Dienstag, 10. April 2012

Nachösterliche Orecchiette mit Spargel und Ei

Beginnen wir heute mit einem Foto:


Anfang der neunziger Jahre schenkten mir meine Eltern den ersten "Brunetti" zu Weihnachen. "Venezianisches Finale" von Donna Leon. Innerhalb weniger Stunden hatte ich das Buch gelesen. Seit der Zeit bin ich süchtig. Zum Glück kommt in schöner Regelmässigkeit jedes Jahr ein neuer Brunetti heraus. Meist so im Mai/Juni. Yeah! Diese Art von Vorfreude kenne ich nur aus meiner Kindheit. Jahr für Jahr stand ich füssetrippelnd und händeschwitzend vor dem ortsansässigen Schreibwarenladen mit Buchverkaufslizenz, bis ich endlich das neuste Tina&Tini-Buch in Händen hielt. So geht es mir heute mit Brunetti.

Meine Familie und Freunde kennen diese Leidenschaft. Und so kam es, dass ich irgendwann "Bei den Brunettis zu Gast"  geschenkt bekommen habe (Danke, Ingo). Neben kleineren Text-Auszügen aus den Brunetti-Romanen finde man hier 91 wunderbare Rezepte - unterlegt mit vielen reizenden Zeichungen:


Auf Empfehlung einer mir sehr lieben Spandauerin habe ich das obige Rezept, das mich auf den ersten Blick nicht wirklich angesprungen hätte, heute nachgekocht. Lecker war es. Und die restlichen Ostereier fanden so auch ein würdevolles Ende.


Das Rezept ist fast originalgetreu, fast:

Zutaten für 4 Personen:
  • 350 g Orecciette (italienische Pasta)
  • 1 kg grüner Spargel
  • 4 hartgekochte Eier
  • 2 Scharlotten, fein gehackt
  • 2 Knobizehen, fein gehackt
  • 8 EL Olivenöl
  • 2 TL Salz (echt!!!)
  • 100 g geriebener Parmesan
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Wasser
Spargel großzügig von den harten Enden befreien, in 2-3 cm lange Stücke schneiden und waschen.
Olivenöl mit 2 El Wasser und dem Salz in eine Pfanne geben.
Scharlotten und Knobi darin andünsten.
Sie Spargelstücke zugeben und mit 300 ml Wasser aufgießen.
Leise köcheln, dabei rühren...so lange, bis der Spargel gar und nurnoch wenig Flüssigkeit übrig ist.
Orechiette kochen.
Eier pellen und fein hacken.
Gekochte Orechiette, Parmesan und Pfeffer zu dem Spargel geben und unterrühren.
In Schalen füllen und mit den gekochten Eiern bestreuen.


Den Hasen zum Abschied zuwinken und die Pasta mit einem schönen Rotwein genießen!


1 Kommentar:

  1. T&T und Brunetti, mit beiden ging's mir wie dir.
    Irgendwann ging mir die Perfektion der Frau B. aber so auf die Nerven, dass ich mich bisher des "Kochbuchs" verweigerte.
    Sollte ich vielleicht mal überdenken...

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