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Sonntag, 9. Juni 2013

Spaghetti con Salsiccia piccante, Knobi, Bombolini-Tomaten und einer Menge Parmesan

Unverhofft kommt oft. Manchmal kommt das Unverhoffte absolut gelegen, total ungelegen oder ungelegen, aber sinnvoll nutzbar. Eigentlich sollte ich gerade jetzt im Wiesbadener Staatstheater sitzen. Erster Rang, "Barbier von Sevilla". Seit Anbeginn meiner Theater-Abo-Zeit fangen die Vorstellungen um 19.30 Uhr an. Spargel war daher heute für 18.00 Uhr geplant, Abgang zum Theater für 18.40 Uhr, Treffen mit meinem (Theater)freund um 19 Uhr an der Theater-Bar. Kurz und gut: Wir haben es versiebt. Der Barbier sang heute nämlich schon ab 18 Uhr und wir wollten die Vorstellung nicht in Bademänteln sehen. Um mich von dem Ärgernis der verfallenen Karten und dem entgangenen Sekt mit meinem (Theater)freund abzulenken nutze ich die Zeit, Euch eines meiner Liebling-Pasta-Gerichte zu präsentieren. Unerträgliche Leichtigkeit kombiniert mit der Üppigkeit des Seins. Frische Tomaten und bester Knoblauch treffen auf pikante Wurst und eine ordentliche Portion Käse. Ihr könnt dem Rezept eher eine italienische (Salsiccia/Parmesan) oder spanische (Chorizo/Manchego) Note geben. Beides schmeckt super! 


Zutaten für 2 Personen:

250 g Spaghetti
200 g harte Salsiccia piccante (spanische Variante: harte Chorizo picante)
500 g Bombolini-Tomaten (alternativ: schöne reife Cocktail-Tomaten)
3 Knobizehen (ca. 15 g)
1/2 Zwiebel
Schuss Marsala
50 g frisch gehobelter (oder geriebener) Parmesan (spanische Variante: Manchego)
Olivenöl
Salz

Wurst in Scheiben (ca. 4 mm) schneiden, danach vierteln. In einer kleinen Pfanne in Öl ausbacken, bis die Wurst den gewünschten Härtegrad erreicht hat.

Zwiebel würfeln und in einem Topf mit Olivenöl anschwitzen.
Tomaten (ganz) zugeben, mit einem Kochlöffel zerdrücken und köcheln lassen.
Marsala und Knoblauch (mit Hilfe einer Presse) zugeben.

Spaghetti in reichlich Salzwasser bissfest kochen, abgießen und mit der Tomatensauce mischen. Auf zwei Tellern verteilen. Wurst und Käse darüber geben und servieren!


Sonntag, 10. März 2013

Spaghetti al Limone mit oder ohne Wasserbewohner

Winke, winke...da bin ich wieder. In der vergangenen Woche hat sich Frau Sonne doch tatsächlich ab und zu gezeigt. Die Menschen hatten gleich sehr viel bessere Laune. Hast Du das auch festgestellt? Aber die wenigen Sonnenstrahlen allein haben es noch nicht geschafft, mich auf mein absolutes Leistungshoch zu katapultieren. Da war zusätzlich noch der Duft und Genuss von Zitronensaft und Zitronenschale notwendig! 


Seit Jahren schon zieht das Rezept von "Spaghetti al Limone" mit mir von Wohnung zu Wohnung. Ich habe das Gericht vor Urzeiten in Frankfurt auf einem Kochkurs bei Achim Löppert kennengelernt und fand die Frische der Zitronen und das Aroma von Basilikum atemberaubend. Olivenöl wird mit Zitronensaft und Parmesan aufgerührt und unter die heißen Spaghetti gemischt. Das ist es eigentlich schon. Wenn es Dir nach einer fischigen Einlage gelüstet, gibst Du einfach einige gekochte Shrimps oder ein gebratenes Fischfilet dazu. Herrlich!


