Sonntag, 16. Dezember 2012

Auf der Suche nach DEINEM Lieblings-Lasagne-Rezept und eine Verlosung!

Vergangene Woche gab es im Hause Alex mal wieder Lasagne. Ganz klassisch. Mit einer ordentlich gewürzten Bolognese und einer cremigen Béchamel. Darauf kam ordentlich viel Käse, der den Ofen in goldgelbem Zustand verließ. Lasagne ist eine feine Sache. Sie lässt sich gut vorbereiten, einfrieren, teilen, aufbacken....sie schmeckt warm und kalt, zu Bier und Wein. Einfach großartig!


Aber ehrlich gesagt: Ich bin in puncto "Lasagne" etwas langweilig aufgestellt. Ich mache nämlich immer nur genau diese eine. Pah! Das muss sich in 2013 schwerst ändern. Und daher frage ich DICH: Welches Lasagne-Rezept magst Du besonders gerne? Eins mit Lachs? Oder Wirsing? Oder mit Rote Beete? Sag es mir! Es soll auch nicht zu Deinem Nachteil sein, denn unter allen Einreichern verlose ich drei 10 Euro-Gutscheine von zalando. Wusstest Du, dass es bei zalando nicht nur Schuhe und Klamotten, sondern auch wunderbarstes Küchengedöns gibt? Bitte mal hier gucken!


Bevor es zu den Spielregeln geht, komme ich aber erstmal mit meinem Rezept.
Für eine Form von 23x30x6 cm (Innenmaß) benötigst Du (6 Portionen):

1 kg bestes Rinderhack
3 kl. Dosem gestückelte Tomaten (je 400g)
500g passierte Tomaten
5 Knobizehen (gewürfelt)
2 mittlere Zwiebel (gewürfelt)
2 Karotten (gewürfelt)
2 Scheiben Sellerie (gewürfelt)
Olivenöl zum Braten
mindestens je 2 gestrichene EL gtrocknete Kräuter (Oregano, Basilikum)
Chili aus der Mühle
Pfeffer aus der Mühle
Salz

75g Butter
60g Mehl
750 ml Milch

Pfeffer aus der Mühle
Salz
Muskat

Lasagneblätter (ohne Vorkochen)
200g geriebener Emmentaler

Knobi-, Zwiebel-, Karotten- und Selleriewürfel in einem großen Topf in Olivenöl anbraten.
Hackfleisch zugeben und scharf anbraten.
Tomaten zugeben und alles unter Rühren einköcheln lassen.
Mit den Gewürzen abschmecken (ordentlich (über)würzen, da die Béchamel alles neutralisiert).

Für die Béchamel die Butter in einem Topf schmelzen.
Mehl zugeben und rühren.
Topf von der Herdplatte nehmen und die Milch zugeben.
Topf zurück auf die Herdplatte stellen, die Sauce kurz aufkochen und eindicken lassen.
Mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken.
Form mit etwas Olivenöl bepinseln.
Etwas Béchamel auf dem Boden verteilen.
Erste Schicht Lasagneblätter auf dem Boden verteilen (sie können ruhig überlappen).
Abwechselnd Bolognese, Béchamel und Lasagneblätter in die Form schichten.
Mit Bolognese enden.
Käse auf der letzten Schicht verteilen.
Bei 200°C 20 Minuten im Ofen überbacken.

      

Teilnahmebedingungen:
Mitmachen darf jeder! Bitte hinterlasst einen Kommentar hinter diesem Beitrag, der entweder einen link zu Deinem Blogbeitrag (gerne auch Archiv) oder Dein Lasagne-Rezept enthält. Einsendeschluss ist der 31.12.2012, 23.59 Uhr! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden am 01.01.2013 hier bekannt gegeben.

Nachtrag vom 06.01.2013 - Auslosung:
Liebe Teilnehmer, habt Dank für Eure Rezepte und entschuldigt, dass ich die Gewinner der drei Zalando-Gutscheine erst heute bekannt gebe (die Faulheit hat in den letzten Tagen gesiegt ;-).

8 Teilnehmer (bis 31.12.2012, 23.59 Uhr), 8 Zettelchen:


Davon 3 Gewinner:


Herzlichen Glückwunsch liebe Anja (bloglos ;-), Kerstin (Verboten gut) und 
Sandra (From-Snuggs-Kitchen) und viel Spaß mit den Gutscheinen. 
Die Codes schicke ich Euch per E-Mail.

Viele Grüße

Alex

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Kulinarischer Adventskalender-Türchen Nr. 5: Glühwein-Zabaione trifft auf Vanille-Eis (nach David Lebovitz) und Crêpes!

