Donnerstag, 26. April 2012

Würzkekse mit "Ras el Hanout"

Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, als Garam Masala, grüne Currypaste und Zitronengras als völlig exotische Zutaten galten und der Anblick eines Kaffir-Limettenblatts mich wahrlich verzücken konnte. Mit meinem ersten selbstgemachten Thai-Curry wurde ich zur Heldin der Clique ernannt und konnte ab diesem Zeitpunkt über mangelnde Besucherzahlen am heimischen Esstisch nicht klagen. Die erwähnten Zutaten gehören inzwischen zur Standardausrüstung eines jeden Hobbykochs mit Hang zur asiatischen Küche.

Zur Zeit sind Tonkabohne, Granatapfelsirup und "Ras el Hanout" absolut hipp. Ich persönlich finde es reichlich aufregend, immer wieder neue Gerüche und Geschmacksrichtungen zu entdecken (gut, auf das Zusammentreffen mit der thailändischen Stinkfrucht "Durian" hätte ich verzichten können). "Ras el Hanout" kannte ich nur vom Hören-Sagen und war völlig entzückt, als ich dieses Rezept für "Würzkekse" in einer Zeitschrift fand. "Ras el Hanout" bedeutet "Das Beste des Ladens" und kann je nach Würzmischer variieren. Ein Rezept für selbstgemixtes "Ras el Hanout" findet Ihr bei Tina.

Kekse mag ich gern. Meistens sind diese aber süß und schmecken somit nur zu Kaffee oder Tee. Rezepte für würzige Kekse sind seltener. Dabei passen sie so gut zu einem Glas Wein, was  mir persönlich sehr gelegen kommt. Man kann sie auch gut ankommenden Gästen zum Steh-Sektchen anbieten oder schön verpackt verschenken.


Hier kommt das Rezept für 50 Stück:

250 g weiche Butter
2 Eier
375 g Mehl
2 gestrichene TL Backpulver
2 leicht gehäufte TL "Ras el Hanout" (orientalische Gewürzmischung)
Pfeffer (frisch gemahlen)
1 gestrichener TL Salz
100 g Parmesan
120 g Walnüsse

Parmesan mit den Walnüssen im Mixer sehr fein hacken und mit den restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Wer die Walnüsse in den Keksen gerne "beißen" möchte, hackt diese einfach nur grob und gibt sie zu dem Teig. Alles ist erlaubt. Ofen auf 180 Grad Celsius (Ober-/Unterhitze) vorheizen. 50 kleine Bällchen formen und diese zwischen den Handballen flach drücken (bitte nicht so platt wie eine Flunder, der Durchmesser sollte bei ca. 4 cm liegen) und auf Backpapier 20-30 Minuten backen. Die Kekse dürfen innen nicht mehr feucht sein und außen keinesfalls zu braun. Dann sind sie richtig.


Viel Spaß beim Ausprobieren!

Donnerstag, 19. April 2012

Mein-Rhein-Main!

"Mein Name ist Alex und ich bin mitten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen". Wenn ich diesen Satz in der einen oder anderen Gesellschaft zum Besten gebe, ernte ich oft mitleidige Blicke und bekomme sofort Wein nachgeschenkt. Meine Heimat ist im innerdeutschen Denken nicht gut angesehen. Den Hamburgern fehlt die See. Den Bayern die Berge. Den Rheinländern sind wir tendenziell nicht humorvoll genug (proportional abnehmend mit steigender Entfernung zum Rhein). Frankfurt hat zu viele Banker, Wiesbaden zu viele feine Damen, der Flughafen ist zu nah und zu laut, Handkäs und Äppler mag sowieso niemand, der nicht hier geboren wurde, bildungspolitisch hängt zumindest Hessen am unteren Ende des Bundesdurchschnitts... es ist wirklich traurig.

Hier ein geografischer Überblick:


Trotzdem oder gerade deswegen möchte ich euch meine Heimat ein wenig näher bringen und eröffne hier und heute meine neue Seite "Mein-Rhein-Main". Die Seite soll sich füllen mit guten Tips rund um die Städte Wiesbaden (hier wohne ich), Frankfurt (hier arbeite ich) und Mainz (hier bin ich gern). Die Tips werden, wie kann es anders sein, überwiegend lukullischen Bezug haben (wo ißt man gut, wo trinkt man gut, wo kann man leckere Lebensmittel oder schönes Küchenzubehör einkaufen...).

Über eure Anregungen und Erfahrungsberichte zu meinen Beiträgen freue ich mich:

Viele Grüße

Eure Alex

Sonntag, 15. April 2012

Bavette mit Bärlauch-Riesling-Sahne, Spargel + Krebsschwänzen

In meiner Mittagspause gehe ich am allerliebsten ins Café-Karin. Das Lokal liegt in der Frankfurter Innenstadt, ist schlicht und ergreifend eingerichtet, hat eine ausgezeichnete Küche zu bieten und verwöhnt mit vernünftigen Preisen. Neben einigen Gerichten auf der Hauptkarte gibt es saisonanhängige Tagesgerichte.

Am Freitag war ich wieder da.

Ich aß genau dieses Gericht
(nun gut, die Bavette hießen Tagliatelle und der Riesling ist frei von mir dazu gedichtet,
aber es kamen eindeutig Bärlauch, Spargel und Krebsschwänze darin vor).


Köstliche Kombination.
Insbesondere, wenn man sich zwischen den aktuellen Frühlingshighlights
"Bärlauch"


und "Spargel"


nicht entscheiden kann...

Es hat so lecker geschmeckt, dass ich heute mal wieder
meine Bauklötze rausgeholt und das Gericht nachgebaut habe.

