Sonntag, 27. November 2011

Rotes Curry mit Kürbis, Kartoffeln, Hühnchen und allerlei anderem Gemüse

Mit Hobbies ist es ja so ein Ding. Es gibt Tage oder Jahreszeiten, da hat man sie lieber als an anderen Tagen oder Jahreszeiten. So ein Hobbyjogger beispielsweise. Der läuft doch in der Regel am allerliebsten, wenn es draußen nicht zu heiß und nicht so kalt ist und es vorallem nicht regnet. Vereiste Bodenbeläge werden auch nicht so gern gesehen (ich kann mich nur noch vage erinnern, da ich meine Joggingkarriere vor mehr als 7 Jahren an den Nagel gehängt habe). Wer nun denkt, dass das Schreiben eines Blogs so völlig jahreszeitenunabhängig vom Kochlöffel geht, der irrt. Und zwar schwer. Jahreszeiten, die einem auch noch bis in den Abend hinein schönes klares Licht bescheren, werden zumindest von mir eindeutig bevorzugt. Das hängt einzig und alleine an der Tatsache, dass ein Blog ohne Bilder einfach nicht so nett anzusehen ist. Und Fotos kann ich am besten bei hellem Licht im Freien machen, z.B. auf dem Balkon. Sehr zur Freude der Nachbarn. So. Und diese Zeit ist eindeutig vorbei.

Bei uns gab es heute rotes Curry mit Kürbis, Kartoffeln, Hühnchen und allerlei anderem Gemüse (Danke U.+D. für das Rezept). Fertig war das Ganze heute um 19 Uhr und licht-fototechnisch kann ich nur sagen: "Dunkel wars der Mond schien helle...". Kurz und gut: Ich habe mein Bestes gegeben und die nachfolgenden Indoorfotos kamen dabei heraus.


Und hier geht`s zum Curry für 4 Personen:
  • 500 g Hokkaido-Kürbis
  • 400 g Hühnerbrust
  • 300 g Kartoffeln
  • 150 g grüne Bohnen
  • 150 g Champignons
  • 200 g Cocktailtomaten
  • 400 ml Kokosmilch (ich nehme die von "Alnatura")
  • 500 g Hühnerbrühe (ich nehme die von "Alnatura")
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1 gestrichener EL rote Currypaste
  • 2 EL Sojasauce
  • 50 g Cashewkerne (gesalzen und geröstet)
  • 2 El Fischsauce
  • Salz
  • 2 El Rohrzucker
  • falls zur Hand: 1 aufgeschnittene Zitronengrasstange und/oder 3 Kaffirlimettenblätter
  • frischer Koriander nach Belieben
  • wer möchte: Reis
Sonnenblumenöl und Currypaste 5 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.
Kokosmilch, Gemüsebrühe und Zucker zugeben und weiter köcheln lassen.
Hühnerbrust abwaschen, trockentupfen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Kartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Kürbis schälen, enthaaren und entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden.


Bohnen waschen, entspitzen und in mundgerechte Stücke schneiden.


Tomaten waschen und halbieren.
Champignons waschen und vierteln.

Currybrühe richtig schön aufkochen lassen, Hühnerburst, Zitronengras/Kaffirlimettenblätter zugeben und 5 Minuten richtig schön blubbernd kochen lassen.
Hitze herunterschalten - die Brühe muss aber weiterhin köcheln.
Kartoffel und Kürbis zugeben und mindestens 10 Minuten köcheln.
Das restliche Gemüse zugeben und nochmal 10 Minuten köcheln lassen.
Mit Fischsauce´und Sojasauce zugeben und mit Salz abschmecken.
Mit Koriander, Casehwnüssen und, wer mag, mit Reis servieren.

Hinweis:
Ich habe das Curry 2 Stunden bei kleiner Hitze köcheln lassen. Kürbis und Kartoffeln sind dann sehr weich und das Curry sämig. Ich mag es ohne Reis.

Guten Appetit!

Sonntag, 13. November 2011

Htipiti - pikante Schafskäsecreme

Freitagabend - 20 Uhr in Deutschland. Ich hatte einen anstrengenden Jobtag, einen Lebens-mittelgroßeinkauf und eine Ladung Wäsche hinter mir und überhaupt keine Lust zu kochen. So war es! Wie es der Zufall so wollte, hatte mir meine entzückende Kollegin Andrea erst diese Woche ein Rezept von Htipiti (gesprochen: ti-pi-ti) -eine wirklich leckere, pikante griechische Schaftskäsecreme- überlassen.