Ich bin immer wieder aufs Neue überrascht, was sich die Welt in Sachen "Adventskalender" so einfallen lässt. Früher hatte man die hübschen Exemplare mit Winterlandschaften und viel Glitzer (habe ich heute übrigens noch). Dann kam Schokolade. Inzwischen findet man solche mit Müsli, Kaffee, Schnäpschen, Rubbel-Losen, Überraschungseiern, Whisky oder Bierflaschen.

Und dann gibt es für alle Menschen mit Internetanschluss seit 2005 den kulinarischen Adventskalender von Zorra. Jedes Jahr im Dezember beglückt sie zusammen mit 24 Bloggern die Welt mit weihnachtlichen Rezepten. Für jeden Tag ein virtuelles Türchen. Hinter jedem Türchen ein Rezept. Zum kulinarische Adventskalender (mit Gschänkli-Gewinnspiel) 2012 geht es  hier entlang...

Dieses Jahr dufte ich mit machen...


...und mich um Türchen Nr. 5 kümmern...

Klick mich an!

Ich hoffe, dass Euch mein weihnachtliches Rezept genauso schmeckt, wie mir.

Für die Zabaione (3-4 Personen):
4 Eigelb (von Bio-Eier Größe "M")
40g Zucker
100 ml Glühwein - vorzugsweise selbstgemacht (Rotwein, Zimtstange, Anis...ohne Zucker)

Eigelb und Zucker mit dem Schneebesen im Wasserbad (Achtung...nicht zu heiß) schaumig rühren.
Nach und nach den Glühwein zugeben und rühren, rühren, rühren.
Das Wesentliche ist, dass das Wasserbad und die Eiermasse nicht zu heiß wird (die Masse gerinnt sonst).
Wenn Du Deinen Finger nicht mehr schmerzfrei eintunken kannst, ist die Temperatur eindeutig zu hoch!
Du kannst die Zabaione ruhig ab und zu 30 Sekunden ruhen lassen und dann weiterrühren...
Die Creme ist richtig, wenn sie schön cremig ist.


Für das Vanilleeis (Vorratsportion):
250 ml Milch
100g Zucker
500 ml Sahne
Prise Salz
3 Vanilleschoten (ausgekratzt)
6 große Eigelb

Das Rezept habe ich aus dem Buch "The perfect Scoop" von David Lebovitz. Nach mehrmaligem Hin- und Herprobieren nehme ich inzwischen aber weniger Zucker und statt "vanilla extract" "echte" Vanille.

Milch, Zucker, 250 ml Sahne und Salz in einem mittleren Topf erwärmen. 
Ausgekratztes Vanillemark sowie die Vanilleschotenschalen (VSS) dazugeben.
Topf von der Platte ziehen, Deckel aufsetzen und die Masse 30 Minuten ziehen lassen.

Die verbleibenden 250 ml Sahne in einen großen Topf geben.
Ein Sieb daraufsetzen!
In einer Schüssel die Eigelbe verrühren. Die warme Vanillemilch langsam dazugeben und rühren.
Die Masse zurück in den Vanillemilch-Topf geben und bei mittlerer Hitze so lange rühren, bis sie eindickt. Masse durch das Sieb zur Sahne geben und im Eisbad kalt rühren.
VSS aus dem Sieb zugeben und das Gemisch im Kühlschrank runterkühlen.
VSS entfernen und die Masse in der Eismaschine zu Eis gefrieren lassen.
Auf meinem Bild ist das Eis (Dank "Tageslichtlampe") schon sehr flüssig-so sollte es nicht sein.


Für die Crêpes (4 - 6 Stück):
300 ml Milch
3 Eier
250g Mehl
Prise Salz
2 EL Zucker
Schuss Sprudelwasser
Schuss Rum
Pflanzenöl zum Braten

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verrühren.
Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen.
Teig in die Pfanne geben (sehr sehr dünn).
Crêpes hellbraun backen und ggf. im Backofen warmhalten.

Crêpes mit Vanilleeis und der Glühwein-Zabaione servieren.

Ich wünsche allen Lesern eine schöne Vorweihnachtszeit.
Ein besonderer Dank geht an Zorra, die sich jedes Jahr mit diesem Adventskalender viel viel Mühe gibt!

Herzlichst - Alex!

Sonntag, 2. Dezember 2012

Weihnachtsschickerei: Stollenbrötchen, Orangen-Zitronengelee, Karamellcreme mit Fleur de Sel und ein Tütchen Orangenzucker

Vergangene Woche war es mal wieder soweit: Diverse Pakete mit "Post aus meiner Küche (PAMK)" durchstreiften die Lande, um die jeweiligen Tauschpartner mit weihnachtlichen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Wer noch nicht weiß, worum es bei PAMK geht, kann hier nachlesen.