Für zwei Personen (Hauptmahlzeit, ohne Nachtisch) benötigt ihr:
  • 250 g Bavette oder Tagliatelle
  • 200 g süße  Sahne ( 1 Becher)
  • 100 ml trockenen Riesling
  • 12 Blätter Bärlauch
  • 250 g Spargelspitzen (gibt es als Bruch auf dem Markt), gewaschen
  • 200 g Krebsschwänze (fertig geputzt gekauft und selbst gewaschen)
  • 1 Schalotte (geschält und gwürfelt)
  • Sonnenblumenöl zum Braten
  • Salz
Den Bärlauch waschen, entstielen und ganz klein und fein schneiden.

Schalottenwürfel in etwas Öl andünsten.
Mit dem Riesling ablöschen.
5 Minuten köcheln lassen.
Sahne zugeben und aufkochen lassen.
Bärlauch zugeben und bei ganz kleiner Hitze weiterköcheln.
Krebsschwänze zugeben und kurz in der Sauce erhitzen.
Sauce mit Salz abschmecken.
In der Zwischenzeit die Bavette nach Gebrauchsanweisung al dente kochen.

In einer großen Pfanne den Spargel in Öl bißfest andünsten.

Die Nudeln abgießen und in der Riesling-Sahne schwenken.
Auf zwei Tellern verteilen.
Spargelspitzen darübergeben.



Was auf den Bildern nicht so herauskommt:
Die Nudeln sollten schon so richtig in der Sauce schwimmen.
Damit der Bärlauch nicht zu kurz kommt.

Dienstag, 10. April 2012

Nachösterliche Orecchiette mit Spargel und Ei

Beginnen wir heute mit einem Foto:


Anfang der neunziger Jahre schenkten mir meine Eltern den ersten "Brunetti" zu Weihnachen. "Venezianisches Finale" von Donna Leon. Innerhalb weniger Stunden hatte ich das Buch gelesen. Seit der Zeit bin ich süchtig. Zum Glück kommt in schöner Regelmässigkeit jedes Jahr ein neuer Brunetti heraus. Meist so im Mai/Juni. Yeah! Diese Art von Vorfreude kenne ich nur aus meiner Kindheit. Jahr für Jahr stand ich füssetrippelnd und händeschwitzend vor dem ortsansässigen Schreibwarenladen mit Buchverkaufslizenz, bis ich endlich das neuste Tina&Tini-Buch in Händen hielt. So geht es mir heute mit Brunetti.

Meine Familie und Freunde kennen diese Leidenschaft. Und so kam es, dass ich irgendwann "Bei den Brunettis zu Gast"  geschenkt bekommen habe (Danke, Ingo). Neben kleineren Text-Auszügen aus den Brunetti-Romanen finde man hier 91 wunderbare Rezepte - unterlegt mit vielen reizenden Zeichnungen:Auf Empfehlung einer mir sehr lieben Spandauerin habe ich das obige Rezept, das mich auf den ersten Blick nicht wirklich angesprungen hätte, heute nachgekocht. Lecker war es. Und die restlichen Ostereier fanden so auch ein würdevolles Ende.


Das Rezept ist fast originalgetreu, fast:

Zutaten für 4 Personen:
  • 350 g Orecciette (italienische Pasta)
  • 1 kg grüner Spargel
  • 4 hartgekochte Eier
  • 2 Scharlotten, fein gehackt
  • 2 Knobizehen, fein gehackt
  • 8 EL Olivenöl
  • 2 TL Salz (echt!!!)
  • 100 g geriebener Parmesan
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Wasser
Spargel großzügig von den harten Enden befreien, in 2-3 cm lange Stücke schneiden und waschen.
Olivenöl mit 2 El Wasser und dem Salz in eine Pfanne geben.
Scharlotten und Knobi darin andünsten.
Sie Spargelstücke zugeben und mit 300 ml Wasser aufgießen.
Leise köcheln, dabei rühren...so lange, bis der Spargel gar und nurnoch wenig Flüssigkeit übrig ist.
Orechiette kochen.
Eier pellen und fein hacken.
Gekochte Orechiette, Parmesan und Pfeffer zu dem Spargel geben und unterrühren.
In Schalen füllen und mit den gekochten Eiern bestreuen.
Den Hasen zum Abschied zuwinken und die Pasta mit einem schönen Rotwein genießen!


Freitag, 6. April 2012

Österlicher Hackbraten mit Erbsen-Mayonnaise

Hackbratenrezepte hauen heute keinen mehr vom Barhocker. Gebe ich ja zu. Ich persönlich kenne aber tatsächlich kein besseres als dieses hier. Das Rezept habe ich vor vielen Jahren von einem der besten Menschen, den Mainz hervorgebracht hat, zugeflüstert bekommen und hüte es seit dieser Zeit wie meinen Augapfel. Ich dachte mir, jetzt -so zu Ostern-, könnte ich das Rezept mal aus dem Sack oder vielmehr meinem Rezeptbuch lassen.

Was ist an diesem Hackbraten denn nun österlich?
Sind da Eier drin?
Oder gar ein Hase?
Nö!

Der Hackbraten hat mit Ostern von der Sache her rein garnichts zu tun.
Eigentlich läuft er unter dem Namen "Schweizer-Hackbraten",
da eine ordentliche Portion Emmentaler zu dem Hack gemischt wird.
Der Wiesbaden-Mann hat erstmal tüchtig die Nase gerümpft
 (Gesichtsmuster glich dem eines Shar-Peis), da er sich die Sache mit der
Erbsen-Mayonnaise nun so garnicht vorstellen konnte.
Schlußendlich hat es ihm aber doch gemundet.

Ich esse den Braten gerne kalt.
Zumal auch die Erbsen-Mayo in der ihr eigenen Körpertemeratur dazugegessen wird.
Somit eignet sich der Hackklops hervorragend für ein (Oster)-Brunchbuffet.