Das Rezept (für 4 Vorspeisenportionen):

500 g Spaghetti
Saft aus 3 unbehandelten Zitronen (zwischen 120 und 150 ml)
Zesten von einer unbehandelten Zitrone
200ml bestes Olivenöl
250g geriebener Parmesankäse
1 Bund Basilikum, gewaschen und fein gehackt
Salz und Pfeffer (aus der Mühle)
Politisch korrekte Shrimps oder Fischfilets  nach Belieben (ich hatte ca. 100 g Shrimps p.P.)

Zitronensaft und Olivenöl mit einem Handmixer aufschäumen.
Parmesan zugeben und mixen , bis die Sauce eine cremige Konsistenz hat.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Spaghetti al dente kochen
Shrimps kochen (sofern sie gefroren sind) oder Fischfilets anbraten.
Spaghetti mit der Zitronensauce, den Zitronenzesten und dem gehackten Basilikum mischen.
Shrimps unterheben bzw. Fischfilets auflegen.
Fertig!


Sonntag, 16. Dezember 2012

Auf der Suche nach DEINEM Lieblings-Lasagne-Rezept und eine Verlosung!

Vergangene Woche gab es im Hause Alex mal wieder Lasagne. Ganz klassisch. Mit einer ordentlich gewürzten Bolognese und einer cremigen Béchamel. Darauf kam ordentlich viel Käse, der den Ofen in goldgelbem Zustand verließ. Lasagne ist eine feine Sache. Sie lässt sich gut vorbereiten, einfrieren, teilen, aufbacken....sie schmeckt warm und kalt, zu Bier und Wein. Einfach großartig!


Aber ehrlich gesagt: Ich bin in puncto "Lasagne" etwas langweilig aufgestellt. Ich mache nämlich immer nur genau diese eine. Pah! Das muss sich in 2013 schwerst ändern. Und daher frage ich DICH: Welches Lasagne-Rezept magst Du besonders gerne? Eins mit Lachs? Oder Wirsing? Oder mit Rote Beete? Sag es mir! Es soll auch nicht zu Deinem Nachteil sein, denn unter allen Einreichern verlose ich drei 10 Euro-Gutscheine von zalando. Wusstest Du, dass es bei zalando nicht nur Schuhe und Klamotten, sondern auch wunderbarstes Küchengedöns gibt? Bitte mal hier gucken!


Bevor es zu den Spielregeln geht, komme ich aber erstmal mit meinem Rezept.
Für eine Form von 23x30x6 cm (Innenmaß) benötigst Du (6 Portionen):

1,5 kg bestes Rinderhack
3 kl. Dosem gestückelte Tomaten (je 400g)
500g passierte Tomaten
5 Knobizehen (gewürfelt)
2 mittlere Zwiebel (gewürfelt)
2 Karotten (gewürfelt)
2 Scheiben Sellerie (gewürfelt)
1 Stück Lauch (gewürfelt)
Olivenöl zum Braten
mindestens je 2 gestrichene EL getrocknete Kräuter (Oregano, Basilikum)
Paprika (mild oder geräuchert, je nach Gechmack)
Pfeffer aus der Mühle
Salz

75g Butter
60g Mehl
750 ml Milch
Pfeffer aus der Mühle
Salz
Muskat

Lasagneblätter (ohne Vorkochen)
200g geriebener Emmentaler

Knobi-, Zwiebel-, Karotten- und Selleriewürfel in einem großen Topf in Olivenöl anbraten. Hackfleisch zugeben und scharf anbraten. Tomaten zugeben und alles unter Rühren einköcheln lassen. Mit den Gewürzen abschmecken (ordentlich (über)würzen, da die Béchamel einiges neutralisiert).

Für die Béchamel die Butter in einem Topf schmelzen, Mehl zugeben und rühren. Topf von der Herdplatte nehmen und die Milch zugeben. Topf zurück auf die Herdplatte stellen, die Sauce kurz aufkochen und eindicken lassen. Mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken. Form mit etwas Olivenöl bepinseln. Etwas Béchamel auf dem Boden verteilen. Erste Schicht Lasagneblätter auf dem Boden verteilen (sie können ruhig überlappen). Nun abwechselnd Bolognese, Béchamel und Lasagneblätter in die Form schichten (ich mache 3 Lagen). Mit Bolognese enden. Käse auf der letzten Schicht verteilen. Bei 200°C 20 Minuten im Ofen überbacken.

