Dienstag, 30. August 2011

Nashorn-Foglioni mit Parmesan-Salbei-Sahne

Der Schlamassel (und das ist nicht despektierlich gemeint ;-)) begann vor einigen Tagen, als ich beim Blogstöbern über die Ankündigung von "kochtopf" und "Arthurs Tocher kocht" gestolpert bin, die gemeinsam den Blog-Event LXXI - Rezepte mit N ankündigten (kurz: gesucht werden Rezepte, die mit "N" anfangen). Ohne großartig darüber nachzudenken kommentierte ich den Beitrag mit "...irgendwas mit Nougat oder Nutella oder Nüssen oder Nashorn muss es sein". Und da stand es nun: NASHORN! Das Tier ließ mich den ganzen Abend nicht mehr los und immer mehr setzte sich die Idee fest: Ich brauche ein Rezept mit NASHORN. Nachts träumte ich von den Nashörnern im Frankfurter Zoo, von Nashörnern in Afrikas Steppe und Nashörnern auf meinem Teller. Beim morgentlichen Zähneputzen kam mir endlich die Idee und das ist dabei heraus gekommen:


Nashornpasta - die sollte es sein. Zum Glück war Wochenende, sodass ich noch mit Nachthemd bekleidet im Internet nach Keksausstechern in Nashornform suchen konnte. Bei "der-kleine backladen" wurde ich fündig. Wenige Tage später war er da: NORBERT, mein NASHORN!

Ich hatte mir, während NORBERT auf dem Postweg zu mir unterwegs war, außerdem in den Kopf gesetzt, irgendetwas typisch Afrikanisches zu der Nashornherde zu kochen. Nachdem ich mein Kochbuch "Der Geschmack Afrikas" durchgeblättert hatte, musste ich mir eingestehen - da passte selbst mit viel Fantasie kein eines Gericht zu Pasta.

Was aber immer geht, ist die Parmesan-Salbei-Sahne meines Freundes Carsten, die ich hier und heute vorstelle: 

Pastateig für eine mittelgroße Herde, ausreichend für 2 Personen:
  • 100 g Weizenmehl
  • 20 g Hartweizengrieß
  • 1 Ei (S)
  • 1 Eigelb (S)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
Alle Zutaten mit dem Knethaken Deines Handrührers oder Deiner Küchenmaschine verrühren und mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Wenn der Teig zu nass ist (er also fies an den Händen kleben bleibt), noch ein wenig Weizenmehl zugeben.

Den Teig mit Hilfe Deiner Nudelmaschine (oder Nudelholz) zu ca. 2-mm dicken Teigplatten verarbeiten. Die Teigplatten auf der gemehlten Arbeitsplatte ausbreiten und mit NORBERT ein Nashorn ausstechen.
Dabei singen wir:
"Ein kleines Nashörnchen, das war zuerst allein, dann wurde nochmal ausgerollt ..... 


da waren es schon zwei...


Zwei kleine Nashörnchen, die tranken gerne Bier und kaum hat man sich umgeguckt da waren es schon vier...lalala"

Soweit zur Gesangseinlage.

Die Nashornfamilie wird ca. 8-10 Minuten in Salzwasser gekocht.

Parmesan-Salbei-Sauce:
  • 200 g Bio-Sahne (also ein Becher)
  • 30 g geriebener Parmesankäse
  • 6 große frische Salbeiblätter
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz
Sahne, Knoblauch, Parmesan und Salbei in einem Topf zum Kochen bringen. Rühren, rühren, rühren...
Die Sahne solange einkochen, bis sie dickflüssig ist.
Man muss dabei wirklich rühren, da die Sahne ansonsten anbrennt und dann ist alles hin...
Knoblauch und Salbei entfernen und die Sauce mit Salz abschmecken.

Nashornfamilie mit Parmesan-Salbei-Sauce auf einem mit Paprikapulver besprenkelten Teller anrichten
(wer mag, kann Pfefferkörner als Augen verwenden).


Jetzt gucke ich erstmal "Jenseits von Afrika", wobei in dem Film - wenn ich mich recht entsinne -
keine Nashörner vorkommen.

Dienstag, 23. August 2011

Dufte, dufte...hessischer Kochkäse!

Meine Kollegin Marion macht den weltbesten Kochkäse. Das mag daran liegen, dass ich, wenn ich genauer darüber nachdenke, nur ihren Kochkäse kenne. Kochkäse ist eine hessische Spezialität - dumm nur, dass ich mir das von einer waschechten Berlinerin erklären lassen musste (Randnotiz: MEIN Geburtsort: Frankfurt/M.!!!). Kochkäse schmeckt besonders lecker auf Schwarzbrot mit dicker Kruste oder auf knackigem (keinenfalls wabbeligem) Baguette.