Meine Tauschpartnerin in dieser Runde war Katrin aus Bremen, die mich mit "gebranntem Apfel", "Walnussgrappa", "eingelegten schwarzen Walnüssen" und "Apfel-Chutney" überrascht hat. Alles hübsch verpackt in einer roten Kiste. Liebe Katrin, ich habe mich wahnsinnig gefreut!

Mein Paket verließ Wiesbaden in Richtung Bremen mit folgendem Inhalt:
  • Stollenbrötchen
  • 1 Glas Orangen-Zitronengelee
  • 1 Glas Karamellcreme mit Fleur de Sel
  • 1 Tütchen Orangen-Zucker

Mein Rezept zum Orangen-Zitronengelee findest Du hier.
Das Rezept zur Karamellcreme mit Fleur de Sel habe ich von Kathrin (photisserie) stibitzt. Look here!

Und nun zu den Stollenbrötchen:


Für 22 Stück benötigst Du folgende Zutaten:
125 g gestiftete Mandeln
250 g Rosinen
60 g Korinthen
25 g Zitronat
25 g Orangeat
Abrieb und Saft einer 1/2 Bio-Zitrone
1 Gläschen Rum
500 g Mehl
60 g Hefe
90 g Zucker
1/8 l Milch (lauwarm)
250 g Butter
Butter zum Bestreichen
1/2 Päckchen Puderzucker
Wer mag: Marzipan


Rosinen und Korinthen waschen, trocknen und mit Mandeln, Zitronat, Orangeat in einer Schüssel mischen. Zitronenabrieb, Zitronensaft und Rum darüber geben. Schüssel zudecken und eine Nacht (!) an einem kühlen Ort durchziehen lassen.

Am nächsten Tag:
Hefe mit der lauwarmen Milch und etwas Zucker zu einem Vorteig verarbeiten und an einem warmen Ort 15 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit das Mehl in eine Schüssel sieben, Zucker und Butterflocken darauf verteilen. Vorteig dazugeben und den Teig kräftig kneten, bis er sich von der Schüssel löst. Die Früchte darunter kneten und den Teig weitere 30 Minuten gehen lassen. 

Mit der Hand flache Kugeln (70 g) formen. Weg mag kann etwas Marzipan in die Kugelmitte drücken. Teigkugeln auf ein Backblech (Backpapier nicht vergessen) legen. Abgedeckt weitere 15 Minuten gehen lassen. 20-30 Min. bei 200°C /Umluft) backen. Zwischendurch Garprobe (Holzspieß) machen.  
Die süßen Stollenbrötchen schmecken wunderbar mit Butter und Orangen-Zitronengelee.


Und nun: Orangenzucker:

Orangenzucker gibt Desserts, Quark und Joghurt ein feines Orangenaroma.
Wer mag, ersetzt den Zucker in der Endverarbeitung durch Salz (passt zu Fisch).

4 Bio-Orangen
75 g Zucker + Zucker für die Entverarbeitung
100 ml Wasser

Backofen auf 100°C vorheizen.
Orangen waschen und trockenreiben.
Schale mit einem Sparschäler dünn abschälen.
75g Zucker mit dem Wasser aufkochen.
Orangenschalen zugeben und 5 Minuten mitkochen, danach absieben und sehr gut abtropfen lassen.
Orangenschalen auf einem mit Backpapier belegtem Backblech verteilen.
Backofen auf 70°C herunterschalten und die Schalen 2 Stunden hart trocknen.
Im Backofen auskühlen lassen.
Sollten die Schalen noch pappig sein, diese in einer Schüssel auf den Heizkörper geben und vollständig austrocknen lassen.
Orangenschalen in einem Mixer sehr fein mahlen.
Zucker (Menge nach eigenem Gusto) zugeben und erneut mahlen.
Orangenzucker licht- und luftgeschützt aufbewahren.


...und so ging die Weihnachtsschickerei auf die Reise...


Ich wünsche allen Leser und den drei Damen von der Post eine schöne Adventszeit.

Eure Alex

Sonntag, 18. November 2012

Frische-Kick: Mango mit Mozzarella di Bufala und Piment d'Espelette

In meiner Mittagspause schlendere ich gern durch die Straßen von Frankfurt, stöbere bei "Zweitausendeins" nach Büchern und CDs,  trinke bei "Wackers" einen Kaffee oder schaue im "Gewürz- und Teehaus Schnorr" vorbei. Bei "Schnorr" bekommst Du jedes noch so ausgefallene Gewürz und die verrücktesten Teesorten. Vergangenen Donnerstag war ich wieder dort. Und war hocherfreut, als mich der nette Mitarbeiter fragte, ob ich einen kleinen Happen Mango-Mozzarella-Salat probieren wolle. Klaro! Die Kombination aus frischer Mango, dem weichen Käse, einem Hauch "Piment d'Espelette", mildem weißen Balsamico und ordentlich Olivenöl hat mir mehr als geschmeckt. Und daher gab es den "Salat" auch gleich am Freitagabend bei uns zu Hause.