      

Teilnahmebedingungen:
Mitmachen darf jeder! Bitte hinterlasst einen Kommentar hinter diesem Beitrag, der entweder einen link zu Deinem Blogbeitrag (gerne auch Archiv) oder Dein Lasagne-Rezept enthält. Einsendeschluss ist der 31.12.2012, 23.59 Uhr! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden am 01.01.2013 hier bekannt gegeben.

Nachtrag vom 06.01.2013 - Auslosung:
Liebe Teilnehmer, habt Dank für Eure Rezepte und entschuldigt, dass ich die Gewinner der drei Zalando-Gutscheine erst heute bekannt gebe (die Faulheit hat in den letzten Tagen gesiegt ;-).

8 Teilnehmer (bis 31.12.2012, 23.59 Uhr), 8 Zettelchen:


Davon 3 Gewinner:


Herzlichen Glückwunsch liebe Anja (bloglos ;-), Kerstin (Verboten gut) und 
Sandra (From-Snuggs-Kitchen) und viel Spaß mit den Gutscheinen. 
Die Codes schicke ich Euch per E-Mail.

Viele Grüße

Alex

Sonntag, 29. Juli 2012

Spaghetti mit frischen Sardinen, Kapern, Oliven und ganz viel Knoblauch

Im Frankfurter Stadtteil Bockenheim (Konrad-Broßwitz-Straße 42) gibt es eine wirklich urige Osteria mit Namen "Casa Nostra". Einige wenige Tische auf dem Trottoir, alles andere spielt sich im Souterrain des Hauses ab. Dunkle Tische, altersgeplagte Stühle, Wände, die frischere Zeiten gesehen haben, dazwischen ein grauhaariger Mann mit einer Art Zwergpapagei auf der Schulter. Das Publikum? Studenten, Alt-68er, Männlein, Weiblein, Kinder, Hunde, zwischendrin mein 91-jähriger Opa. Die Stammkarte im "Casta Nostra" ist klein. Es gibt dazu meist eine Tageskarte. Dienstags gibt es nur Fisch, ohne Stammkarte, mittwochs Fisch zur Stammkarte. Alles klar? Das Essen ist ehrlich und lecker, überwiegend italienisch, manchmal ein Hauch exotisch. Die Preise sind gut. Günstig. Angemessen. Ausprobieren!!!

Kürzlich war ich wieder da. Ich hatte mich für den gegrillten Fisch von der Tageskarte entschieden, der sehr gut gemundet hat. Nichts desto trotz war ich vom ersten Augenblick an in die dampfenden Spaghetti meiner Mama verliebt, die sie bestellt hatte. Eine ordentliche Portion Pasta mit einer Sauce aus Olivenöl, Kapern, Peperoni und Sardinenfilets. Und weil meine Mama eine gute Mama ist, hat sie mit mir halbe-halbe gemacht.

Ich wollte das Gericht sofort nachkochen. Weil es soooo lecker war. In der Frankfurter Kleinmarkthalle kaufte ich dafür 10 wunderbar glänzende Sardinen (geköpft und ausgenommen) für genau 4,95 Euro.


Hier mein Rezept für 2 Personen:
250 g Spaghetti
Filets von 10 Sardinen
200 ml gutes Olivenöl
4 schöne Knoblauchzehen, gewürfelt
2 rote Peperoni (entkernt und in grobe Würfel geschnitten)
40 g Kapern
Eine handvoll grüne Oliven, gewürfelt (meine Zusatzzutat)
Wer mag: Chili aus der Mühle
frische Blattpetersilie, gehackt


Spaghetti in reichlich Salzwasser bißfest kochen.
In der Zwischenzeit die Sardinen entgräten (das geht sehr einfach vom Kopf abwärts).
Filets (2 Pro Sardine) herauslösen.
Olivenöl leicht erhitzen.
Knoblauchwürfel, Kabern, Olivenwürfel und Peperoniwürfel zum Öl geben und kurz mitgaren.
Salzen. Wem das Öl noch nicht scharf genug ist, kann mit etwas Chili aus der Mühle nachhelfen.
Sardinenfilets in einer Pfanne mit wenig Öl anbraten. Ab und zu wenden.