Manche Menschen überbacken auch ihre Schnitzel damit...das habe ich aber noch nicht ausprobiert. Der Kochkäse hält sich mindestens zwei Wochen gekühlt in sterilisierten Gläsern (Gläser bei 120 Grad 10 Minuten in den Ofen stellen). Kochkäse eignet sich auch wunderbar als Mitbringsel! Die Zutaten mögen dem ein oder anderen hessisch vorkommen, aber so sind sie nun mal: 
  • 200 g Butter
  • 200 g Harzer Roller
  • 200 g Schmelzkäse ( ich nehme "Kiri", weil er mich an lustige Campingurlaube in Frankreich erinnert)
  • 200 g saure Sahne
  • 200 ml süße Sahne
  • Kümmel nach Geschmack und Empfinden
  • Messerspitze Natron (gibt es für wenige Cent u.a. in der Apotheke)


  • Butter schmelzen
  • Schmelzkäse zugeben und rühren...
  • Harzer Käse in kleine Stücke schneiden und hinzugeben....rühren....rühren...
  • saure Sahne zugeben und...YES....rühren...
  • süße Sahne zugeben und immer noch rühren...
  • Natron und Kümmel zugeben, kurz aufwallen lassen und...
  • den Kochkäse in die sterilisierten Gläser füllt und im Kühlschrank aufbewahren.


Danke Marion!

Samstag, 20. August 2011

Holundersirup mit Cremant und Himbeeren

Voilà - l`été!
Dazu passt ein Glas mit kühlem Cremant, der mit Holundersirup, frischen Himbeeren
und einem Minzblättchen aufgehübscht wurde:



Für ein bauchiges 0,2 l - Glas benötigst Du:

1 cl Holundersirup
180-200 ml kalten Cremant (trochen / brut)
12 frische Himbeeren
1 Minzblättchen

Sirup in ein Glas geben und mit dem Cremant aufgießen.
Himbeeren und Minzblättchen dazugeben und genießen!

Die Tocher von Bekannten ist eine begeisterte Hurlunderkoktel-Mixerin.
Sie hat mir ihr Rezept von ihrem legendären Koktel verraten, das ich Euch nicht vorenthalten möchte:


:-))

Samstag, 13. August 2011

Orangen- Avocadosalat mit Arganöl

Ich esse für mein Leben gern Avocados und meide daher sämtliche Berichte, die über deren (immerhin gesunden) Fett- bzw. Kaloriengehalt berichten. Getreu dem Motto: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß! Nun ist es aber leider so, dass ich immer dann, wenn mich die Avocadolust überkommt, keine reifen Früchtchen zu kaufen bekomme. Knallhart sind sie. Schlimm! Letzte Woche hatte ich Glück: Ich wollte eigentlich nur schnell in einem fussläufig entfernten Lebensmittelmarkt Milch einkaufen und da lachten sie mich an: 10 vollreife Avocados der Sorte "Hass". Vier davon lagen - so schnell konnten die kleinen grünen Schrumpeldinger nicht gucken - in meinem Einkaufskörbchen.

Zeit für meinen Orangen-Avocadosalat!
Der Salat schmeckt sommerlich frisch und das Arganöl gibt ihm eine nussige Note. Hhmmmm!



Zutaten für 2 Vorspeisenportionen:

1 Avocado
1 Orange

Dressing:

1 El Balsamico
2 TL Arganöl
3 El Orangesaft
1 TL Senf
Salz und Pfeffer aus der Mühle
1 Knobizehe

Die Zutaten für das Dressing verrühren (die Knobizehe am Stück dazugegeben) und mindestens 2 Stunden ziehen lassen. 



Kurz bevor der Salat verzehrt werden soll, die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem großen Löffel herauslösen. In kleine Stücke schneiden.


Die Orange schälen und mit Hilfe eines scharfen Messers das Fruchtfleisch zwischen den Orangenhäutchen herauslösen. In kleine Stücke schneiden.


Die Avocado- und Orangenstücke mit dem Dressing (ohne Knobizehe) vermischen und sofort verzehren.

Filmtip zum Salat:
Ich habe erst kürzlich den Film "Das Orangenmädchen (Appelsinpiken :-))" gesehen (Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jostein Gaarder).  Ein wunderbarer Film für alle Liebesfilm-, Langlauf- und Skandinavienfans!!!

Dienstag, 2. August 2011

Marinierter Thunfisch mit Sesamsaat und Sojasprossen auf Melone

Das Wetter schrie am vergangenen Samstag nach Weihnachtsgans (vielleicht war ich aber auch ein wenig von Christinas entzückenden Weihnachtsbäumchen ;-) inspiriert). Ich hatte aber 500g politisch korrekten frischen Thunfisch im Kühlschrank liegen, der verarbeitet werden wollte. 