Für zwei Tellerchen benötigst Du:
1 sehr reife Mango
1 Kugel  "Mozzarella di Bufala"
milden weißen Balsamico
schönes Olivenöl
einen Hauch "Piment d'Espelette"
einige Blättchen Basilikum


Mango schälen und in feine Scheiben (oder auch Stücke) schneiden.
Mozzarella in kleine Stücke schneiden.
Beides auf einem schönen Teller anrichten.
Mit Balsamico und Olivenöl beträufeln.
Piment d'Espelette und einige Basilikumblätter darüber verteilen.

Fertig!


Ich wünsche allen Lesern einen schönen Sonntag!

Mittwoch, 14. November 2012

Alte Schätzchen und salzige Eier: Soleier!

Wenn ich das Wort "Soleier" höre oder lese, sehe ich eine vertäfelte rauchschwangere Kneipe oder einen Tante-Emma-Laden mit üppiger goldfarbener Kasse vor mir. Auf dem Bar- bzw. Verkaufstresen steht ein großes Glas mit gekochten Eiern. Daneben ein Schild: "Soleier - 25 Pfennig/Stück". Soleier existieren nur in meiner Erinnerung. Im wahren Leben habe ich sie seit Jahren nicht mehr gesehen. Irgendwie sind sie wie von Zauberhand mit dem Zigarettenrauch aus den Kneipen und den schönen alten Lebensmittelläden verschwunden. 

Nun begab es sich, dass Dorothé von bushcooks kitchen und Zorra zum Blog-Event "Alte Schätzchen"  aufriefen (an dieser Stelle herzlichen Dank an die beiden Gastgeberinnen). Alte, in Vergessenheit geratene, Kochbücher sollten aus dem Dornröschen-Schlaf erweckt werden. Gesagt, getan. Beim Durchstöbern meines Bücherregals fiel mir ein altes Erbstück meiner Oma B. in die Hände: "Das praktische neue Kochbuch" (C. Bertelsmann-Verlag, 2. Auflage, 1953).


Beim Durchblättern blieb ich auf Seite 148 hängen. Soleier!


 Endlich ein Anlass, um die in Vergessenheit geratenen Eier ins reale Leben zurück zu holen!

Für ein 500 ml Glas (mit Deckel) benötigst Du 4 Eier, einen gehäuften EL Salz und 350 ml Wasser.

Eier ca. 10-12 Minuten hart kochen und in kaltem Wasser abkühlen lassen.
Salz unter Rühren im Wasser auflösen.
Eier brüchig klopfen, in das Glas geben und mit der Salzlösung auffüllen.
Eier mindestens 24 Stunden ziehen lassen.



Ei pellen, halbieren, Eigelb vorsichtig entfernen.
In die Eiweißhülle etwas Essig, Öl, Senf, Salz und Pfeffer geben.
Eigelb wieder einlegen.
Ei essen und selig werden (auch "Selig-Ei" genannt).



Was fällt Dir zum Thema "Soleier" ein?

Donnerstag, 8. November 2012

Focaccia mit Auberginen und Halloumi-Käse

Der Teig ist bei einer Foccacia das "a" und "o". Der Belag kann noch so toll sein, wenn der Teig darunter wie Pappe schmeckt, er zu trocken oder zu dick oder zu dünn ist. Daher war ich sehr begeistert, als Christina -im Mai diesen Jahres- ihr Lieblings-Foccacia-Rezept vorstellte. Ich habe das Fladenbrot in der Zwischenzeit schon einige Male gebacken und bin von dem Teig mehr als begeistert. Vergangenes Wochenende gab es wieder Focaccia. Diesmal mit Auberginen und Halloumi-Käse. Achtung: Der Teig braucht viel Ruhe (fast 2,5 Stunden)...Zeit bitte einplanen...


Den Teig habe ich 1:1 von Christina übernommen, habe nur etwas mehr Salz zugefügt.

