Donnerstag, 23. Juli 2015

Salmorejo!

 Eine meiner Lieblings-Tapas-Bars ist bekanntermaßen das 13% in Palma de Mallorca. Hier gibt es nicht die klassichen spanischen Tapas, sondern vielmehr einen bunten Strauß kleiner Köstlichkeiten aus aller Welt. Bei unserem letzten Besuch im Juni probierte ich die hausgemachte Salmorejo - eine superleckere kalte Tomatensuppe, die ursprünglich aus Andalusien kommt. Tomaten, Knoblauch, Olivenöl, Essig und ein Topping aus gekochtem Ei und Seranoschinken. Das isses! Ein wunderbares Abendessen für dem Sommer! Wer die Suppe von der Konsistenz her gerne dicker haben möchte, mixt noch einige alte Weißbrotkrumen mit. Mir persönlich ist die Salmorejo ohne Brot dick genug. 
Die Suppe hält sich im Kühlschrank einige Tage...


Für ca. 1 Liter Süppchen benötigst Du:
  • 750 g wohlschmeckende (!!!) Tomaten, in Stücke geschnitten
  • 2 Knobizehen (bitte darauf achten, dass sie nicht muffig sind)
  • 100 ml Olivenöl
  • 4 El Rotweinessig (oder auch mehr, je nach Belieben)
  • Salz & Pfeffer
  • 2 hartgekochte Eier, kleingewürfelt
  • 2 Scheiben Seranoschinken, in feine Streifen geschnitten


Tomaten, Knobi, Olivenöl, Rotweinessig, Salz & Pfeffer in einem Mixer vermixen (klingt doof, ist aber so!). In eine schöne Karaffe füllen und mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren nochmal ordentlich durchrühren. Suppe in schöne Gläser oder Schüsselchen füllen und mit Ei umd Seranoschinken anrichten. Zur Suppe dürfen germe Oliven, Manchego und Brot serviert werden...

Donnerstag, 9. Juli 2015

Crostini mit Ziegenfrischkäse und geschmorten Feigen....hmmmmm!

Am Samstag war ich mit meiner Freundin Lara im Freibad. Im Hochsommer gibt es für mich fast nichts Schöneres, als morgens um 8 Uhr in kaltes Wasser zu springen und einige Bahnen zu schwimmen. Um diese Uhrzeit ist es im Bad noch schön leer und schön ruhig und fast ein bißchen wie im Urlaub. Nach einem erfrischenden Duschgang ging es dann ab auf den Wiesbadener Wochenmarkt. Dort schlenderten wir von Marktstand zu Marktstand. Beladen mit Unmengen von Obst kam ich dann am späten Vormittag wieder zu Hause an. Unter meiner Obstbeute befand sich u.a. eine wunderschöne große Feige, die ich gestern Abend flink zu leckeren Crostini verarbeitet habe. Dazu gabs ein Gläschen Sauvignon Blanc vom Weingut Fleischer. Perfekt!


Für ca. 8 Crostini brauchst Du:
  • 1 Steinofenbaguette zum Selbstaufbacken (wir haben immer einige Stangen im Vorratschrank. Ich finde sie oft besser als die, die man beim Bäcker kaufen kann. Zumindest bei den Bäckern in meinem Lebensumfeld)
  • 2 dicke reife Feigen
  • ca. 150 g Ziegenfrischkäse, gerne auch mehr
  • Agavendicksaft
  • 1 frischer Rosmarinzweig
Ofen vorheizen. Feigen waschen, in nicht zu dünne Scheiben schneiden und in eine Auflaufform geben (sie müssen nicht genau nebeneinander passen, Stapeln erlaubt). Rosmarinzweig auf die Feigen legen. Das Steinofenbaguette nach Herstellerangaben aufbacken. Feigen mit Rosmarin ca. 3-4 Minuten vor Backende mit in den Ofen geben. 
Baguette in mundgerechte Scheiben schneiden. Dann wird geschichtet: Frischkäse (Menge nach eigenem Geschmack), Feigenscheibe, etwas Agavendicksaft, Rosmarinnadeln. Fertig!


Sonntag, 5. Juli 2015

italienischer Sommersalat mit Kichererbsen, Provolone und Oreganodressing (nancy`s chopped salad)

Seit Wochen warte ich auf die richtige Gelegenheit "nancy`s chopped salad" zu machen. Das Rezept habe ich beim Stöbern auf einem meiner Lieblingsblogs gefunden: the smitten kitchen (New York). Die Zutaten lasen sich unglaublich lecker. Und gestern war es dann soweit: Das jährliche Haus-Sommerfest stand auf dem Programm. Alle Hausbewohner treffen sich am späten Nachmittag im Hinterhof, es wird gerillt und gegessen und getrunken und viel gequatscht. Und jeder bringt irgendetwas Ess- oder Trinkbares mit. Feine Sache und die Gelegenheit, nancy`s choppded salad nach Deutschland zu holen. Ich habe mich streng nach Den Perelman`s Angaben gehalten, lediglich die Peperoncini habe ich durch rote Paprika und die Kirschtomaten durch "normale" Tomaten ersetzt.