Was gibt es zu diesem Rezept zu sagen:

Manchmal überquere ich den Rhein und verbringe einen Samstagvormittag (vorzugsweise ganz alleine) in Mainz. Wiesbaden und Mainz sind sich nicht so grün - ähnlich wie Katz und Maus oder Düsseldorf und Köln. Mir persönlich ist das völlig wurscht, denn ich mag beide Städte, aus ganz unterschiedlichen Gründen! Nach getaner Arbeit (Besuch des wirklich sehenswerten Wochenmarktes und Erledigung notwendiger Einkäufe) kehre ich traditionell im "HEILIGGEIST" ein. Wer sich jetzt über den merkwürdigen Namen wundert - das Lokal befindet sich tatsächlich in einer alten Spitalkirche (ich sitze auch im Sommer immer drinnen, da die Architektur einfach wunderschön ist).  Die Lokalität ist - wie ich finde- wirklich einzigartig - insbesondere, wenn man um die Mittagszeit hingeht, wenn es noch nicht so voll ist (abends hat es durchaus etwas schallend Halliges). Soviel der Worte vorab. 

Eines schönen Tages fand ich auf der Tageskarte marinierten Thunfisch vor, den ich, nach erfolgreicher Leerung des Tellers, wirklich einzigartig fand. Eine Woche später durchsuchte ich das halbe Rhein-Main-Gebiet nach gutem rohen Thunfisch und wurde auch irgendwann fündig. Ich habe das heilige Rezept dann nachgebaut, mit - ich will mich wirklich nicht selbst loben - einem prima Ergebnis. Die Melone und die Rucolakresse sind meiner Kreativität geschuldet ;-) Zum Thunfisch passen wunderbar Sesam-Crostini!

Jetzt geht es endlich los (Vorspeisenportion für 4 Personen):
  • 500 g sehr frischen Thunfisch
  • 40 ml (oder auch 4cl) bestes Sesamöl
  • 5 EL dunkle Sojasauce
  • 2 cm Ingwer, fein gerieben
  • 100 g Sojasprossen (man kann sie wirklich wieder bedenkenlos essen) , gewaschen
  • 20 g Schnittlauch (gewaschen)
  • 20 g Sesamsamen (plus noch etwas Samen für die Crostini)
  • Rucolakresse (oder irgendeine andere hübsche Kresseart), gewaschen
  • 1 Melone (die Sorte überlasse ich Euch, sofern es keine Wassermelone ist), reif muss sie sein - fein schmecken auch Mango oder Papaya
  • 1/2 Baguette (kann durchaus schon einen Tag alt sein)
  • Olivenöl
  • 1/2-1 Zitrone, frisch ausgepresst, Menge nach Belieben
  • ggf. Salz (je nach Salzgehalt der Sojasauce)

Thunfisch in kleine Scheibchen schneiden (man kann sich hier gut die vorhandenen Strukturen des Fisches zu eigen machen - probiert es einfach aus):


Thunfischstückchen in eine Schüssel geben und mit dem Sesamöl, der Sojasauce, dem geriebenen Ingwer, den Sojasprossen (in 1-cm-Stücke geschnitten), der Sesamsaat (in einer Pfanne ohne Fett leicht angebräunt) und dem kleingeschnittenen Schnittlauch vermischen.

Einige Stunden ziehen lassen!

Melone halbieren, vierteln, achteln, von den Kernen und der Schale befreien und in feine Längsscheiben schneiden. Auf einem Teller anrichten.

Ofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.

Das Baguette in Scheiben zu 1 cm schneiden, mit Olivenöl beträufeln und in das Sesamsaat drücken. Die Scheiben müssen ordentlich bedeckt sein. Scheibchen für ca. 8-10 Minuten in den Ofen geben (sie müssen leicht bräunlich sein).

Thunfisch mit dem Zitronensaft und ggf. Salz abschmecken (ich nehme auf diese Menge den Saft einer halben Zitrone), auf den Melonenscheiben verteilen und mit der Rucolakresse und den Sesam-Crostini anrichten. 

Dienstag, 26. Juli 2011

Moskau + Krakau meet Ischia: Limoncello ost!

Die Geister scheinen sich darüber zu streiten, wo Wodka (oder auch Vodka - russisch "Wässerchen") denn nun ursprünglich eigentlich ganz genau herkommt. Ich persönlich bin da politisch völlig neutral - nur eins ist klar: Aus Süditalien kommt er jedenfalls nicht! Ich, als erklärter Fan der lauten und echt chaotischen süditalienischen Insel Ischia (und deren feineren und leiseren Schwester Capri) trinke diesen nach Zitronen duftenden Likör wirklich gerne (am liebsten den vom Bruder von Giovanni, der eine Bar zwischen Lacco Ameno und Casamicciola hat, aber das ist eine andere Geschichte). Gelernt habe ich, dass ein Limoncello nach italienischer Art mit 95 %igem Alkohol + Zitronenschalen aufgesetzt wird und...der Rest ist dann italienisches Familiengeheimnis.
Ich war überrascht, als ich über ein Limoncello-Rezept stolperte, das die Herstellung des Likörs mit Wodka beschrieb. Ich habe die Sache nun endlich ausprobiert und bin ganz angetan (wobei das Rezept vom Bruder von Giovanni aus....na gut, lassen wir das...besser ist):



Andiamo:

700 ml Wodka
6 unbehandelte Biozitronen
250 g Zucker

Zitronen gut waschen und die Schale fein abziehen.