Spaghetti abgießen, zurück in den Topf geben und mit einem Schuß Olivenöl vermengen.
Spaghetti in angewärmte Teller geben und mit der Olivenöl-Sauce bedecken.
Sardinenfilets auf die Nudeln geben und mit der Petersilie bestreuen.
Sofort servieren! Wunderbar!

Dienstag, 24. Juli 2012

Pesto alla genovese (Basilikumpesto)

Zeit für (m)einen Klassiker. Ohne viele Worte drumherum. Andiamo:

150 g frische Basilikumblätter (2 Bund)
120 g Parmesan (frisch gerieben)
40 g Pinienkerne (goldbraun in einer Pfanne ohne Fett geröstet)
3 Knoblauchzehen
120 ml bestes Olivenöl
Salz


Basilikum mit den Knoblauchzehen, den Pinienkernen und dem Öl im Mixer kleinhacken.
Den geriebenen Parmesan unterheben.
Mit Salz abschmecken.
Wer mag, kann eine extra Portion ganze Pinienkerne (geröstet) unterrühren.
Pesto in ein sterilisiertes (Ofen, 120 Grad, 10 Minuten) Glas füllen.


Das Pesto schmeckt zu Pasta, geröstetem Brot, Fisch, Fleisch, alten Stühlen und gerösteten Ameisen...


Und wie machst Du Dein Pesto alla genovese?

Sonntag, 15. April 2012

Bavette mit Bärlauch-Riesling-Sahne, Spargel + Krebsschwänzen

In meiner Mittagspause gehe ich am allerliebsten ins Café-Karin. Das Lokal liegt in der Frankfurter Innenstadt, ist schlicht und ergreifend eingerichtet, hat eine ausgezeichnete Küche zu bieten und verwöhnt mit vernünftigen Preisen. Neben einigen Gerichten auf der Hauptkarte gibt es saisonanhängige Tagesgerichte.

Am Freitag war ich wieder da.

Ich aß genau dieses Gericht
(nun gut, die Bavette hießen Tagliatelle und der Riesling ist frei von mir dazu gedichtet,
aber es kamen eindeutig Bärlauch, Spargel und Krebsschwänze darin vor).


Köstliche Kombination.
Insbesondere, wenn man sich zwischen den aktuellen Frühlingshighlights
"Bärlauch"


und "Spargel"


nicht entscheiden kann...

Es hat so lecker geschmeckt, dass ich heute mal wieder
meine Bauklötze rausgeholt und das Gericht nachgebaut habe.

Für zwei Personen (Hauptmahlzeit, ohne Nachtisch) benötigt ihr:
  • 250 g Bavette oder Tagliatelle
  • 200 g süße  Sahne ( 1 Becher)
  • 100 ml trockenen Riesling
  • 12 Blätter Bärlauch
  • 250 g Spargelspitzen (gibt es als Bruch auf dem Markt), gewaschen
  • 200 g Krebsschwänze (fertig geputzt gekauft und selbst gewaschen)
  • 1 Schalotte (geschält und gwürfelt)
  • Sonnenblumenöl zum Braten
  • Salz
Den Bärlauch waschen, entstielen und ganz klein und fein schneiden.

Schalottenwürfel in etwas Öl andünsten.
Mit dem Riesling ablöschen.
5 Minuten köcheln lassen.
Sahne zugeben und aufkochen lassen.
Bärlauch zugeben und bei ganz kleiner Hitze weiterköcheln.
Krebsschwänze zugeben und kurz in der Sauce erhitzen.
Sauce mit Salz abschmecken.
In der Zwischenzeit die Bavette nach Gebrauchsanweisung al dente kochen.

In einer großen Pfanne den Spargel in Öl bißfest andünsten.

