Buohhhh: Mein 100.ster Beitag auf "mein-i-tüpfelchen". Kann das sein? Ich schüttle mir mal kurz selbst die Hand. Wenn mich heute jemand fragt: "Sach mal Alex, wie kamsde denn auf die komische Idee, sonen Blog zu schreiben?", dann habe ich folgende Standard-Antwort parat: "Ich koche gern, ich fotografiere gern und ich schreibe gern. Was soll man da anderes machen, als einen Blog schreiben?". Darauf folgt meist ein Nicken und ein verständnisvolles "hhmm". Vom Grundsatz her ist meine Antwort natürlich richtig. Wenn auch stark vereinfacht wiedergegeben. Denn so klar, wie eine mathematische Gleichung, war mir die Sache mit dem Blog damals nicht. Aber das ist eine andere Geschichte. Völlig richtig ist: Ich fotografiere gern. Aber so richtig KÖNNEN, tue ich es eigentlich nicht. In den 80er Jahren vermachte mir meine Mama ihre alte "Retina" von Kodak. Mit der musste man noch Blende und Zeit von Hand einstellen. Der Film musste, je nachdem, was man vorhatte, mit der richtigen ISO-Zahl gekauft werden und man überlegte sich VOR dem Abdrücken ganz genau, was man wie fotografieren wollte. Denn jedes Bild zählte! Heutzutage nimmt einem die Technik schon einiges ab. Auch ohne Wissen über Tiefenschärfe und Brennweite kann man mit einer Vollautomatik-Kamera schon ganz vernünftige Bilder zaubern. Und auch ich bin in den letzten Jahren immer mehr dem Bann der Vollautomatik verfallen und habe meine Foto-Grundkenntnisse fast vergessen. Schande über mich! Seit fast zwei Jahren fotografiere ich nun "food". Die Fotos sind im Laufe der Zeit besser geworden. Aber so richtig zufrieden bin ich noch nicht. Ich wollte wieder back to the roots. Verstehen, was ich da eigentlich mache, Und lernen, was ich besser machen kann.
Und dann kam die langersehnte Ankündigung von Susanne von
la petite cuisine & Jeanny von
Zucker, Zimt und Liebe: Wir machen einen Workshop! Titel:
SHOOT the FOOD!
Und so stiegt ich am 30. Juni um 6.38 Uhr am Frankfurter Flughafen in den ICE Richtung Brüssel, der mich in unglaublichen 61 Minuten zum Kölner Hauptbahnhof brachte. Mein Rollköfferchen und ich trullerten schließlich gegen halb neun in den Räumlichkeiten des "
Purino" ein, das sich in einer alten Werkshalle auf dem Carlswerk-Areal befindet.
Die Location hätte besser nicht sein können: offen und hell - bestückt mit rustikalen Tischen und Bänken, auf denen schon allerlei Dinglein und....
....Geschirr (
ASA-SELECTION) standen, die/das arrangiert werden wollte....

Auf die Einzelheiten möchte ich hier garnicht eingehen. Wer gerne kocht oder backt und das Ergebnis -aus welchen Gründen auch immer- fotografieren möchte, sollte sich einen Tagesworkshop bei Susanne und Jeanny (Foto folgt) gönnen:
Ich habe viel gelernt. Ich weiß wieder, was eine Blende ist und worauf man beim Arrangieren von "Food" achten sollte. Noch dazu habe ich ganz nette Menschen kennengelernt (Nicola aus England, ja England, mit ihrem Blog "
September Cottage" und Kerstin, von
"Genussgipfel" und die reizende
Magdalena aus Luzern, die nach dem Workshop heilfroh war, kein hochdeutsch mehr sprechen zu müssen und, und und....). Und dann war auch noch "
Effile" da. DAS Magazin für Essen und Trinken, das ich -allein wegen Stevan Paul- so gern lese. Und Caro von
sodapop. Hach!
Theorie und Praxis haben sich wunderbar ergänzt. Wir durften lauschen und fragen, arrangieren, rücken, rucken und zupfen, knipsen, und lachen.
Am Nachmittag gab es noch eine Überraschung. Die
klitzekleine Frau Dani kam, live und in Farbe -in Begleitung von Herrn klitzeklein- mit einer Ladung
Vanillecupcakes mit Vanillebuttercreme vorbei. Dani ist genauso reizend, wie ihr Blog und die Cupcakes waren göttlich! Vor dem Verzehr mussten sie selbstverständlich ins Rampenlicht:
An dieser Stelle sei gesagt, dass ich mich riesig auf Danis Buch freue, das im Herbst erscheint. Das Buch kann man bei
amazon bereits vorbestellen. Wer mag, kann zuvor beim
Covervoting mitmachen. Cover 1 isses - klar oder?
Alles in allem: Es war ein toller Tag!
Susanne und Jeanny: Ihr habt das sooo gut gemacht!
Ich würde es wieder tun!
Ich danke Euch!