Die Zitronen sollten danach so aussehen:


Die Zitronen auspressen.
100 ml Wasser mit der Zitronenschale und dem Zucker in einem Topf langsam zum Kochen bringen. So lange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Hitze reduzieren und das Zitronengemisch weitere 15 Minuten köcheln lassen. Den Zitronensaft zugießen und weitere 5 Minuten behitzen. Abkühlen lassen!


Den Wodka in ein sterilisiertes (Ofen: 120 Grad Celsius, 10 Miuten) Gefäß (1,5 Liter Fassungsvermögen) geben und den Zitronensirup hineingeben. Fest verschließen und eine Woche an einem kühlen dunklen Ort lagern. Zwischendurch kräftig schütteln. Nach der Wartezeit den Limoncello durch ein Sieb gießen und in ein oder mehrere sterilisierte Flaschen füllen. Eisgekühlt servieren!

Zu den Flaschen:
Mrs. Mini war ursprünglich mal eine Orangina-Flasche, auf die zufälligerweise der Glas-Stopfen einer rheingauer Weinflasche passt. Mr. Big (;-)) wurde aus Mallorca überführt. In ihm wurde ein schöner Hauswein serviert und ich hatte mich sofort in ihn verliebt. Nach langer Überredung konnte ich dem Restaurantbesitzer die Karaffe für 10 Euro abkaufen. Eingewickelt in verschwitzter Wäsche kam das gute Stück dann auch in Wiesbaden an. Beim Auspacken schaute ich dann auch auf die Prägung am Boden: IKEA! O.k. - das hätte ich definitiv billiger und weniger gepäckbelastend haben können....aber so hat es Mr. Big geschafft, dass ich ihn bis an mein Lebensende nicht vergesse....

Sonntag, 24. Juli 2011

Ingwerhuhn mit Bohnen und chinesischen Knuspernudeln!


Du magst Ingwer, Hühnchen, Knoblauch, knusprig frittierte chinesische Nudeln  und grüne Bohnen, grüne Bohnen, grüne Bohnen.....dann bist Du hier richtig.  Ich habe das Gericht vor Jahren in einem Kochkurs kennengelernt und koche es zur Bohnenzeit immer wieder gerne. Man muss dieses Grüngemüse schon wirklich gern mögen, da es nur kurz blanchiert wird und geschmacklich recht stark dominiert.


Die Hühnerbrust sollte 24 Stunden in der Marinade durchziehen, dies bitte bei der Planung berücksichtigen.

Hier kommen die Zutaten für 2 hungrige Personen:
  • 300 g Hühnerbrüstchen
  • 400 g grüne Bohnen
  • 4 El Sojasauce (ich nehme immer die natürlich gebraute von KIKKOMAN - also helle)
  • 3 El Sesamöl
  • 3 cl Madeira
  • 2 Knoblauchzehen
  • 20 g Ingwer
  • 1 Zwiebel
  • 5 mittelgroße Champignons
  • 100 ml Hühncherbrühe (ich nehme die Instantbrühe von Alnatura)
  • ca. 150 g Chinese Noodles (Kanton Nudeln, z.B. Pancit Canton von Monika Brand, aus dem Asialaden)
  • Sonnenblumenöl für die Pfanne
  • Bratfett (Palmin o.ä. oder auch Sonnenblumenöl) zum Ausbacken der Nudeln
Tag 1:
Hühnerbrust abwaschen, trockentupfen und in mundgerechte Stücke schneiden. Sojasauce, Sesamöl und Madeira verrühren. Hühnerstücke zugeben. Die Knoblauchzehen schälen und in die Sauce pressen. Den Ingwer ebenfalls schälen und in die Sauce reiben.


Alle Zutaten gut verrühren. Die Hühnerbrüstchen 24 Stunden in der Sauce marinieren.   

Tag 2:

Die Bohnen von ihren Endstücken befreien und in ca. 4 cm große Stücke schneiden. Gut waschen.