Die Nudeln abgießen und in der Riesling-Sahne schwenken.
Auf zwei Tellern verteilen.
Spargelspitzen darübergeben.



Was auf den Bildern nicht so herauskommt:
Die Nudeln sollten schon so richtig in der Sauce schwimmen.
Damit der Bärlauch nicht zu kurz kommt.

Dienstag, 10. April 2012

Nachösterliche Orecchiette mit Spargel und Ei

Beginnen wir heute mit einem Foto:


Anfang der neunziger Jahre schenkten mir meine Eltern den ersten "Brunetti" zu Weihnachen. "Venezianisches Finale" von Donna Leon. Innerhalb weniger Stunden hatte ich das Buch gelesen. Seit der Zeit bin ich süchtig. Zum Glück kommt in schöner Regelmässigkeit jedes Jahr ein neuer Brunetti heraus. Meist so im Mai/Juni. Yeah! Diese Art von Vorfreude kenne ich nur aus meiner Kindheit. Jahr für Jahr stand ich füssetrippelnd und händeschwitzend vor dem ortsansässigen Schreibwarenladen mit Buchverkaufslizenz, bis ich endlich das neuste Tina&Tini-Buch in Händen hielt. So geht es mir heute mit Brunetti.

Meine Familie und Freunde kennen diese Leidenschaft. Und so kam es, dass ich irgendwann "Bei den Brunettis zu Gast"  geschenkt bekommen habe (Danke, Ingo). Neben kleineren Text-Auszügen aus den Brunetti-Romanen finde man hier 91 wunderbare Rezepte - unterlegt mit vielen reizenden Zeichnungen:Auf Empfehlung einer mir sehr lieben Spandauerin habe ich das obige Rezept, das mich auf den ersten Blick nicht wirklich angesprungen hätte, heute nachgekocht. Lecker war es. Und die restlichen Ostereier fanden so auch ein würdevolles Ende.


Das Rezept ist fast originalgetreu, fast:

Zutaten für 4 Personen:
  • 350 g Orecciette (italienische Pasta)
  • 1 kg grüner Spargel
  • 4 hartgekochte Eier
  • 2 Scharlotten, fein gehackt
  • 2 Knobizehen, fein gehackt
  • 8 EL Olivenöl
  • 2 TL Salz (echt!!!)
  • 100 g geriebener Parmesan
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Wasser
Spargel großzügig von den harten Enden befreien, in 2-3 cm lange Stücke schneiden und waschen.
Olivenöl mit 2 El Wasser und dem Salz in eine Pfanne geben.
Scharlotten und Knobi darin andünsten.
Sie Spargelstücke zugeben und mit 300 ml Wasser aufgießen.
Leise köcheln, dabei rühren...so lange, bis der Spargel gar und nurnoch wenig Flüssigkeit übrig ist.
Orechiette kochen.
Eier pellen und fein hacken.
Gekochte Orechiette, Parmesan und Pfeffer zu dem Spargel geben und unterrühren.
In Schalen füllen und mit den gekochten Eiern bestreuen.
Den Hasen zum Abschied zuwinken und die Pasta mit einem schönen Rotwein genießen!


Montag, 26. März 2012

Pistazien-Oliven-Pesto mit Spaghetti oder Röstbrot

Pistazien könnte ich zu jeder Tages- und Nachtzeit, an allen Orten der Welt und
zu jeder Art Kaltgetränk knabbern.
Zu Weißwein, Rotwein, Gin-Tonic und einem kühlen Wässerchen (muss ja auch ab und zu sein).
Ihr könnt euch also vorstellen wie groß meine Freude war,
als ich vor Jahren über ein Rezept mit Namen "Pistazienpesto" gestopert bin.
Endlich eine Möglichkeit, die kleinen grünen Dingerlein als
Hauptspeise zu vertilgen. GROSSARTIG!