Rezept für ca. 10-12 Scheiben:

Für den Hackbraten
800 g Rinderhack
300 g Emmentaler (gerieben)
6 EL Semmelbrösel
1 EL "einfachen" Senf
4 EL Tomatenmark
1 Gemüsezwiebel (gewürfelt)
2-3 Knobizehen (zerdrückt)
Salz, Pfeffer und Paprikapulver
Alufolie

Für die Erbsen-Mayonnaise (alle Zutaten müssen Zimmertemperatur haben)
2 Eigelb
1/2 TL Senf
150 ml gutes Sonnenblumenöl
1 Knobizehe, zerdrückt
handvoll Erbsen (gefroren oder auch frisch, kurz bißfest blanchiert

Ofen auf 200 Grad (O/U-Hitze) vorheizen.
Alle Hackbratenzutaten gut der Hand vermengen und mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken.
Eine Kastenform mit Alufolie auslegen (die Folie sollte noch einige Zentimeter über den Rand gucken).
Hackmasse einfüllen, glattstreichen und mit der überstehenden Alufolie bedecken.
Im Ofen ca. 30 Minuten backen.
Aludeckel abrupfen und den Braten weitere 30 Minuten im Ofen lassen.
Ab und zu gucken, dass die Sache nicht zu dunkel wird, ggf. Temperatur verringern.
Braten aus der Kastenform nehmen und abkühlen lassen.
Am nächsten Tag schmeckt der Braten besonders lecker. Diesen aber unbedingt eine Stunde vor Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen, da er sonst zu fest ist (der Käse, der Käse!!!).


Für die Mayonnaise rührt man die Eigelb mit dem Senf sanft ineinander.
Danan einige Tropfen Öl zugeben und rühren.
Das restliche Öl langsam unterrühren, bis eine Mayonnaise entstanden ist.
Falls die Mayo zu dick geworden ist, einfach einige Tropfen Wasser zugeben.
Knoblauch einrühren, Erbsen unterheben - fertig!


Ich wünsche euch allen ein schönes Osterfest mit vielen bunten Ostereiern!

Mittwoch, 28. März 2012

Weinbirnen an heißer Rum-Zabaione

Letzte Woche schlenderte ich ganz unbedarft von unserer Flur-Westseite zur Flur-Ostseite (hey, ich will nicht angeben, aber diese Altbaubuden haben wirklich lange Flure). Der Weg führte mich zwangläufig an meinem tollen Allroundspiegel vorbei. "Allround" nicht, weil ich mich von vorne, hinten und der Seite angucken kann, sondern nur deshalb, weil ich so ziemlich alle spiegelrelevanten Tätigkeiten nur vor IHM verrichte. Badezimmerspiegel finde ich doof. Das Licht ist meist unvorteilhaft und bei kosmetischen Eingriffen, bei denen eine gewisse Spiegelnähe notwendig ist (rupfen, zupfen, tuschen und fuschen), drückt das Waschbecken in den Bauch, was zwangsläufig einen negativen Beigeschmack hinterlässt (ist mein Bauch so dick oder hat das Waschbecken einfach nur eine unglückliche Form?). Kurz und gut - seit Jahren verrichte ich solche Dinge eben genau vor diesem Flurspiegel. Da kann man dicht ranrücken, das Licht kommt sanft von der Seite...Perfekt! 
Als ich vergangene Woche also so am Vorbeischlendern war, dachte ich bei einem kurzen Blick auf meine Seitenansicht: Mensch, das Kohlenhydrate-Weglassen am Abend hat doch was gebracht! Mit ein wenig Luftanhalten sah das doch alles schon wieder ganz anständig aus. Und ich wäre nicht die Alex, wie ich sie kenne, wenn ich das nicht gleich zum Anlass genommen hätte, dieses Ergebnis ordentlich zu feiern. Mit `nem ordentlichen Nachtisch. 

Weinbirnen in heißer Rumzabaione habe ich das erste Mal vor ganz doll vielen Jahren gegessen.
Es war Liebe auf den ersten Bissen. 
Irgendwann habe ich dann dem Koch das Rezept abgeluchst. 
Die ersten Nachkochversuche sind kläglich gescheitert. 
Lange Jahre habe ich das Rezept dann nicht mehr angefasst.
Irgendwann dann doch.
Inzwischen bin ich die Heldin der Weinbirnen. 
Sag` ich jetzt mal so ;-)

Der Nachtisch ist recht aufwändig.
Irgendwie was für Weihnanchten.
Oder Hochzeitstage.
Oder Tage, an denen man die volle Dröhung braucht.
Oder als Belohnung - für einen reduzierten Bauchumfang!


Los geht`s für 4 Personen:
  • 100 g Zucker
  • 1/2 L Weißwein (fruchtig)
  • 1 El Zitronensaft
  • 4 Birnen (Sorte "Conference")

      • 4 Eigelb (von Bio-Eiern Größe "M")
      • 40 g Zucker
      • 100 ml Karamellsud (den ihr mit den oben genannten Zutaten herstellt)
      • 6 cl Rum
      • Vanillemark einer Vanilleschote
      • 5 EL Sahne
      Zucker in einem Topf, in dem auch die Birnen Platz haben, bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen 
      (das ist völlig umproblematisch, man muss keine Angst haben...einfach machen), 
      dabei rühren.

      In der Zwischenzeit die Birnen abschälen.
       Der Stil sollte dabei erhalten bleiben.

      Lebenszyklus einer Conference-Birne:


      Das Karamell mit dem Weißwein ablöschen.
      Rühren, bis sich das Karamel gelöst hat.
      Zitronensaft zugeben.
      Die Birnen im Wein-Karamellsud pochieren (ca. 30 Minuten bei schwacher Hitze).
      Birnen aus dem Sud nehmen und von der Flüssigkeit 100 ml abmessen.