Ofen auf 150 Grad Celsius aufheizen.
Die Bohnen in leicht siedendem Salzwasser al dente kochen und in kaltem Wasser abschrecken. Zur Seite stellen. Die Zwiebel in Streifen schneiden und in einer Pfanne mit etwas Sonnenblumenöl glasig dünsten.
Das Hühnchen (ohne Sauce) zu dem Zwiebeln geben und garen, bis es "durch" ist. Hühnchen aus der Pfanne nehmen und im Ofen warm stellen.    
Pilze waschen und in feine Scheiben schneiden. In der bereits benutzten Pfanne anbräunen und im Ofen warm stellen. Im Anschluß daran die Bohnen in die Pfanne geben und kurz anwärmen.
Die Hühnerbrühe und die Marinade, in der die Hühnerbrust übernachtet hat, zugießen und kurz aufkochen lassen. Abschmecken (wenn Dir die Sauce zu salzarm ist, noch etwas Sojasauce zugiessen).  
Die Hühnerstücke und Champignons zugeben, kurz verrühren und alles zusammen im Ofen warm stellen. 
Bratfett in einem kleinen Topf erhitzen, bis es sprudelt. Die Nudel portionsweise (was in den Topf passt) in das Fett geben und leicht anbräunen lassen. Nudeln aus dem Fett nehmen und auf einen Papiertuch abtropfen lassen. Ingwerhuhn auf 2 Teller verteilen und mit den Knuspernudeln anrichten.

Dienstag, 19. Juli 2011

fruchtig, fruchtiger, am fruchtigsten: Orangen-Zitronengelee!

Zu Weihnachten kochten meine Freundin Lara und ich diesen Fruchtaufstrich und verschenkten ihn an Freunde und Verwandte. Das feedback war atemberaubend: Selbst Menschen, die Marmelade/Gelee zum Frühstück EIGENTLICH nicht mögen, waren begeistert. Heute, an diesem sonnigen, aber für Juli recht kalten Tag, habe ich den Gelee mal wieder geköchelt und möchte Euch an dem Fruchterlebnis teilhaben lassen.


400 g Gelierzucker (2:1)
400 ml frisch ausgepresster Orangensaft mit Fruchtfleisch
200 ml frisch ausgepresster Zitronensaft mit Fruchtfleisch
Sterilisierte Gläser ( 10 Minuten bei 120 Grand Celsius im Ofen entbakteriellenisieren ;-)

Den Saft mit dem Zucker in einen Topf geben und gut verrühren. Aufkochen lassen. Weitere 4 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder rühren.

Gelierprobe machen (eine kleine Menge Fruchtgelee auf einen Teller geben, 1 Minute abkühlen lassen und danach den Teller schräg halten. Der Gelee ist gut, wenn er dicklich den Teller herunterläuft. Ist er zu flüssig, muss noch mehr Zucker zu der Fruchtmasse gegeben werden). Fruchtaufstrich in die sterilisierten Gläser geben und verschließen. Schmeckt besonders lecker auf frischem Brot mit viel Kruste und Butter.

Dienstag, 12. Juli 2011

You`ve got letter: Brief & Siegel

Eine schöne Art zu sagen : 
"Vergiß` mein nicht" ist doch immernoch ein Brief, den man mit der Post verschickt...


Und so habe ich am Sonntag die schönen Briefkarten, die meine Freundin Lara mir aus Florenz mitgebracht hat, aus dem Schrank geholt und drauf losgeschrieben....


Umschlag zu und versiegeln...die Zeit muss sein...

   



Schreibt doch auch mal wieder einen Brief!

Sonntag, 10. Juli 2011

Cranberry Ketchup: Etwas Rouge für die Grillwurst!

Der Sommer scheint nun auch in Hessen Einzug gehalten zu haben. Und so hoffe ich auf eine baldige Einladung zum Grillen, weil wir selbst auf unserem Balkon im Wiesbadener Westend nicht grillen dürfen. Schnief! 
Da man ja gut vorbereitet sein will, wenn die Einladung dann endlich kommt, hatte ich im Juni schonmal Ketchup gekocht. Nicht aus Tomaten, sondern aus Cranberries. Und weil es soviel Spaß gemacht hat, habe ich das Ganze nochmal mit Aprikosen probiert.


Für ca. 400 ml Ketchup benötigt Ihr:
  • 1 kleingewürfelte Zwiebel
  • 2 cm (geschält ca. 17 g) geriebener Ingwer
  • 200 g getrocknete Cranberries (oder Aprikosen)
  • 40 g Vollrohrzucker
  • 60 ml Apfelessig
  • 1/2 EL gelbe Senfkörner
  • je einen Hauch Zimt und Cayennepfeffer
  • Salz + Pfeffer
  • 700 ml Wasser (einfach aus dem Wasserhahn)

Um es kurz zu machen: Alle Zutaten in einen Topf geben, aufkochen und 40 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Das Ganze sieht nicht wirklich hübsch aus.....


Den Sud vom Herd nehmen und mit einem Zauberstab oder Standmixer pürrieren. In die sterilisierten Gläser füllen und weiter auf die Einladung zur Grillparty warten....