Über die Jahre habe ich das Rezept für meine Belange
(nussig, käsig und knoblauchhaltig muss es sein)
zurechtgebastelt...und hier ist es:

Für ein 500 g Glas:
100 g Pistazien (ohne Schale)
4 Knobizehen (frisch müssen sie sein)
1 EL grüne Pfefferkörner (Glas)
2 EL Zitronensaft
120 g schwarze entsteinte Oliven
120 g Parmesan
120 ml Olivenöl


Alle harten Zutaten im Mixer nacheinander kleinhacken
und mit dem dem Öl vermixen.


Das Pesto hält sich (olivenölbedeckt) einige Wochen im Kühlschrank.
Mit Spaghetti oder ofengeröstetem Brot anrichten.



Dienstag, 30. August 2011

Nashorn-Foglioni mit Parmesan-Salbei-Sahne

Der Schlamassel (und das ist nicht despektierlich gemeint ;-)) begann vor einigen Tagen, als ich beim Blogstöbern über die Ankündigung von "kochtopf" und "Arthurs Tocher kocht" gestolpert bin, die gemeinsam den Blog-Event LXXI - Rezepte mit N ankündigten (kurz: gesucht werden Rezepte, die mit "N" anfangen). Ohne großartig darüber nachzudenken kommentierte ich den Beitrag mit "...irgendwas mit Nougat oder Nutella oder Nüssen oder Nashorn muss es sein". Und da stand es nun: NASHORN! Das Tier ließ mich den ganzen Abend nicht mehr los und immer mehr setzte sich die Idee fest: Ich brauche ein Rezept mit NASHORN. Nachts träumte ich von den Nashörnern im Frankfurter Zoo, von Nashörnern in Afrikas Steppe und Nashörnern auf meinem Teller. Beim morgentlichen Zähneputzen kam mir endlich die Idee und das ist dabei heraus gekommen:


Nashornpasta - die sollte es sein. Zum Glück war Wochenende, sodass ich noch mit Nachthemd bekleidet im Internet nach Keksausstechern in Nashornform suchen konnte. Bei "der-kleine backladen" wurde ich fündig. Wenige Tage später war er da: NORBERT, mein NASHORN!

Ich hatte mir, während NORBERT auf dem Postweg zu mir unterwegs war, außerdem in den Kopf gesetzt, irgendetwas typisch Afrikanisches zu der Nashornherde zu kochen. Nachdem ich mein Kochbuch "Der Geschmack Afrikas" durchgeblättert hatte, musste ich mir eingestehen - da passte selbst mit viel Fantasie kein eines Gericht zu Pasta.

Was aber immer geht, ist die Parmesan-Salbei-Sahne meines Freundes Carsten, die ich hier und heute vorstelle: 

Pastateig für eine mittelgroße Herde, ausreichend für 2 Personen:
  • 100 g Weizenmehl
  • 20 g Hartweizengrieß
  • 1 Ei (S)
  • 1 Eigelb (S)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
Alle Zutaten mit dem Knethaken Deines Handrührers oder Deiner Küchenmaschine verrühren und mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Wenn der Teig zu nass ist (er also fies an den Händen kleben bleibt), noch ein wenig Weizenmehl zugeben.

Den Teig mit Hilfe Deiner Nudelmaschine (oder Nudelholz) zu ca. 2-mm dicken Teigplatten verarbeiten. Die Teigplatten auf der gemehlten Arbeitsplatte ausbreiten und mit NORBERT ein Nashorn ausstechen.
Dabei singen wir:
"Ein kleines Nashörnchen, das war zuerst allein, dann wurde nochmal ausgerollt ..... 


da waren es schon zwei...


Zwei kleine Nashörnchen, die tranken gerne Bier und kaum hat man sich umgeguckt da waren es schon vier...lalala"

Soweit zur Gesangseinlage.

Die Nashornfamilie wird ca. 8-10 Minuten in Salzwasser gekocht.

Parmesan-Salbei-Sauce:
  • 200 g Bio-Sahne (also ein Becher)
  • 30 g geriebener Parmesankäse
  • 6 große frische Salbeiblätter
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz
Sahne, Knoblauch, Parmesan und Salbei in einem Topf zum Kochen bringen. Rühren, rühren, rühren...
Die Sahne solange einkochen, bis sie dickflüssig ist.
Man muss dabei wirklich rühren, da die Sahne ansonsten anbrennt und dann ist alles hin...
Knoblauch und Salbei entfernen und die Sauce mit Salz abschmecken.