Die Creme war ganz schnell gemacht, Brot, Oliven und ein Gläschen Rotwein dazu -
fertig war das Freitagsmahl!


Und hier das Rezept: 
  • 200 g Schafskäse (Feta)
  • 10 g Piri-Piri (das sind milde rote Paprikaschötchen, gibt es im Glas, z.B. von Dittmann)
  • 6 EL Oilivenöl
  • Salz nach Belieben


Alle Zutaten im Mixer zu einer geschmeidigen Paste verrühren.
Fertig ist das Htipiti!
Efcharisto Andrea!

Achtung:
Mit 10 g Piri-Piri wird die Schafskäsecreme schon recht scharf (ich habe es erst am nächsten Tag beim Reste-Essen gemerkt, als die Creme eine Nacht durchzogen war). Wer es lieber milder mag, nimmt einfach etwas weniger Paprika. 

Mittwoch, 9. November 2011

Wilhelm - mein Roggensauerteig!


Als ich ca. 8 Jahre alt war brachte mir mein Opa eines Tages überraschenderweise ein kleines weißes Albinohäschen mit. Ich war überglücklich, auch wenn mich die roten Augen auf den ersten Blick irritiert haben. Aber wer richtig liebt, sieht über solche Kleinigkeiten bekanntlich hinweg ;-) Mein neuer Mitbewohner wurde auf den Namen Krümel getauft und er bekam einen echt prima Stall aus Holz gebaut. Ich durfte mit Hilfe eines Lötkolbens ein Holzstück bebrennen, das als Namensschild über dem Stalltörchen angebracht wurde.


Krümel war der beste und intelligenteste Kleinhase, den es in Hessen seinerzeit gab. Er war zahm, man konnte ihn stundenlang knuddeln und in einem kleinen Rattankörbchen durchs Örtchen tragen - ohne das er weggehüpft wäre. Er konnte Treppen hoch und runter laufen und sich selbständig Schokolade aus einem eigens für ihn bestimmten Behälter holen. Krümel war Spitze! Trotz guter Pflege starb er eines Tages und wurde unter dem Tannenbaum im Garten begraben. In den Folgejahren zogen noch andere Zwerghäschen bei uns ein, aber keines konnte Krümel das Wasser reichen. Die letzten 20 Jahre verbrachte ich schlußendlich haustierfrei. Bis vergangene Woche. Da kam ein Päckchen von Petra (Chili und Ciabatta) mit 50 g Roggensauerteig inkl. ausführlicher Gebrauchsanweisung bei mir an.
So ein Sauerteig muss gehegt, gepflegt und gefüttert werden, muss ruhen, braucht Aufmerksamkeit und Zuwendung. Ich habe daher meinen Sauerteig als mein neues Haustier deklariert und ihm gleich einen Namen verpasst: WILHELM!
So sieht Wilhelm heute aus:


Ich hoffe, er wächst und gedeiht so prächtig wie mein Krümel seinerzeit. Mit der Treppensteigdressour dürfte es allerdings etwas schwierig werden. Was aus Wilhelm wird, erfahrt Ihr hier auf meinem Blog.

Nachruf:
Bedauerlicherweise hat Wilhelm meine Fürsorge nicht überlebt.
Er starb zwischen Senfglas und Milchtüte an einer bislang noch unbekannten Krankheit.
Schnief! 






Sonntag, 6. November 2011

Hühnchen-Gyros mit Tzaziki und Pittabrot

An manchen Tag überkommt mich eine unglaubliche Sehnsucht nach Griechenland (auch wenn man das in der heutigen Zeit vielleicht besser nicht laut schreiben sollte - aber was wahr ist, muss wahr bleiben). Was gibt es Schöneres, als sich wandernderweise über eine kleine griechische Insel zu bewegen und mit hochrotem Kopf und Aua-Füssen in einer kleinen Taverne Halt zu machen, ein kühles Mythos zu trinken und die vielen Leckereien zu probieren, die die Küche zu bieten hat.  

Da ich dieses Jahr Griechenland nicht zu Gesicht bekommen habe und werde, habe ich meine Sehnsucht mit einer großen Portion Tzaziki und Hühnchen-Gyros gestillt.