      Ein Wasserbad aufsetzen und bei mittlerer Temperatur halten.
      Im Wasserbad die Eigelb mit dem Zucker verrühren.
      Die Flüssigkeit (Rum und Karamellsud) sowie das Vanillemark zugeben und schlagen, schlagen schlagen.
      Hier bitte die Tips zu meiner klassischen Zabaione beachten.

      Die pochierten Birnen (kalt) mit der Rum-Zabaione anrichten.
      Damit endet das Ursprungsrezept!
      Aber ich wollte diesmal mehr!
      Und habe noch selbstgemachtes Vanilleeis und Walnuss-Baklava mitgegeben!
      Es war göttlich! 


      Zu "Vanilleeis" und "Walnuss-Baklava" erfahrt ihr hier in diesem Theater bald mehr. 
      Bleiben Sie dran ;-)


      Montag, 26. März 2012

      Pistazien-Oliven-Pesto mit Spaghetti oder Röstbrot

      Pistazien könnte ich zu jeder Tages- und Nachtzeit, an allen Orten der Welt und
      zu jeder Art Kaltgetränk knabbern.
      Zu Weißwein, Rotwein, Gin-Tonic und einem kühlen Wässerchen (muss ja auch ab und zu sein).
      Ihr könnt euch also vorstellen wie groß meine Freude war,
      als ich vor Jahren über ein Rezept mit Namen "Pistazienpesto" gestopert bin.
      Endlich eine Möglichkeit, die kleinen grünen Dingerlein als
      Hauptspeise zu vertilgen. GROSSARTIG!


      Über die Jahre habe ich das Rezept für meine Belange
      (nussig, käsig und knoblauchhaltig muss es sein)
      zurechtgebastelt...und hier ist es:

      Für ein 500 g Glas:
      100 g Pistazien (ohne Schale)
      4 Knobizehen (frisch müssen sie sein)
      1 EL grüne Pfefferkörner (Glas)
      2 EL Zitronensaft
      120 g schwarze entsteinte Oliven
      120 g Parmesan
      120 ml Olivenöl


      Alle harten Zutaten im Mixer nacheinander kleinhacken
      und mit dem dem Öl vermixen.


      Das Pesto hält sich (olivenölbedeckt) einige Wochen im Kühlschrank.
      Mit Spaghetti oder ofengeröstetem Brot anrichten.



      Sonntag, 18. März 2012

      Koreanisches Rindfleisch in Sesamöl mit Kimchi

      Ich mag koreanisches Essen. Die Kombination von Sesamöl und Knoblauch lässt mein Herz hüpfen. Leider gibt es hier im Umkreis kein gutes koreanisches Restaurant. Mit lecker Bulgogi und so. Daher hole ich mit Korea ab und zu nach Hause...


      Kimchi:

      Kimchi ist die koreanische Antwort auf Sauerkraut. Wenn man es gegessen hat, stinkt man ganz herrlich nach Knoblauch ;-) Chinakohl und Rettich werden scharf-salzig eingelegt und mindestens 3 Tage kühl gestellt. Als Vorspeise oder zum Hauptgang dazu. Mit Reis, ohne Reis. Alles Geschmackssache!

      Klassisch wird Kimchi in einem Steinguttopf angesetzt und mit einem Stein beschwert. Ich bin da ganz pragmatisch unterwegs und fülle das Kohlgemisch in einen Plastikbehälter (mit Holzverkleidung), den ich irgendwann bei Ikea gekauft habe. Man kann aber auch einfach eine große Frischhaltebox (mit Deckel)nehmen...die ihr dann aber zukünftig ausschließlich für Kimchi verwenden könnt.

      Für einen Behälter mit ca. 1 Liter Fassungsvermögen:

      1/2 Chinakohl
      1/2 großer oder 1 kleiner Rettich (geputzt)
      1 Bund Schnittlauch (gewaschen und und in feine Scheiben geschnitten)
      1 Bund Frühingszwiebeln (gewaschen und in feine Scheiben geschnitten)
      1/2 Knolle frischen Knoblauch (geschält und in kleine Würfel geschnitten)
      1 Stück Ingwer (geschält und geraspelt)
      2 EL Rosenpaprika
      3 El Sambal Oelek
      1 El Zucker
      Salz

      Chinakohl halbieren, vierteln und 3 Std. in eine Schüssel mit einer Lake aus einem Liter Wasser und 4 EL Salz legen. Danach den Kohl abspülen, den Strunk entfernen, den Rest in mundgerechte Stücke schneiden.
      Rettich putzen, würfeln, in eine Schüssel geben, mit Salz bestreuen und 15 Min. ziehen lassen. Abwaschen.
      Kohl, Rettich, Schnittlauch, Frühlingszwiebeln, Knobi, Ingwer, Paprika, Sambal Oelek und Zucker mischen.
      Alle Zutaten in einen Aufbewahrungsbehälter geben .
      500 ml Wasser mit 2 El Salz verrühren und über die Kohlmischung geben.
      Kimchi an einem kühlen Ort aufbewahren und mindestens 3 Tage ziehen lassen.


      Rindfleisch in Sesamöl mit Glasnudeln und Gemüse:

      300g zartes Rindfleisch (gewaschen, trockengetupft und in feine Scheiben geschnitten)
      100 g Glasnudeln ( 5 Minuten in Wasser eingeweicht, danach 5 Minuten gekocht, Wasser abgießen)
      2 Möhren (geputzt und in feine Stäbchen geschnitten)
      1 Gemüsezwiebel (geschält, 1/4 gewürfelt, 3/4 in feine Stäbchen geschnitten)
      1 Paprika rot (geputzt und in feine Stäbchen geschnitten)
      200 g Blattspinatblätter (geputzt und grob in Scheiben geschnitten)
      7 Shitakepilze (getrocknet, 1 Stunde in lauwarmen Wasser eingeweicht, in Scheiben geschnitten)
      5 Knobizehen (geputzt und gewürfelt)
      Soyasauce
      Sesamöl
      Zucker
      Salz+Pfeffer


      Rindfleischscheiben in einer Marinade aus 5 EL Sojasauce, 2 EL Sesamöl, 1 EL Zucker, Zwiebelwürfeln,  Hälfte des Knobis und Pfeffer mindestens 3 Stunden einlegen.

