Sonntag, 27. Februar 2011

Weltbestes Kartoffelgratin

Wie letzten Sonntag versprochen, kommt hier mein weltbestes Kartoffelgratin-Rezept:
Für 4 Personen benötigst Du:

750 g mittelgroße Kartoffeln (nicht festkochend)
250 ml Milch
200 ml Sahne
2 Knoblauchzehen (ausgedrückt)
Muskat, Pfeffer, Salz
geriebener Parmesankäse
Butter für die Form

Kartoffeln schälen, abspülen und mit einer Gemüsereibe in feine Scheiben schneiden.  


Ofen auf 180°C vorheizen. Form (ich nehme ein ovale Auflaufform 26x19x6 cm) mit Butter einfetten. Die Kartoffelscheiben gleichmässig in die Form schichten. Milch, Sahne und Knobis verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Ordentlich mit frisch geriebenem Parmesan bedecken und 45-60 Minuten (je nach gewünschter Bißfeste) im Ofen goldbraun backen.

Käse-Schinken-Quiche

Ein Vorsatz, den ich für das Jahr 2011 gefasst hatte: Alex lernt, leckere Quiches und Tartes zu backen! Vorsatz Nummer 2: Abspecken! Leider muss ich mir inzwischen eingestehen, dass sich meine beiden Vorsätze nicht wirklich vertragen.

Gestartet habe ich gestern mit einer "Käse-Schinken-Quiche". Hier kommt alles rein, was fett und hüftlastig ist:

Für eine Tartform ca.26 cm Durchmesser:

Teig:
150 g Butter (hipp hipp hurra!)
200 g Mehl
1 TL Salz
3 EL Wasser
Semmelbrösel

Füllung:
150 g Schinkenspeck (gewürfelt - jippie!)
4 Eier
250 g geriebenen Emmenthaler (ohhhh yes!)
4 Eier
150 g saure Sahne
1 gestrichenen TL Salz
Pfeffer
2 EL Estragon (getrocknet)
1 TL Paprikapulver


Alle Teigzutaten mischen und mit dem Rührgerät oder der Küchenmaschine zu einem schönen geschmeidigen Teig verarbeiten (lassen). In Klarsichtfolie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank kühlen. Inzwischen die Zutaten für die Füllung in einer großes Schüssel zusammenmengen. Die Tartform mit Butter ausreiben, damit sich die Quiche nach dem Backen wieder gut aus der Form lösen lässt. Den Backofen auf 210 Grad Celsius (Ober- Unterhitze) vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, kurz ankneten und mit beiden Händen in der Form verteilen, bis der Boden bedeckt ist. Einen kleinen Rand stehen lassen. Teig locker mit Semmelbrösel bestreuen.

Die Füllung auf dem Teig verteilen, dabei den Rand aussparen.


Die Form in den Backofen geben und 35 Minuten backen.
Wie Ihr auf dem obigen Bild sehen könnt, ist die Quiche recht flach, dafür aber sehr gehaltvoll.
Der Teig schmeckt lecker buttrig.
Statt des Estragons könnt Ihr auch andere Gewürze nehmen.
Zu der Quiche passt wunderbar ein Glas Riesling (gekühlt).
Bon appetit!

Sonntag, 20. Februar 2011

Boef Bourguignon nach Julia Child (& me)

Wiesbaden 2010: Caligari Filmbühne, mein absolutes Lieblingskino, Film am Sonntag: Julie & Julia. Amy Adams (als Julie Powell) & Meryl Streep (als Julia Child) kochen sich 118 Minuten durch die französische Küche. Ein herrlicher Film! 

Wiesbaden 2011: Ankunft eines Päckchens von "amazon". Inhalt: Das Kochbuch "Mastering the Art of French Cooking" von Julia Child, Louisette Bertholle & Simone Beck, Sprache: very english

Mein Vorhaben am gestrigen Samstag: Julia Childs "Boef Bourguignon" nachkochen. Selbstverständlich stilecht mit brauner Lockenperücke, Perlenkette und riesigen Perlmutt-Ohrringen.


Nachtrag Oktober 2013:
Das BB habe inzwischen schon sehr häufig gekocht und sowohl die Mengenangaben (mehr Gemüse) als auch die Zubereitungsart (weniger aufwändig) angepasst. Daher entspricht das hier angegebene Rezept nicht mehr dem Original (das ich auf Anfrage gerne weitergebe). 