Hühnchen-Gyros frei nach Alex (2 Personen):
  • 350 g Hühnerbrust
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • 5 El Olivenöl
  • 1 TL Rosenpaprika
  • 1 TL Oregano
Hühnerbrust abwaschen, trockentopfen und in ganz feine Scheibchen schneiden. Aus den restlichen Zutaten eine Marinade anrühren und das Fleisch darin mindestens 8 Stunden durchziehen lassen.


Tzaziki:
  • 200 g Sahnequark
  • 200 g griechischer Joghurt (10 %)
  • 200 g Gurke (geschält)
  •   20 g Knobi (gepresst, frisch)
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
Gurke ganz fein raspeln und danach mit dem Küchenmesser nochmal kleinhacken. Gurkenraspel in einem Küchensieb ca. 10 Minuten abtropfen lassen. Alle Zutaten miteinander verrühren und mit Salz abschmecken. Einige Stunden durchziehen lassen (gleiche Zeit wie das Hühnchen).
Wer das Tzaziki nicht ganz so sauer mag, nimmt mehr Quark als Joghurt.


Pittabrot (aus "Brot selbstgebacken", Mosaik-Verlag):
  • 15 g Hefe
  • 1/2 TL Honig
  • 140 ml lauwarmes Wasser
  • 250 g Weizenvollkornmehl, fein gemahlen
  •  1/2 TL Salz
  • 3 El Olivenöl
Hefe mit Honig und 50 ml des Wassers anrühren und 10 Minuten stehen lassen.
Den Teig 2 Stunden an einem warmen Ort "gehen" lassen.
Nach Ablauf der Zeit den Teig nochmals durchkneten und 4 kleine Teigkugeln formen.
Die Kugeln auf die bemehlte Arbeitsfläche setzen, mit einem sauberen Tuch abdecken und nochmals 30 Minuten ruhen lassen.
In der Zwischenzeit den Ofen auf 220 Grad Celsius aufheizen.
Backblech mit Olivenöl bestreichen und im Ofen 2 Minuten heiß werden lassen.
Aus den Teigkugeln Fladen ausrollen (sie müssen nicht zwingend rund sein).
Falden auf das Blech legen und mit Wasser bestreichen.
Fladen 7 Minuten backen.
Die Pittabrote in ein Küchenhandtuch wickeln, damit sie weich bleiben.
  

Das marinierte Hühnchen in einer heißen Pfanne anbraten. Hühnchen-Gyros mit Tzaziki, Gurkenscheiben, Tomaten, frischen Zwiebelringen und dem Pittabrot anrichten und servieren. 
Dazu passt ein kühles Bier. Jammas!

Mittwoch, 2. November 2011

Würzburg und die Osteria Trio leben HOCH!

Am Wochenende haben sich knapp 40 Foodblogger inkl. diverser Mitgenießer in Würzburg getroffen. Es wurde geredet, geredet, gegessen, fotografiert, geredet, getrunken und...ach so ja...geredet...über Rezepte ("Pralinen im Thermomix, häh? echt??", "in was wurden nur diese Feigen eingelegt ?","wie, bei Dir klappt Hefeteig IMMER?"... ), Weißabgleich (Danke Simone, ich habe die Funktion nun endlich auch gefunden :-), Fragen wie "liest mich überhaupt jemand??", Rollerschäden auf Mauritius, Bamberg, Träume leben, Journalist sein, München, die Nordsee, Steinbacköfen...und noch VIELES mehr.

Bekocht und bewirtet wurden wir an diesem Abend vom Team der Osteria Trio (Spitalgasse 1). Es war alles derartig frisch und lecker, freundlich und gemütlich - mir fehlen die Worte!!! Ich habe in Deutschland kaum besser italienisch gegessen. Echt wahr! Hier könnt Ihr die Entstehungsgeschichte zum Treffen verfolgen. Vielen Dank an SimoneNoémi und Evi für die tolle Organisation und an Petra für die schöne Würzburgführung.

Ich selbst habe an dem Abend nicht fotografiert, aber die liebe Jutta von Schnuppschnüss versorgt alle Interessierten mit Fotos und weiterführenden links (@ Jutta: Deine Pralinen haben mich mind. + 1 kg auf der Waage gekostet, aber sie waren es wert!). 

Ich verabschiede mich heute mit einem Foto, das ich auf der schönen Mainbrücke gemacht habe:

Unter- (oder ist es Ober ;-) franken lebe hoch!