Für eine große Foccacio (ergibt 4 Stücke) benötigst Du:
  • 1 kleine Kartoffel
  • 10 g frische Hefe
  • 1 EL lauwarme Milch
  • 1 EL Buttermilch
  • 1/2 TL Zucker (braun)
  • 160 g Mehl (405)
  • 75 ml Mineralwasser
  • 25 ml Buttermilch
  • 1 gehäufter TL Salz
  • Olivenöl 
Belag:
  • Olivenöl
  • 2 Knobizehen (in Scheiben geschnitten)
  • 1 Aubergine (ca. 300g)
  • 150 g Halloumi-Käse
  • handvoll entsteinte Oliven (grün oder schwarz, je nach Laune), in Scheiben geschnitten
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Salz aus der Mühle
  • Hauch Piment d`Espelette
  • Haushaltssalz für die Auberginen
  • ggf. Thymianblättchen oder Wildkräuter


Die Kartoffel weich kochen, abschrecken und pellen. Mit einer Gabel verdrücken und zur Seite stellen. Die Hefe mit der lauwarmen Milch, dem EL Buttermilch, Zucker und 1 TL Mehl glatt Rühren. Restliches Mehl in eine Schüssel geben, Mulde eindrücken und die Hefemilch angießen. Hefe mit etwas Mehl von Rand bestäuben und den Teig in einer Schüssel (abgedeckt) ca. 20 Min. an einem schönen warmen Ort gehen lassen. Mineralwasser, 25 ml Buttermilch, Thymian, Salz und 1 EL Olivenöl zugeben und alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Die Kartoffel unterkneten, eine Kugel formen und den Teig (abgedeckt) weitere 60 Min. gehen lassen. Auberginen und Halloumi vorbereiten (siehe nächsten Absatz). 
Teig auf einem bemehlten Backpapier ca. 1 cm. dick ausrollen, abdecken und weitere 60 Min. ruhen lassen. Nach 45 Minuten den Backofen auf 200 Grad Celsius (Ober-/Unterhitze) vorheizen. 
Nach der Ruhezeit den Teig mit einem guten Schuss Olivenöl beträufeln und 40 Minuten backen.
Nach 30 Minuten Knobi, Auberginen, Halloumi und Oliven auf den Fladen drücken, mit Olivenöl beträufeln und mitbacken.


Während der Teig ruht, die Aubergine waschen und in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben mit dem Haushaltssalz bestreuen und in einen tiefen Teller schichten. 15 Minuten ziehen lassen. Halloumi ebenfalls in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Auberginen abtupfen und mit dem Käse in einer Pfanne mit reichlich Olivenöl goldbraun backen.

Fladen aus dem Ofen nehmen und zügig mit Pfeffer+Salz aus der Mühle und Piment d`Espelette würzen. Wer mag, kann noch einige frische Tymianblätter oder Wildkräuter über die Focaccia geben. Sehr fein!

Was sagst Du dazu?

Sonntag, 21. Oktober 2012

Toujours Provence: Grand Aioli avec lègumes et poisson

Du hast hohen Blutdruck? Fühlst Dich matt und ausgelaugt? Dir fehlt der richtige Antrieb? Dann brauchst Du eindeutig eine ordentliche Portion Knoblauch im Herz-Magen-Blutkreislauf. "Grand Aioli" bekommst Du rezeptfrei, sie schmeckt noch dazu außerordentlich lecker und die Einnahme einer Überdosis ist kaum möglich. Gemüse, Fischfilets und hartgekochte Eier treffen auf eine ordentliche Portion cremige Aioli. Frisch angerührt, versteht sich. Richtig lustig wird es, wenn man die Aioli in großer Runde genießt. So ähnlich wie Fondue:  Quaken, tunken, essen, quaken...


Die "Grand Aioli" ist eine Spezialiät aus Südfrankreich - trotzdem findest Du sie dort nicht an jeder Hausecke. Also greif zu, wenn Du sie in einer schönen Brasserie auf der Speisekarte findest. Oder Du machst sie selbst. Nach diesem Rezept:

Für 1 Liter Aioli (reicht locker für 8-10 Personen) benötigst Du:

12 Knoblauchzehen (Ail rose)
4 Eigelb
1 TL Zitronensaft
500 ml Olivenöl
300 ml Sonnenblumenöl
Salz
Cayennepfeffer

Menge der Beilagen nach eigenem Gusto:
Gemüse 
Karotten
Blumenkohl
Brokkoli
Champignons
Kartoffeln
hartgekochte Eier
Fischfilets Deiner Wahl (z.B. Kabeljau)


Für die Aioli:
Alle Zutaten müssen Zimmertemperatur haben.
Knobi schälen, halbieren und den Keim entfernen, damit die Aioli nicht bitter und scharf wird.
Knobi pressen und mit dem Eigelb und dem Zitronensaft mischen.
Öl in dünnem Strahl mit dem Handrührgerät unterrühren.
Mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken.
Falls die Aioli zu fest wird, einfach etwas warmes Wasser unterrühren.
Kühl stellen!