Mengenangaben für 6 gute Esser:
ausreichend Butter und Öl zum Braten
1, 5 kg bestes Fleisch vom Rind (ich hatte Hüfte)
200 g Schinkenspeck, in Würfel geschnitten
5 Karotten, erst in Scheiben geschnitten, dann geviertelt
2 Gemüsezwiebeln, in Würfel geschnitten
30 Eschalottes
800 g Champignons
1 Liter (oh ja) Burgunder
500 ml Rinderbrühe (selbstgemacht oder bspw. von "Alnatura")
3 EL Tomatenmark
5 Knoblauchzehen, zerdrückt
8 Zweige frischer Thymian
3 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer und Mehl
2 EL Dijon-Senf
Außerdem: Richtig viel Zeit, eine Kerze und seichte Hintergrundmusik


Speck-, Karotten- und Zwiebelwürfel in einem Bräter (in Öl) andünsten, herausnehmen und zur Seite stellen. Rindfleisch abwaschen, trockentupfen und in große Stücke schneiden (ca. 8 x 4 x 2 cm). 
Backofen auf 160°C vorheizen (Ober- und Unterhitze). 
Fleisch im bereits benutzten Bräter (Öl) von allen Seiten scharf anbraten, mit Salz&Pfeffer würzen (dabei umrühren, damit sich die Gewürze gut verteilen), großflächig mit Mehl bestäuben, bedeckeln und einige Minuten schmoren lassen, umrühren.
Tomatenmark zugeben und einige Minuten anbräunen lassen.
Speck-, Karotten- und Zwiebelwürfel, Knoblauch, Senf, 6 Thymianzweige, 2 Lorbeerblätter, 750 ml Wein und soviel Rinderbrühe hinzugeben, bis das Fleisch bedeckt ist. 
Bräter mit Deckel in den Ofen stellen (unteres Drittel) und 2,5 bis 3 Stunden köcheln lassen, ab und zu umrühren. Das Boef ist gut, wenn es saftig und leicht faserig ist (s. Foto), die Flüssigkeit sollte gut verdampft sein.

     

In der Zwischenzeit:
Eschalottes schälen, etwas Butter in einer Pfanne schmelzen, die Eschalottes hinzugeben und bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten bräunen lassen. Im Kochbuch steht hier: "You cannot expect to brown them uniformlay" - also versucht es erst garnicht. 
250 ml Rotwein, 1 Lorbeerblatt und 2 Thymianzweige zu den Zwiebelchen geben und den Sud 40-50 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, zur Seite stellen.


Champignons putzen und viertel (kleine Pilzchen könnt ihr auch ganz lassen).
2 EL Butter und 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, Pilze hinzugeben und bei mittlerer Hitze schön anbräunen lassen, zur Seite stellen.

Den Bräter aus dem Ofen holen, Sauce ggf. abbinden (mache ich nie), Eschalottes und gebutterte Champignons hineingeben, umrühren. Boef heiß servieren! 

Hierzu passt mein Kartoffelgratin oder einfach nur Baguette.

Ein "HOCH" auf Julia Child und natürlich: BON APPETIT!

Sonntag, 6. Februar 2011

Das Beste, was aus einem trockenen Brötchen werden kann...

Neben dem allwöchenlichen Sonntagskaffee, dem Walken im Wald (manchmal), den Sonntagsbesuchen (bei Freunden oder Eltern)  und der sonntäglichen Maniküre frage ich mich: Was habe ich in der letzten Woche Wahnwitziges vollbracht? So richtig viel fällt mir da garnicht ein. Die Zeit vergeht einfach so mit den täglichen Pflichten und Freuden und so kam es denn dann auch, dass ich meinen Blog schlimmst vernachlässigst habe. Aber heute ist es soweit: Alex is back! Während in der Küche ein thailänischer Gulasch schmorrt (bei Gelingen hört ihr hier mehr) nutze ich die Zeit, um Euch von einer meiner 1. Kindheits-Love-Affair zu  berichten. Nicht der Nachbarsjunge Markus oder mein Rollschuh-Club-Freund Thomas waren es - nein! Meine Liebe galt vom ersten Bissen an den Karthäuser Klößen meiner Oma Annemarie! Manche Menschen kennen das Gericht auch unter "Arme Ritter" - aber wie traurig hört sich das denn an? Hierbei werden trockene Brötchen in Milch eingeweicht, in Butter ausgebacken und in Zucker und Zimt gewälzt. Null Prozent Vitamine, hundert Prozent Glück!



REZEPT:

3 richtig trockene Bötchen
3 Eier
200 ml Milch
1 EL Zucker
Butter zum Ausbacken
Küchenkrepp
Zucker- Zimtmischung aus 1 EL Zucker und 1/2 TL Zimt

Brötchen mittels einer Reibe von der dunklen Kruste befreien und in der Mitte zerbrechen (zur Not Gewalt anweden und Messer zur Hilfe nehmen). Eier, Milch und den einen EL Zucker in einer Schüssel verrühren. Brötchenhälften darin einweichen, bis sie gut durchdrängt sind, herausnehmen und mit der Hand ausdrücken. Butter in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Brötchenhälften darain ausbacken, bis diese eine bräunliche Farbe angenommen haben. Herausnehmen und mit einem Küchenkrepp betupfend vom gröbsten Fett befreien. Die ausgebackenen Brötchen in der Zucker-Zimtmischung wälzen umd warm servieren (man kann die Klößchen aber auch kalt oder mit Vanillesauce essen)!