      Glasnudeln mit 2 EL Sesamöl verrühren und mit einem Messer kreuz und quer zerschneiden,
      Paprika, Spinat, Pilze, restlicher Knobi sowie die Zwiebelstreifen in Sesamöl bißfest andünsten.
      Rindfleisch in Sesamöl anbraten. Gemüse und Glasnudeln zugeben und kurz mitbraten.
      Mit Sojasauce abschmecken und in einer schönen Schale servieren.


      Kimchi in meinem Kühlschrank:

        

      Alles hat ein Ende - auch das schönste Event!

      Am 15. März um 23.59 Uhr war es zu Ende.
      Speed-Cooking!


      Fast 80 Rezepte kamen zusammen - ich bin noch ganz überwältigt.
      Die Zusammenfassung aller Rezepte findet Ihr hier.

      Allen Teilnehmern und Zorra`s Kochtopf ein ganz dickes DANKESCHÖN.


      Herzlichst - Eure Alex

      Mittwoch, 14. März 2012

      Sandwiches und Scones: English Teatime!

      Geständnis am Mittwoch, den 14.03.2012, kurz nach halb zehn: Ich liebe Literaturverfilmungen von Jane Austin, Henry James und Charlotte Bronte (wo bekomme ich nur die Doppelpunkte über dem "e" her???). So, jetzt ist es raus! Wunderbare Landschaften, herzzerreißende Liebensgeschichten und immer und überall "Teatime" mit hübschem Porzellan und diversen Leckereien. Schmacht!

      Mir gefällt die Idee der "English Teatime". Tee, Sandwiches, Scones, Gebäck. Dazu ein kleiner Sherry....eine schöne Alternative zur deutschen Kaffeerunde.

      Daher wurde vergangenes Wochenende in Wiesbaden zur "Teatime" gerufen. Die Sandwiches habe ich frei nach von mir bereits verkosteten Exemplaren gefertigt und sie schmeckten wirklich "fine". Gesund sind diese Art Sandwiches allerdings nicht. Ich könnte mir auch gut vorstellen, statt des klassischen Weizentoasts, dünne Vollkornbrotscheiben (Bio, abgepackt) zu verwenden. Hier und da ein Salatblättchen würde sich sicher auch gut machen.

      Die Scones backe ich seit Jahren nach diesem einen Rezept. Leider hatte ich mich vergangenes Wochenende in der Zuckermenge vertan (weil Frau Alex mal wieder fünf Sachen gleichzeitig gemacht hat), was sich irgendwie auch auf die Form ausgewirkte. EIGENTLICH sehen sie WIRKLICH aus, wie ihre Brüder in England (also von der Form her eher wie ein der "Ayers-Rock" als der Feldberg im Taunus). 




      Here we go for 16 zweilagige Sandwiches:

      5 Weißbrotscheiben für Tramezzini (gab es abgepackt, 24 cm x 11 cm), alternativ: 14 Weizentoasts

      Eierfüllung (6 Sandwiches aus 2 Scheiben Tramezzinibrot):
      2 hartgekochte Eier (kleingewürfelt)
      2-3 EL Creme Fraiche
      S+P (wer mag: Hauch Currypulver)

      Alle Zutaten verrühren und auf eine Scheibe Toast streichen, mit der zweiten Scheibe Toast abdecken, in drei gleiche Teile schneiden, Stücke diagonal halbieren, sodass Dreiecke entstehen.

      Gurkenfüllung (6 Sandwiches aus 2 Scheiben Tramezzinibrot):
      3 EL Frischkäse
      1/2 Gurke (geschält und längs in 3-mm dicke Scheiben geschnitten)
      S+P
      Kresse
      Frühlingszwiebeln (gewaschen und in 3-mm dicke Scheiben geschnitten)

      Den Frischkäse auf eine Scheibe Tost streichen, salzen und pfeffern, mit den Gurkenscheiben auslegen, mit Kresse und Frühlingszwiebeln bestreuen, mit der zweiten Scheibe Toast abdecken, in drei gleiche Teile schneiden, Stücke diagonal halbieren, sodass Dreiecke entstehen.

      Käse-Tomaten-Füllung (4 Sandwiches aus 1 Scheibe Tramezzinibrot, halbiert)
      3 TL Frischkäse
      Hauch Tomatenmark
      S+P
      1 Scheibe Käse (wer mag auch mehr)
      1 Frühlingszwiebel (gewaschen und in 3-mm dicke Scheiben geschnitten)

      Frischkäse und Tomatenmark verrühren auf eine halbe Brotscheibe streichen, salzen und pfeffern, mit Käse belegen und mit Fühlungszwiebeln bestreuen, mit der zweiten Toasthälfe belegen, halbieren und nochmal halbieren, sodass vier Quadrate entstehen.


      Scones (12 Stück):
      • 250g Mehl
      • 1/2 TL Salz
      • 25g Zucker
      • 1/2 Päckchen Backpulver
      • 30g Butter
      • 150 ml Milch
      • 25 ml Sahne
      • Mehl zum Ausrollen
      Mehl, Salz, Zucker und Backpulver in einer Schüssel mischen.
      Butter und Milch zufügen und mit einem Mixer zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
      Im Kühlschrank 15 Minuten ruhen lassen.