Eier hart kochen.
Kartoffeln waschen und mit der Pelle gar kochen.
Gemüse putzen, in mundgerechte Stücke schneiden und bissfest garen.
Champignons putzen, vierteln und in anbraten.
Fisch blanchieren oder braten (was Du lieber magst)

Die Beilagen heiß mit der gekühlten Aioli servieren - bon appetit!

Toujours Provence:





Montag, 15. Oktober 2012

Röstbrot mit Pastinaken-Knoblauch-Butter

Ein anständiges Butterbrot ist ganz was Feines. Besonders, wenn es sich um ein Sauerteigbrot mit einer hübsch dunklen, zahnbrecherischen Kruste handelt und die Butter schön frisch ist. Ich esse am Wochenende zum Frühstück vorzugsweise Butterbrot. Dazu nehme ich ein Ei im Glas und einen Milchkaffee. Das Leben kann so einfach sein ;-). Nun ruft Heike doch tatsächlich zum Butterbrot-Event auf, für das ich ein ordentliches Röstbrot mit Pastinaken-Knoblauch-Butter spendiere...

(Rezept: Marion, Foto: Horst ;-))

Zutaten:
250g Pastinaken
1 Knobizehe (verdrückt)
3 El Butter
50g geriebenen Bergkäse (schön kräftig)
Salz
Pfeffer
Hauch Muskat
4-6 Scheiben dunkles Sauerteigbrot

Pastinaken würfeln und in Salzwasser weich garen.
Pastinaken mit einer Gabel zerdrücken und mit Butter und Knobi vermischen.
Abkühlen lassen.
Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Pastinakenmasse mit Salz abschmecken und auf den Brotscheiben verteilen.
Brot mit dem Käse, Pfeffer und Muskat bestreuen und 10 Minuten backen.
Röstbrote mit einem kühlen Getränk servieren!

Freitag, 5. Oktober 2012

Chinesisches "Familienglück": Hühnchen in einer tomatigen Erdnuss-Sauce

Wenn Du ein Gericht suchst, das schwerst nach Erdnüssen und gleichzeitig tomatig frisch schmeckt, extrem schnell in der Zubereitung ist und Deine Waage in Nullkommanichts um 500g nach oben schnellen lässt, dann bist Du hier richtig. Ich bin bereits 38 Jahre süchtig nach tomatiger Erdnuss-Sauce. Schuld daran ist das "Familienglück" eines chinesischen Restaurants, das es vor langer langer Zeit in Mainz am "Brand" gab. Ich berichtete bereits. Nach jahrelanger Suche bin ich durch Zufall über dieses Rezept gefallen und tatsächlich...die Sauce schmeckt wie damals. Schmacht! 


Wenn Du jetzt die Zutatenliste durchgehst, wird China in weite Ferne rücken. Aber seien wir doch ehrlich: Welche Gerichte, die wir hier in Deutschland in einem Chinarestaurant zu essen bekommen, gibt es vor Ort denn nun wirklich...? 

Fazit: Ob chinesisch oder nicht - die Sauce ist einfach schmetterlingstlecker!

Für 4 Personen brauchst Du...
500g glückliche Hühnerbrust (in schmale Scheiben geschnitten)
2 kleine Zwiebeln (grob gewürfelt)
2 EL Tomatenmark
500 g passierte Tomaten (wer es ernussiger mag, eher weniger)
250 g Erdnusscreme aus dem Glas (wahlweise mit oder ohne Crunch)

5 Champignons (geputzt und in Scheiben geschnitten)
1 Stange Lauch (geputzt und in dünne Scheiben geschnitten)
Öl für die Pfanne
Reis

Öl in der Pfanne erhitzen.
Zwiebelwürfel anrösten.
Hühnchenbrust zugeben und anbraten. Aus der Pfanne nehmen.
Tomatenmark zugeben.
Passierte Tomaten und Erdnusscreme zugeben.
Wer die Sauce lieber geschmeidig haben möchte, püriert das Erdnuss-Tomatengemisch mit einem Pürierstab. Wer die Zwiebelwürfel bzw. den Erdnusscrunch in voller Pracht erleben möchte, lässt die Sauce wie sie ist.


Hühnchen wieder zugeben und erwärmen.

In der Zwischenzeit den Reis kochen und die Champignons- und Lauchscheiben in einer separaten Pfanne anschwitzen. Erdnusshühnchen mit Reis in einer Schale anrichten. Mit den Champignons (fehlen auf meinem Foto) und dem Lauch anrichten. Wer mag, kann das Gericht mit gerösteten Erdnusskernen garnieren!
Dieses Rezept widme ich meinen Papa, der immer ganz brav das Erdnusshuhn beim Chinesen mit mir geteilt hat, sowie ZORRA (und ihrem Blog-Geburtstag), die inzwischen ein Teil meines Lebens geworden ist.