Angaben für eine große Schüssel:

Oreganodressing:
60 ml Olivenöl
60 ml Rotweinessig
Saft einer halben Zitrone
2 kleine Knobizehen, gepresst
2 gestrichene TL Oregano, getrocknet
2 gehäufte TL Salz
3 Umdrehungen Pfeffer aus der Mühle

Alle Zutaten mischen und ordentlich rühren....

Salat:
400 g gekochte Kichererbsen aus der Dose, abgetropft
1/2 Eisbergsalat, gewaschen und in kleine Stücke geschnitten
1 kleiner Kopf Radiccio, gewaschen und in kleine Stücke geschnitten
200-250 g Provolone (würziger italienischer Käse) am Stück, in kleine Würfel geschnitten
200-250 g nicht zu fette Hartsalami, in kleine Würfel geschnitten
1 rote Paprika, gewaschen und in kleine Würfel geschnitten
1 rote Zwiebel, geviertelt und in feine Ringe geschnitten
300-350 g kleine Kirschtomaten, gewaschen und halbiert


Salatzutaten in eine große Salatschüssel geben und gut mischen.
Dressing zugeben und gut mischen.
Fertig!

Samstag, 4. April 2015

Mein erster Schritt zurück in die Bloggerwelt mit nichts als meinem Happy-Sandwich in der Hand...

15 Monate hat mein Blog in feinstem Schneewittchenschlaf verbacht. Die Schlafkur war nicht verordnet oder beabsichtigt. Nein, so war es nicht. Um es kurz zu sagen: 2014 war ein Jahr mit traurigen Ereignissen und wenig kreativer (Küchen)tätigkeit. Hinzu kam eine Art Schreiblähmung. Die Worte wollten einfach nicht kommen. 
Aber heute tippen die Fingerlein wieder ganz flink über die Tastatur...
Um es nicht gleich zu übertreiben, beginnen wir den Neustart ganz gemächlich mit einem leckeren Vollkorn-Sandwich. Bestrichen mit Frühstückspesto (süsslich im Geschmack) und belegt mit Tomate, Paprika, Rucola und Parmesan. Das Sandwich lässt sich sehr gut vorbereiten. Es passt als Frühstück, Mittagssnack oder Fernsehabendbrot. Ich bin ein totaler Fan von selbstgemachten Sandwiches. Hübsch verpackt in einer Lunchbox (z.B. von Rice) machen sie auch unterwegs viel Freude und schmecken 1000mal besser als die remouladebeschmieren Semmeln, die man unterwegs kaufen kann. Der Fantasie sind bei der Zusammenstellung der Zutaten keine Grenzen gesetzt. 
Trau Dich einfach, wilde Kombinationen auszuprobieren. Unten findest Du noch einige meiner Lieblingsvarianten.


Frühstückspesto:
120 g abgetropfte getrocknete Tomaten in Öl link
40-50 g Vollkornkekse mit Sonnenblumenkernen und Korinthen
etwas Tomatenöl
Alle Zutaten im Mixer vermischen, bis eine streichfeste Masse entstanden ist.

2 Scheiben Lieblings-Vollkornbrot (quadratisch) mit einem guten Teelöffel Frühstückspesto bestreichen 
und mit einer reifen Fleischtomate (in Scheiben und ohne die Enden, die flutschen raus), 1/2 roten Paprika 
(in Streifen), 10 g Rucola und 4 dünn gehobelten Scheiben Parmesan belegen. 
Wer mag, kann die Tomatenscheiben vorher salzen und pfeffern. Fertig!


Wem das Frühstückspesto zu süß ist (die Kekse sind Schuld) der nimmt eine würzige Streichunterlage, zum Beispiel Pesto alla genovese, Pistazien-Oliven-Pesto, Htipiti oder meine Schafskäsepaste.

Auch noch lecker sind folgende Sandwich-Varianen:
  • Camembert mit Himbeermarmelade und Rucola
  • Gorgonzola mit weichen Birnenscheiben (leicht zerdrückt), Walnüssen (grob zerkleinert) und Kresse
  • Mozzarella di Bufala mit Tomatenscheiben und frischem Basilikum
  • Schafskäsepaste mit frisch gerösteten Pinienkernen, Olivenscheiben und getrockneten Tomaten
Viel Spaß beim Kombinieren!