      Backofen auf 220 Grad Celsius vorheizen.
      Backblech mit Backpapier auslegen.
      Teig ca. 2 cm dick ausrollen und mit einem Förmchen oder Glas (4 cm Durchmesser, immer wieder in Wasser tauchen) ausstechen, auf das Backpapier setzen. 10 Minuten ruhen lassen.
      Scones mit Sahne bestreichen und in der Mitte des Ofens ca. 15 Minuten backen.
      Die Scones reicht man klassisch mit "Clotted Cream" -ich nehme auch einfach ein gutes Stück Butter- und Konfitüre (ich nehme gerne meinen Orangen-Zitronengelee zu Scones).

      Sandwiches und Scones (inkl. Zubehör) mit einem guten Tee servieren.
      How wonderful Mr. Darcy!

      Sonntag, 4. März 2012

      Lachs-Mango-Tatar mit Limetten-Creme

      Langsam wird es wärmer. Draußen vor der Haustür. Die Vöglein fangen an zu zwitschern und wie in den letzen Jahren versuche ich den Wiesbaden-Mann dazu zu bewegen, das entzückende Meisen-Brutkästchen, das ich vor Urzeiten geschenkt bekommen habe, auf dem Balkon anzubringen. Meine Überzeugungskräfte lassen anscheinend schwer zu wünschen übrig, denn das bunte Kästchen steht immernoch unbewohnt in unserem Kruschelzimmer in der Ecke. Anstatt also Meisen beim Einrichten ihrer neuen Brutstätte zu beobachten, ließ ich meine Frühlingsgefühle vergangenen Freitag an 300 g geräuchertem Lachs und einer Mango aus. 


      Das Rezept (2 gr. oder 4 kl. Portionen) -frei nach Alex- kommt hier:
      • 300 g politisch korrekter Lachs (am Stück geräuchert, in kleine Würfel geschnitten)
      • Fruchtfleisch einer halben, schön gereiften Mango (in kleine Würfel geschnitten) 
      • 3 Frühlingszwiebeln (gewaschen und in feine Ringe geschnitten)
      • 1 Knobizehe (fein gewürfelt)
      • 1 TL Agavendicksaft oder Honig
      • 2 El Olivenöl
      • Salz und Pfeffer aus der Mühle
      • 2 Bio-Limetten, ausgepresst und abgerieben (Schale)
      • 100 g Creme Fraiche
      • frische Kresse
      • weg mag: einige Körner schwarzer Sesam, leicht angeröstet




      Lachs- und Mangowürfel, Frühlungszwiebeln, Knobi, Agavendicksaft oder Honig, Olivenöl, Salz+Peffer und 3/4 des Limettensafts in eine Schüssel geben und gut verrühren. 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.

      Creme Fraiche mit dem restlichen Limettensaft verrühren und mit Salz abschmecken.


      Lachs-Mango-Tatar in Gläser füllen und mit der Limettencreme,
      der Kresse und dem Sesam dekorieren.
      Schmeckt lecker frisch und frühlingshaft.
      Piep, piep!




      Mittwoch, 29. Februar 2012

      Wiesbadener Krautbraten mit Jörg`s Klößen*

      Wie schön sind Erinnerungen an Kindertage. Zum Beispiel an Waldi. Mein erstes Stofftier. Ich kann noch nicht mal sagen, was für eine Art Tier er eigentlich repräsentieren durfte bzw. darf (Waldi existiert nämlich noch). Hund oder Bär oder war er gar das Ergebnis eines schlimmen Genversuchs? Was meint Ihr? Bild unten. Und fürs Protokoll: Mein Doppelkinn hat sich inzwischen verwachsen ;-). Erinnerungen an meinen Barbie-Camper (hüstel, ja ich war ein Barbie-Fan), meine Rollschuhe, und an Mami`s Superpampe.  Und es gab ein weiteres Gericht, das ich über alles geliebt habe: Bamberger Krautbraten! Der Krautbraten wurde im Römertopf zubereitet und tadadada ... jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema: Tonbräter!
      Die gute Zorra hat zum "TONBRÄTER revival" geladen. Eine supertolle Sache, da ich schon seit 20 Jahren einen Römertopf besitze, den ich bis vergangenen Sonntag noch NIE benutzt habe. Ja. So ist es.
      In Erinnerung an glückliche Kindertage wollte ich als Beitrag "Mami`s Bamberger Krautbraten" liefern. Da ich aber diverse fettlastige Bestandteile weggelassen habe, machen wir aus Bamberg einfach Wiesbaden und lassen meine Mama außen vor und schon passt die Sache. 

         
      Zum Krautbraten gab es Lecker-Klöße nach dem Rezept meines Herzbuben Jörg.

      Und hier kommen die Zutaten für 3-4 Personen (je nach Eßkraft) für einen Römertopf:
      Sonnenblumenöl für Bratvorgänge

      Krautbraten:
      • 700 g Weißkraut
      • 2 gehackte Zwiebeln
      • 250 g gewürfeltes Schweinefleisch (wenn möglich bitte von glücklichen Schweinen, grunz)
      • 500 g Rinderhack
      • 1 EL Kümmel
      • ordentlich Salz und Pfeffer und wer mag auch etwas Chili)
      • 2 Gläser Weißwein
      Jörg`s Klöße:
      • 360 g Knödelbrot (oder 3-4 trockene Brötchen, in Würfel geschnitten)
      • 6 Eier
      • 320 ml Milch
      • 3 Zwiebeln
      • Salz
      • frische Petersilie (gehackt)
      Vom Kohlkopf die äußeren Blätter abnehmen.
      Strunk herausschneiden und den Kopf in siedendem Wasser 10 Minuten köcheln lassen.
      Ofen auf 220 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze).
      12 Blätter ablösen, den Rest in kleine Stücke hacken.
      Öl in einem Bräter erhitzen und die gehackten Zwiebeln, das gewürfelte Schweinefleisch und das Rindfleisch andünsten. Den gestückelten Kohl zugeben. Kümmel und restliche Gewürze zugeben, Weißwein zugießen und 10 Minuten schmoren lassen.
      Den Römertopf 15 Minuten wässern (sagt die Mama).
      Form mit 6 Kohlblättern auslegen.
      Fleisch-Kohlmischung darüber geben und mit den restlichen Kohlblättern abdecken.
      45 Minuten ofeln.