Best wishes!

Alex

Samstag, 29. September 2012

Der "Canal du Midi" in Wiesbaden, Hühnchenschenkel mit Mandeln und Feigen in einer feinen Safransauce und das echte Frankreich

Nach 3.830 km bin ich wieder da. Der Wiesbaden-Mann und ich sind durch Frankreich gebraust, haben ganz schön viel gesehen (Ardèche, Provence, die Cote d`Azur) und viele Eindrücke mit nach Hause gebracht. Wir sind noch ganz hin und weg.

Hier in Wiesbaden kann ich ein klein wenig Frankreich kaum 3 Minuten fusswegweitweg erleben. Beim "Canal du Midi". Es handelt sich hierbei weniger um den kleinen Kanal im Süden von Frankreich, als vielmehr um Wiesbadens beste französische Weinbar. Hier sitzt man ungezwungen zusammen (in Sommer auch im Freien), süffelt ein oder fünf Gläschen Wein und schnabuliert nebenbei leckere Kleinigkeiten. Zweimal in der Woche gibt es ein(e) "plat du jour" - ein frisch gekochtes Tagesgericht. Mit Fisch, mit Fleisch oder auch vegetarisch. Wer immer aktuell informiert sein möchte, sollte sich einfach den Newsletter abonnieren. Einer meiner Lieblingsweine aus dem "Canal du Midi" ist zweifelsfrei der Rotwein vom Chateau L`Ermitage (Costiéres de Nimes), Saint Cécile, Cuvée aus 60% Syrah, 30% Mourvèdre, 10% Grenache. Ein Traum! Den Wein habe ich das erste Mal bei einem Treffen mit Julia von German Abendbrot im "Canal" getrunken und bin Julias Blog und dem Wein seitdem verfallen (wir haben das Weingut während unseres Urlaubs besucht und ich finde auch den "Muscat" sehr fein). In der Weinbar gibt es übrigens auch Bier. Echt fränkisch.

Ein Gericht, das im "Canal du Midi" ab und zu serviert wird, ist das "Poulet Provencal aux Amandes". Die Zutaten wurden mir zugeflüstert (Dank an Steffi) und ich habe das Gericht, im Nach-Urlaubs-Fieber,  (frei interpretiert) nachgekocht.


Zutaten für 2 sehr hungrige oder 4 "normale" Esser:
4 Hühnchenschenkel
8 Knobizehen (geschält und halbiert)
1 große Zwiebel (grob geteilt)
richtig viel frischer Thymian, gehackt
ein Hauch Safran
1 Flasche Weißwein
50 g Mandeln (ganz, abgezogen)
5 Feigen (geviertelt)
Olivenöl für die Pfanne

Ofen aus 190 Grad vorheizen.
Hühnchenschenkel in einem Bräter und in Olivenöl scharf anbraten.
In einer Pfanne die Zwiebel und den Knobi in Olivenöl goldbraun braten. Mit ordentlich Weißwein ablöschen. Safran, Thymian, Mandeln und den Safran zugeben und einköcheln lassen. Mit Salz abschmecken.
Den Sud über die Hühnchenschenkel geben und 40 Minuten in den Ofen geben.
Feigen zugeben und weitere 10 Minuten in den Ofen geben.
Vor dem Servieren schauen, ob das Huhn "durch" ist (kommt auf die Schenkelgröße an), ggf. noch einige Minuten im Ofen belassen.
"Poulet Provencal aux Amandes" mit Baguette servieren.

Nachfolgend noch einige Impressionen aus Wiesbaden und Frankreich:

"Canal du Midi", Blücherstraße 30, 65197 Wiesbaden:









Ardèche, Provence, die Cote d`Azur...







Wer Urlaubstips haben möchte...der schreibe mir bitte eine E-Mail :-)

Bissou - Alex!

Freitag, 31. August 2012

Gruyère-Kekse mit Dip, ital. Muffins und Nuss-Karamell: Ab geht die Post...