Sonntag, 22. Dezember 2013

Thunfisch-Sashimi auf einem limettigen Avocadobett

Hallo Du Leser Du...ich wollte mich so kurz vor Weihnachten noch einmal gemeldet haben...
Wie geht es Dir da draußen in der Welt? Hast Du alles erledigt, was Du erledigen wolltest oder schiebst Du es noch vor Dir her und hast das Gefühl, dass Dir alles über den Kopf wächst?
Ich halte es an solchen Tagen wie Carrie Bradshaw: Einfach runterfahren und neu booten! 

Falls Dir die fehlende Vorspeise für Weihnachten im Moment noch Magenschmerzen verursacht, sind vielleicht sind meine Thunfisch-Sashimi die Lösung. Sie sind einfach in der Herstellung, sind frisch& spritzig und lassen durchaus noch Hauptgang und Nachtisch zu. 


Zutaten für 2 Personen:
180 g roher Thunfisch in Sushiqualität, mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben geschnitten
2 EL helle Sojasauce
2 EL Reisessig
2 EL Olivenöl
1 TL Sesamöl
Messerspitze Wasabi

1 gut reife Avocado (ich mag die Sorte "Hass"), in Stücke geschnitten
8-1o Cocktailtomaten, halbiert
3 Frühlingszwiebeln, in Scheiben geschnitten
Saft einer Limette
2 gehäufte EL frischer Koriander (oder Petersilie), kleingerupft
Salz&frisch gemahlener Pfeffer aus der Mühle
1 TL Sesam (in der Pfanne leicht angeröstet)


Sojasauce, Reisessig, Olivenöl, Sesamöl und Wasabi in einer Schüssel verrühren, Thunfisch einlegen, gut mit der Marinade bedecken und 2 Stunden marinieren lassen.
Avocado, Tomatenhälften, Koriander (oder Petersilie) und Frühlingszwiebeln in einer Schüssel mit dem Limettensaft beträufeln und mit Salz&Pfeffer würzen. Auf zwei Tellern verteilen.
Den marinierten Thunfisch darauf anrichten und mit den Sesamkörnern bestreuen.

Ich wünsche Dir ein fulminantes Weihnachtsfest!

Sonntag, 1. Dezember 2013

Eggnog made for a long winter`s nap!

Spätestens zum 1. Advent solltest Du Dich fragen: Welcher Weihnachts-Typ bin ich dieses Jahr?
Will ich zu "Merry Christmas" in der Disco abhotten, lieber weitweitweg in der Sonne liegen und mich am Abend mit einem Cocktail vergnügen, mich mit dem/der Liebsten in einer Berghütte vor dem offenen Feuer tummeln, so tun, als ob nichts wäre und chipsessend vor der Glotze sitzen oder bin ich dieses Jahr der Klassik-Typ: hoffend auf Schnee und dick-beschleifte Geschenke unter dem Weihnachtsbaum? Welcher Weihnachts-Typ bist Du dieses Jahr?

Ich mag es gerne klassisch. Eine ordentlich belichterte Vorweihnachtszeit mit Weihnachtsmarkt-besuchen, am 24. Dezember: Baumschmücken, dazu "Michel aus Lönneberga", stündliches Nase-aus-dem-Fenster-halten (um zu sehen, ob es denn nun endlich angefangen hat zu schneien, auch wenn der Wetterbericht 10 Grad und Sonne vorausgesagt hat), ein üppiges Schaumbad, eine schmierige Haarkur, ein schwarzes Kleidchen, Stollen und Sekt zum Feiertags-Frühstück...

Dieses Jahr hat eine amerikanische Tradition Einzug in unser Heim gehalten: Eggnog!
Eier, Sahne, Zucker und rauchiger Bourbon - alles zu einer cremiges Masse aufgeschlagen, in einem schönen Glas serviert und in Ruhe genossen - hohoherrlich! 

Zum 1. Advent angemacht hält sich der Eggnog gekühlt bis Weihnachten...oder auch nicht :-).


Dieses Rezept stammt von Rob Kasper, einem bekannten amerikanischen Food-Journalisten (vielen Dank liebe B. fürs Weitergeben)
. Die Mengenangaben habe ich übersetzt. 

WORLD`S GREATEST EGGNOG (1,5 Liter):

400 ml bourbon
800 ml wipping cream
200g suger
6 egg yolks (ca. 120g )

Pour bourbon into very large mixing bowl.
Stir in sugar.
Let sit several hours - overnight, if you can wait.

Beat egg yolks (no whites) until they are an ugly yellow color.
Fold them into the bourbon-sugar-mixture.
Let sit for two hours, if you can wait.

Whip the cream until stiff.
Fold into the bourbon-egg-mixture.
Let sit for one hour, if you can wait.

Serve in cups.
Nutmeg not permitted.

Allen Lesern eine friedliche Adventszeit!