Sonntag, 3. Juli 2011

Kleine Meeresbrise in Hessens Landshauptstadt: Spaghetti Vongole

Ich llliieebbe Spaghetti Vongole (Spaghetti mit Venusmuscheln). Man bekommt sie oft mit Tomatensauce serviert-ich bevorzuge Weißweinsauce. Einer meiner Kollegen, der lange in Italien gelebt hat, hat mir ein Rezept verraten, das ich kürzlich nachgekocht habe:

Für 2 Personen:
ca. 900 g frische Venusmuscheln
400 g Spaghetti
400 ml trockener Weißwein
200 ml Gemüsebrühe
4 Knobizehen (gewürfelt)
1 Zwiebel (gewürfelt)
1 Karotte (gewürfelt)
1 daumengroßes Stück Knollensellerie
1 Lorbeerblatt
Salz und Pfeffer
1/2 Bund frische Petersilie
 

Wie es im Leben so ist, gestalten sich Dinge, die zuerst recht einfach erscheinen, dann doch als durchaus anspruchvoll. Es begann damit, dass ich die Meerestiere in keinem Fischladen in ganz Frankfurt (ja, wir reden nicht von Hintertupfhausen) finden konnte. In der Kleinmarkthalle am Liebfrauenberg war ích dann endlich erfolgreich. Günstig ist die Sache nicht, aber was tut man nicht alles für die große Liebe! Zu Hause angekommen, befreite ich die Muschel dann ersteinmal aus ihrem Gefängins (=Netz). Dann saß ich da: Aug` in Aug` mit  900 Gramm dieser Meeresbewohner und fühlte mich ein wenig überfordert. Es heißt, man soll Muscheln, die bereits offen sind, nicht kochen oder gar essen. Hört sich erstmal einfach an...wenn man aber live und in Farbe vor den Muscheln sitzt, stellt sich die Frage: Was bedeutet offen?

Hier ist es klar:


Aber hier ???



Ich tat, was ich immer tue, wenn ich in der Küche nicht mehr weiter weiß: Ich rief meine Mama an. Mit ihr und dem Papa im Hintergrund wurde beschlossen, dass Öffnungen von bis zu 3 mm absolut unbedenklich sind. Soweit, so gut! Ich habe die Muscheln dann einzeln (um eine intensive Beziehung zu jedem Exemplar aufzubauen) unter kaltem laufenden Wasser gut abgewaschen und im Anschluß 3 x in einer Schüssel gewässert.

In der Zwischenzeit habe ich  Nudelwasser (gut gesalzen) aufgesetzt.

Der Knoblauch, die Karotte und der Sellerie wurden in etwas Olivenöl angedünstet (so lange, bis alles schön glasig war). Gemüsebrühe, Weißwein und Lorbeerblatt wurden zugegeben. Alles einreduzieren lassen. Mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt (der Sud muss schon ordentlich würzig schmecken). Muscheln dazugeben (mir kam die Szene aus Julie & Julia mit dem Hummer in den Sinn: "Muschelkiller q'est ce que c'est....dadadadadadadadada"). Ca. 10 Minuten köcheln lassen. Die Muscheln sind gut, wenn sie sich vollständig geöffenet haben. Exemplare, die jetzt noch geschlossen sind, entsorgen. 

Währenddessen habe ich die Spaghetti al dente gekocht und abgegossen. Die Nudeln wurden mit dem Weinsud (inkl. Wurzelgemüse), Muscheln, frischer Petersilie und gemahlenem groben Pfeffer serviert.

Montag, 23. Mai 2011

New York State of Mind: Caesar-Salad

Wer wird Millionär 1.000-Euro-Quizfrage:
Welcher Salat ist neben dem weltberühmten "Waldorfsalat" einer DER Salate der USA?
Antwort: Der "Caesar-Salad". 
That`s it!

In Deutschland ist ein wirklich guter Caesar-Salad nur selten zu finden. Die grundsätzlichen Zutaten scheinen auf den ersten Blick vorhanden zu sein, aber geschmacklich geht er dann meist nicht über einen grünen Salat mit gebratener Hühnerbrust und trockenen Croutons hinaus.

Warum?

Weil das Dressing nicht stimmt!!!
Und das genau macht einen guten Caesar-Salad aus...


Zutaten für 2 Personen:
  • 300 g Bio-Hühnerbrüstchen
  • 200 g Romana-Salat
  • 2 hartgekochte Eier (je nach Hunger)
  • 6 kleine Champignons
  • 4 kleine Tomaten
  • 30 g Parmesan (frisch gerieben) für das Dressing, ggf. noch einige gehobelte Scheiben für "so"
  • 3 Sardellenfilets aus dem Glas (die sind superwichtig - da geht kein Weg dran vorbei)
  • 1 große Knobizehe
  • 1 TL Dijonsenf
  • 1 Eigelb
  • 2 EL weißer Balsamico
  • 150 ml Sonnenblumenöl + 2-3 EL zum Braten
  • Salz + Pfeffer
  • Wer mag: 1-2 Toast- oder Weißbrotscheiben für die Croutons, 1-2 EL Butter für die Pfanne
Für das Dressing müssen alle Zutaten Zimmertemperatur haben (auch das Eigelb).