Nashornfamilie mit Parmesan-Salbei-Sauce auf einem mit Paprikapulver besprenkelten Teller anrichten
(wer mag, kann Pfefferkörner als Augen verwenden).


Jetzt gucke ich erstmal "Jenseits von Afrika", wobei in dem Film - wenn ich mich recht entsinne -
keine Nashörner vorkommen.

Sonntag, 3. Juli 2011

Kleine Meeresbrise in Hessens Landshauptstadt: Spaghetti Vongole

Ich llliieebbe Spaghetti Vongole (Spaghetti mit Venusmuscheln). Man bekommt sie oft mit Tomatensauce serviert-ich bevorzuge Weißweinsauce. Einer meiner Kollegen, der lange in Italien gelebt hat, hat mir ein Rezept verraten, das ich kürzlich nachgekocht habe:

Für 2 Personen:
ca. 900 g frische Venusmuscheln
400 g Spaghetti
400 ml trockener Weißwein
200 ml Gemüsebrühe
4 Knobizehen (gewürfelt)
1 Zwiebel (gewürfelt)
1 Karotte (gewürfelt)
1 daumengroßes Stück Knollensellerie
1 Lorbeerblatt
Salz und Pfeffer
1/2 Bund frische Petersilie
 

Wie es im Leben so ist, gestalten sich Dinge, die zuerst recht einfach erscheinen, dann doch als durchaus anspruchvoll. Es begann damit, dass ich die Meerestiere in keinem Fischladen in ganz Frankfurt (ja, wir reden nicht von Hintertupfhausen) finden konnte. In der Kleinmarkthalle am Liebfrauenberg war ích dann endlich erfolgreich. Günstig ist die Sache nicht, aber was tut man nicht alles für die große Liebe! Zu Hause angekommen, befreite ich die Muschel dann ersteinmal aus ihrem Gefängins (=Netz). Dann saß ich da: Aug` in Aug` mit  900 Gramm dieser Meeresbewohner und fühlte mich ein wenig überfordert. Es heißt, man soll Muscheln, die bereits offen sind, nicht kochen oder gar essen. Hört sich erstmal einfach an...wenn man aber live und in Farbe vor den Muscheln sitzt, stellt sich die Frage: Was bedeutet offen?

Hier ist es klar:


Aber hier ???



Ich tat, was ich immer tue, wenn ich in der Küche nicht mehr weiter weiß: Ich rief meine Mama an. Mit ihr und dem Papa im Hintergrund wurde beschlossen, dass Öffnungen von bis zu 3 mm absolut unbedenklich sind. Soweit, so gut! Ich habe die Muscheln dann einzeln (um eine intensive Beziehung zu jedem Exemplar aufzubauen) unter kaltem laufenden Wasser gut abgewaschen und im Anschluß 3 x in einer Schüssel gewässert.

In der Zwischenzeit habe ich  Nudelwasser (gut gesalzen) aufgesetzt.

Der Knoblauch, die Karotte und der Sellerie wurden in etwas Olivenöl angedünstet (so lange, bis alles schön glasig war). Gemüsebrühe, Weißwein und Lorbeerblatt wurden zugegeben. Alles einreduzieren lassen. Mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt (der Sud muss schon ordentlich würzig schmecken). Muscheln dazugeben (mir kam die Szene aus Julie & Julia mit dem Hummer in den Sinn: "Muschelkiller q'est ce que c'est....dadadadadadadadada"). Ca. 10 Minuten köcheln lassen. Die Muscheln sind gut, wenn sie sich vollständig geöffenet haben. Exemplare, die jetzt noch geschlossen sind, entsorgen. 

Währenddessen habe ich die Spaghetti al dente gekocht und abgegossen. Die Nudeln wurden mit dem Weinsud (inkl. Wurzelgemüse), Muscheln, frischer Petersilie und gemahlenem groben Pfeffer serviert.