      In der Zwischenzeit die Zwiebel für die Knödel glasig dünsten.
      Milch erhitzen und mit den Eigelb, Pfeffer und Salz verquirlen.
      Eiweiß steif schlagen.
      Milch-Ei-Gemisch und die Zwiebeln über die Brötchenwürfel geben und 10 Minuten ziehen lassen.
      Eiweißschnee unterheben.
      10 Minuten ziehen lassen.
      Masse zu einem Laib formen und in ein sauberes Küchenhandtuch geben.
      Fest einschlagen und die austretende Flüssigkeit austreten lassen.
      Beide Enden mit Garn zubinden.
      Die Sache sollte dann in etwa sooooo aussehen:


      Knödelhandtuch 45 Minuten in köchelndem Wasser sieden lassen.
      Laib auspacken und in dicke Scheiben schneiden.

      Hinweis:
      Der Krautbraten nimmt es Euch nicht übel, wenn er etwas länger im Ofen bleibt.
      Ihr könnt in der Zwischenzeit in Ruhe die Knödel zubreiten.

      Knödel mit Krautbraten servieren.

      Aus dem Wiesbadener Krautbraten kann man einen Bamberger Krautbraten machen, in dem man noch ordentlich Schweineschmalz und Räucherspeck zugibt. Ein Schnaps ist danach allerdings ein Muss.


      Liebe Grüße an Zorra, die meinen Römertopf zu neuem Leben erweckt hat.

      Und hier kommt Waldi mit Klein-Alex:


      Und, was ist Waldi für ein Tier?
      Freue mich auf Eure Kommentare!

      *für alle Wiener unter Euch und für die EINE ganz speziell: Ich meinte natürlich: Knödel!!!!!!

      Sonntag, 26. Februar 2012

      Hellblaue Vanilla-Cupcakes für Uwe

      Es hellblaut so hellblau, wenn Wiesbadens Ofen glühn. Na,ja gut...ein wenig gekrampft, aber es kommt von Herzen. Wo fange ich diesmal an. Vielleicht beim Thema Foodblog-Events. Es gibt immer mehr davon und jeder ist irgendwie toll. Manche sind knifflig. Wie damals, als Astrid auf der Suche nach Gerichten war, die mit "N" anfangen. Einen Riesenspaß hat es gemacht, sich dazu etwas auszudenken. Mein Beitrag seinerzeit: "Nashorn-Foglioni mit Parmesan-Salbei-Sahne". Wen es interessiert... hier kann man die Geschichte dazu lesen.
      Und nun kommt Uwe mit seinem "COOKBOOK OF COLORS" um die Ecke. Nicht mein Wiesbaden-Mann Uwe, sonder DER Uwe. Wahnsinn! Der Februar stand und steht unter der Farbe hellblau. Umpf. Für mich konnte das nur etwas Süßes sein. Denn so ein hellblaues Hühnchen oder einer hellblauer Blumenkohl...also ich weiß nicht (freue mich auf Uwes Zusammenfassung für den Februar - wer weiß, was sich der ein oder andere Verrücktes ausgedacht hat ;-).

      Nach dem Cupcake-Desaster aus dem August (tüpfelchens 1. Geburtstag) hatte ich mich an Cupcakes im Allgemeinen nicht mehr herangetraut. Bis gestern! Im Schutze meines aus den USA eingeflogenen Backbuches "the complete MAGNOLIA BAKERY cookbook" habe ich mich in die Küche gewagt und dieser wundervolle Cupcake kam dabei heraus (Achtung: Kitsch-Allergiker bitte weggucken):


      Ist er auf Omas Sammeltellerchen nicht hübsch anzusehen ?
      Und, ja: Es ist hellblau und nicht türkis. ECHT!
      Und noch ein Foto:


      Das Rezept habe ich an unser metrisches System angepasst und etwas Speisefarbe zugefügt.
      Here we go (12 Cupcakes):

      Teig:
      • 100g self-rising flour (= 100 g aus 500 g Mehl (405) + 1 Päckchen Backpuler)
      • 90 g all-purpose flour (Mehl 405)
      • 125 g Butter
      • 200 g feiner Zucker
      • 2 Bio-Eier
      • 100 ml Milch
      • 1/2 Teelöffel Vanille-Extrakt
      • 12 Muffin-Papers
      • Muffinform für 12 Muffins
      Alle Zutaten müssen Zimmertemperatur haben.
      Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen (Ober- und Unterhitze)
      Butter in der Küchenmaschine (oder mit Hilfe des Handmixers) schaumig schlagen.
      Den Zucker langsam hinzugeben und 3 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit weiterschlagen.
      Eier zugeben.
      Peu à peu Mehl, Milch und Vanille-Extrakt hinzugeben und alle Zutaten gut verrühren. Dabei sicherstellen, dass keine Zutaten mehr am Rand kleben (insbesondere Mehl hängt sich gerne dort fest).
      Muffinform mit Papers auslegen und jedes Paper 2/3 mit Teig befüllen.
      Küchlein 20-25 Minuten backen (bis sie bräunlich sind); im Anschluss abkühlen lassen.