Mittwoch, der 29.08.2012: Ankunft im Büro um 8.20 Uhr. Frage meines lieben Zimmergenossen: "Alex, warst Du denn heute garnicht schwimmen? Es ist doch Mittwoch...". Ich: "Nein, ich wollte unbedingt noch heute früh die italienischen Muffins, die ich gestern Abend gebacken habe, verpacken, fotografieren und zusammen mit Gruyère-Keksen, einem Frischkäse-Dip und Nuss-Karamellen auf den Postweg geben." Ein Räuspern von links. Leichtes Stirn-in-Falten-legen. "Aha". "Soso". "Und warum?". Ich: "Na, damit meine Tauschpartnerin Nina pünktlich zu ihrem Picknick-Paket kommt." Irgendwie half der Satz aber auch nicht wirklich, meine frühmorgentlichen Tätigkeiten plausibel zu erläutern. Also erklärte ich ihm in kurzen Zügen, was es mit der Idee von "Post aus meiner Küche" auf sich hat. Ist Dir alles klar?

Dieses Mal stand die Aktion unter dem Motto "Picknick" und meine Tauschparterin war Nina, die mit ihrem Mann den tollen Kindermode-Blog "Butterzart" schreibt (Danke Nina!!!). Ein dicker Knutscher geht auch an die drei Mädels von der Post (Jeanny, Clara und Rike), die sich wieder ganz wunderbar um die Organisation gekümmert haben.

Und das war in meinem Picknick-Paket für Nina:

Weltbeste Gruyère-Kekse mit einem Frischkäse-Dip:


Zutaten:
  • 100 g kalte Butter
  • 60 g Gruyère (alt, gerieben)
  • 160 g Mehl (405)
  • 1 Eigelb
  • guten Schuß Salz 
  • 1 Msp. Backpulver
  • Mehl für die Arbeitsplatte
Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Alle Zutaten zu einem Teig verkneten, dünn ausrollen und mit einem Förmchen Deiner Wahl Kekse ausstechen. Kekse auf ein Blech (Backpapier!) legen und 14 Min. dunkelgelb backen. Abkühlen lassen und in einer Keksdose an einem nicht zu warmen Ort aufbewahren.


Für den Dip einfach etwas Frischkäse mit mildem Paprikapulver und etwas Salz verrühren.
Ich persönlich mag die Kekse einfach so...zu einem Gläschen Wein.



Italienische Muffins: 


Zutaten (12 Muffins):
  • 150 g harte Salami (in kleine Würfel geschnitten)
  • 1 kl. grüne Paprika (entkernt und in kleine Würfel geschnitten)
  • 125 g Mozzarella (in kleine Würfel geschnitten)
  • 1/2 Zwiebel (in kleine Würfel geschnitten)
  • 1 Knobizehe (zerdrückt)
  • 280 g Mehl
  • 2 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 gehäufter TL Salz
  • 2 gute TL Oregano
  • 40 g Parmesan (gerieben)
  • 1 Ei
  • 50 ml Olivenöl
  • 100 g Tomatensauce mit Stückchen (aus der Dose)
  • 200 g Buttermilch
  • 50 g Emmentaler (gerieben)
  • Fett für die Form
Muffinform fetten (ich nehme Olivenöl) und 5 Minuten in die Kühltruhe geben.
Ofen auf 180 Grad O/U-Hitze vorheizen.
Salami-, Paprika-, Mozzarella- und Zwiebelwürfel mit dem Knobi vermischen. In einer separaten Schüssel Mehl, Backpulver, Natron, Salz, Oregano und Parmesan ebenfalls gut vermischen. Mehlmischung zu der Würfelmischung geben. In der freigewordenen Schüssel nun Ei, Olivenöl, Tomatensauce und die Buttermilch verrühren und über die Mehl-Würfelmischung geben. Alle Zutaten sehr gut verrühren. Teig gleichmäßig in die Muffinform geben, Emmentaler darauf verteilen und 50 Minuten im unteren Drittel des Ofens backen. Jetzt einen Probemuffin herausnehmen und die Konsistenz prüfen. Wenn das Innenleben zu matschig ist, die restlichen Muffins nachbacken. Abkühlen lassen und essen!

Achtung:
Auf keinen Fall Muffinpapierunterhütchen (Du weißt, was ich meine) verwenden. Ich habe das ausprobiert und das ging total daneben (Papier durchweicht und backt fest). Und wer den Käse nicht so hart mag, gibt diesen erst nach 30 Minuten auf das Backwerk.


Nuss-Karamell:

Zutaten:
  • 125 g br. Zucker
  • 50g Butter
  • 2 EL Sahne
  • 150 g gemischte Nusskerne
  • Butterbrotpapier zum Verpacken
  • Alufolie
Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen.
Butter und Sahne zugeben und verrühren.
Nussmischung zugeben und verrühren.
Masse auf Alufolie verteilen und abkühlen lassen.
Karamell nach Lust und Laune kleinschneiden und in Butterbrotpapier verpacken.
Achtung: Klebrig!



Viel Spaß beim Picknick!