe und Zucker zugeben und weiter köcheln lassen.
Hühnerbrust abwaschen, trockentupfen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Kartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Kürbis schälen, enthaaren und entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden.


Bohnen waschen, entspitzen und in mundgerechte Stücke schneiden.


Tomaten waschen und halbieren.
Champignons waschen und vierteln.

Currybrühe richtig schön aufkochen lassen, Hühnerburst, Zitronengras/Kaffirlimettenblätter zugeben und 5 Minuten richtig schön blubbernd kochen lassen.
Hitze herunterschalten - die Brühe muss aber weiterhin köcheln.
Kartoffel und Kürbis zugeben und mindestens 10 Minuten köcheln.
Das restliche Gemüse zugeben und nochmal 10 Minuten köcheln lassen.
Mit Fischsauce´und Sojasauce zugeben und mit Salz abschmecken.
Mit Koriander, Casehwnüssen und, wer mag, mit Reis servieren.

Hinweis:
Ich habe das Curry 2 Stunden bei kleiner Hitze köcheln lassen. Kürbis und Kartoffeln sind dann sehr weich und das Curry sämig. Ich mag es ohne Reis.

Guten Appetit!