      Frosting:
      • 125 g Butter
      • 400 g Puderzucker (gesiebt)
      • 100 ml Milch
      • 1 TL Vanille-Extrakt
      • blaue Speisefarbe
      • Zuckerdeko nach Wahl
      Butter mit der Hälfte des Zuckers, Milch und Vanille-Extrakt ca. 3 Minuten schaumig rühren.
      Peu à peu den restlichen Zucker zugeben und weiterrühren.
      Soviel Speisefarbe zugeben, bis das Frosting die gewünschte Farbe hat.

      Mit Hilfe einer Spritztüte (ich habe eine von Tupperware und gebe ihr nach all den Spritztüten in meinem Leben eine eins) die Küchlein mit dem Frosting und der Zuckerdeko verzieren. 
      By the way: Das Frosting hält sich gut verpackt 3 Tage im Kühlschrank.

      Uahh, ich bin verliebt in diesen Kitsch......


      Nachwort:

      Cupcakes sind mächtig. Mächtig lecker und mächtig schwer. Sie machen aber auch mächtig glücklich. Wer als CupcakeLiebhaber einige Tage in New York verbringt, sollte unbedingt in der Magnolia Bakery vorbei schauen:


      (Ich mag die Filiale 401 Bleecker Street, NY)

      Uwe, vielen Dank für diese tolle Veranstaltung - ohne Dich hätte ich mich womöglich nie mehr an Cupcakes herangewagt.

      Freitag, 24. Februar 2012

      Im Käsefieber: Knusprige Käse-Lollies!

      Ich bin Alex und ich bin foodblogsüchtig. Wie sich das äußert? Ein Beispiel: Da ist der Wiesbaden-Mann mal außerhäusig unterwegs und Frau Alex könnte das gnadenlos ausnutzen: Laut Marianne Rosenberg oder ABBA hören, schlimm kitschige Filme gucken, dabei einen Cocktail trinken, oder lesen oder Klavier üben oder..aber nee...da stöbere ich lieber durch meine liebsten Food-Blogs und begeistere mich an den Beiträgen von  Mel, SimoneAstrid, Alex, Heike, Zorra, natürlich Christina  und...es gibt soo viele Schöne. Susanne, Uwe...gut jetzt!  Ob es wohl schon Selbsthilfegruppen gibt? 

      Aber jetzt zurück zur eigentlichen Sache:    
      Meine liebe Kollegin Marion, die bereits bei meinem Beitrag über Kochkäse eine tragende Rolle spielte, überraschte uns kürzlich mit diesen wundervoll knusprigen Käse-Lollies:


      Genau das Richtige, wenn Gäste kommen und man im Stehen das erste Sektchen zu sich nimmt.

      Und so werden die Lollies wirklich schnell gemacht:
      • Ofen auf 200 Grad Celsius vorheizen,
      • Käse eurer Wahl reiben (getrennt voneinander): Parmesan, Cheddar..alles was reibbar ist,
      • wer mag kann Pfeffer, Kümmel, Paprikapulver....unter den Käse mischen,
      • Käse möglichst kreisförmig (Plätzchenausstecher!) auf ein bebackpapiertes Blech streuen,
      • Holzspieße auf den Käse drücken und
      • ca. 10 Minuten backen, bis der Käse bräunlich wird,
      • Lollies abkühlen lassen!
      Käse-Lutscher in einem mit Sand oder feinen Steinchen gefüllten Gefäss servieren!

      Dazu ein schönes Gläschen gekühlten Sekt, Cremant, Cava oder Champagner servieren.

      Montag, 20. Februar 2012

      Speed-Cooking ist angesagt...

      Hah! Ich darf für Zorra und ihren KOCHTOPF einen Blog-Event ausrichten. Ich freue mich ja sooo sehr! Hoffentlich kommen einige schöne Rezepte zusammen...

      Klickt auf den Speed-Cooking-Banner RECHTS, wenn ihr mehr erfahren möchtet!

      Sonntag, 19. Februar 2012

      Lecker-Schweizer-Käsefondue!

      Was wäre ein Winter ohne ein anständiges Käsefondue? So fanden sich gestern fünf Käse-fondueliebhaber (und ein weniger begeisterter Mitesser) in der Nähe von Darmstadt zusammen, um Brot- und Kartoffelwürfelchen in ein feines Gemisch aus Wein, Kirschwasser und Käse zu tunken. Lecker war`s!


      Das Rezept stammt von meiner Freundin Heike, die es wiederum ihrer schweizer Schwiegermutter entlockt hat. Und hier ist es:

      Rezept für 4 Personen:
      • 330 g Appenzeller (gerieben)
      • 600 g Greyerzer (gerieben)
      • 530 ml eines trockenen und säurehaltigen Weißweins (z.B. Riesling)
      • 1 EL Zitronensaft
      • 2 Gläschen Kirschwasser
      • 1 TL Speisestärke
      • 2 Knoblauchzehen
      • Baguette, Schwarzbrot, gekochte Kartoffeln...in Würfel geschnitten
      • Silberzwiebeln, Salat, saure Maiskölbchen....
      Den Käse kauft ihr bestenfalls in bereits geriebenem Zustand bei einem Käsehändler eures Vertrauens.
      Weißwein in den Käsefonduetopf geben und erhitzen.
      Den Käse nach und nach zugeben, bis sich dieser aufgelöst hat.
      Knoblauchzehen in den Topf pressen.
      Die Speisestärke im Kirschwasser auflösen und zusammen mit dem Zitronensaft in das Gemisch geben.
      Rühren, rühren, rühren.


      Falls die Käsemasse zu dünnflüssig sein sollte, noch etwas Speisestärke (in Kirschwasser gelöst) zugeben.

      Den Fonduetopf auf ein Rechaud (mittlere Hitze) stellen.


      Brot- oder Kartoffelwürfel (wer mag auch Gemüse) in den Käse tunken und essen.