Romana-Salat-Blätter waschen und in mundgerechte Stücke schneiden oder rupfen. Unbedingt trockenschleudern, damit der Salat später nicht verwässert. Salat in eine Schüssel geben. Tomaten und Champignons waschen und in feine Scheiben schneiden (wer mag, kann die Pilze auch anbraten, ich lasse sie roh). Eier pellen und ebenfalls in Scheiben schneiden. Die Sardellenfilets unter fliessendem Wasser gut abduschen. 

Dressing:
Das Dressing sollte, wenn es denn fertig ist, die Konsistenz einer leichten Mayonnaise haben. Eigelb und Senf in einen Standmixer geben und bei kleinster Umdrehung verrühren. Ganz langsam das Öl von oben angießen (erstmal nur einige Tropfen, dann kann es zügiger gehen). Das Gemisch muss leicht cremig werden. Man gebe danach die Knobizehe, die Sardellenfilets, den geriebenen Parmesan und den Essig hinzu und mixe alles bei höherer Drehzahl. Dressing in ein Schüsselchen geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Wer keinen Standmixer hat, muss das Eigelb, den Senf und das Öl mit der Hand verrühren (auch hier das Öl langsam eingießen - das klappt besser, wenn man zu zweit ist). Die Sardellenfilets ganz klein schneiden, die Knobizehe pressen und mit den restlichen Zutaten (siehe Absatz Standmixer) verrühren.

Das Dressing zu dem Salat geben und gut untermischen.


Hinweis:
Das Dressing muss den Salat üppig bedecken. Es empfiehlt sich daher, nicht gleich den ganzen Salat mit dem Dressing zu verrühren, sondern nur 3/4. Den Rest peu a peu zugeben. Wie gesagt, das Dressing ist das Wichtigste - wenn man es nicht schmeckt (weil zuviel Salat), habt ihr das Ziel verfehlt ;-) Jetzt unbedingt nochmal mit Salz abschmecken. Salat auf zwei großen Tellern verteilen. Champignon-, Tomaten- und Eierscheiben auf dem Salat verteilen.

Wer Croutons auf dem Salat haben möchte, der schneide die Toastbrot- oder Weißbrotscheibe(n) in kleine Würfel. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Würfel darin anbräunen. Croutons auf dem Salat verteilen.

Die Hühnerbrust waschen und mit einem Küchenpapier trockentupfen. Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und die Hühnerbrust von beiden Seiten goldbraun anbraten. Brüstchen aus der Pfanne nehmen und mit einem scharfen Messer in Streifen schneiden. Auf dem Salat anrichten.
Wer mag, kann jetzt noch einige Scheiben gehobelten Parmesan über den Salat geben.
Zum Schluß noch eine Runde Pfeffer aus der Mühle über den Salat geben.
Enjoy your meal!



Und hier noch zwei Tips für eingefleischte Sex & City - Fans:

Die legendäre Magnolia-Bakery, in der Carrie ihre Cupcakes kauft, ist mehrmals in NY zu finden. Besonders schön ist der Laden in 401 Bleecker Street. Ich stehe total auf den Cupcake namens "Red Velvet". 


Steve und Aidan`s Bar findet Ihr hier:



Man kann hier auch wirklich gut essen..

P.S.: Post wurde am 22.03.2012 überarbeitet!

Mittwoch, 4. Mai 2011

Spargelsalat mit Kürbiskernöl und Parmesan

Am vergangenen Mittwoch saßen ein Kilo Spargelspitzen und ich in der Küche und fragten uns: "Was nun?" Der Spargel schrie: "Mach` bitte kein Risotto aus mir und kippe auch keine Hollandaise über mich...bitte, bitte nicht". Da erinnerte ich mich an einen Tip meiner Kollegin Marion, Spargelspitzen einfach mal in der Pfanne zu braten und als Salat anzurichten. Das habe ich ausprobiert, war im Anschluss noch ein wenig kreativ und das Ergebnis lässt sich zeigen:


Für 2-3- Personen (je nach Hunger - auch hier lassen sich die Reste wunderbar aufheben):
  • 1 kg Spargelspitzen
  • Parmesankäse am Sück
  • 50 g Pinienkerne (gerne auch mehr...)
  • Kürbiskernöl
  • Olivenöl
  • einige Blätter Basilikum (gehackt)
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
Spargelspitzen waschen. Olivenöl bodendeckend in eine Pfanne geben und erhitzen. Spargel nacheinander in die Pfanne legen (immer nur soviel, dass alle Spitzen Bodenhaftung haben) und schön braun werden lassen. Man braucht hier einige Durchgänge, je nach Pfannengröße. Jedes Mal etwas Wasser zugeben und das Gemüse solange brutzeln, bis das Gemüse weich, aber noch knackig ist (man kann es leider nicht besser beschreiben, jeder hat da auch seine eigenen Vorlieben). Spargel aus der Pfanne nehmen und auf einer Platte abkühlen lassen. Hinweis: Bevor die nächste Ladung Spargel gebraten wird, unbedingt die Flüssigkeit der vorangegangenen Portion abgießen und wieder neu mit Olivenöl beginnen.   
 

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anbräunen.

Spargelspitzen auf Teller geben und mit etwas Kürbiskernöl, gehobeltem Parmesan, Pinienkernen, Salz, gemahlenem Pfeffer und gehacktem Basilikum anrichten und servieren!

Sonntag, 1. Mai 2011

Spargel-Risotto grün-weiß

Hhmm...Spargel-Risotto. Ich mache Risotto auf die klassisch meditative Art und Weise, d.h. ich gebe die Brühe schöpfkellenweise zu dem  Reis und warte, bis die Flüssigkeit vollständig vom Reis aufgenommen wurde. Dann kommt die nächste Kelle. Und zwischendrin immer rühren, rühren, rühren. Ich hörte kürzlich, man könne Risotto auch weniger aufwändig im Ofen machen - das werde ich ausprobieren und hier davon berichten.

So sollte euer Spargel-Risotto grün-weiß am Ende aussehen:


2-3 Personen (je nach Hunger, Reste kann man auch hervorragend aufwärmen):
  • 250 g Risottoreis (ich nehme die Sorte "Arborio")
  • 500 g grüner Spargel
  • 500g weißer Spargel
  • 70 g Butter
  • 100 g geriebener Parmesan
  • ca. 1,2 Liter gut gesalzene Spargelbrühe (siehe unten)
  • Pfeffer aus der Pfeffermühle
  • 2 Schalotten
  • 2 Knobizehen
  • 2 EL frisch gehackte Blattpetersilie
  • Salz
  • Zucker
Wer die Menge Reis im Verhältnis zum Spargel auf den ersten Blick merkwürdig findet: Keine Panik - es passt wirklich (vorausgesetzt man mag Spargel).

Spargelbrühe:
Ich sammle die Brühe aus vorangegangenen Spargelköcheleien und koche hier auch die Reste vom Spargelschälen (Spargelhaut??) schön fein mit aus (ca. 15 Min.) Wichtig ist, dass das Spargelwasser gut gesalzen wird (man muss es schon fast als übersalzen empfinden), damit das Risotto am Ende nicht zu lasch wird. Die Brühe kann man auch einfrieren und bei Bedarf auftauen.

Spargel schälen (vom grünen Spargel muss nur die untere Hälfte geschält werden) und in kleine Stücke schneiden (ich mag 1,5 cm). Harte Enden entfernen. Wasser mit je 1 EL Salz und Zucker zum Kochen bringen und den Spargel ca. 10 Minuten köcheln (er muss weich, aber noch leicht bissfest sein). Spargel abgießen und zur Seite stellen.

In der Zwischenzeit die Schalotten und den Knobi schälen und in kleine Würfel schneiden.

1,2 Liter gut gesalzene Spargelbrühe zum Kochen bringen.


Einen Bräter auf den Herd setzen. Die Schalotten und den Knobi in der Hälfte der Butter schön glasig werden lassen. Den Reis hinzugeben und rühren, rühren, rühren, bis dieser heiß und ebenfalls leicht glasig ist (linkes Bild). Jetzt beginnt das Kellengießen! Wie oben beschrieben, eine Kelle der kochenden Brühe zum Reis geben und rühren (Bild rechts), bis dieser die Flüssigkeit aufgenommen hat. Immer so weitermachen, bis die Brühe aufgebraucht und der Reis weich, aber noch bissfest ist (man darf keinenfalls noch den Kern des Reiskorns erbeißen können).


Den Spargel, den geriebenen Parmesan, frisch gemahlenen Pfeffer und die Butter unter den Reis heben. Ggf. nachsalzen, falls das Risotto nicht genügend Salz über die Brühe aufgenommen hat.

Bräter von der Kochstelle nehmen, bedeckeln und 5 Minuten ruhen lassen.

Das Risotto in Schälchen oder Suppenteller geben und mit der gehackten Petersilie servieren!

Variante: 
Das Risotto schmeckt auch hervorragend mit Shrimps. Einfach die gewünschte Menge Spargel gegen Shrimps austauschen (ich nehme gefrorene Bioshrimps, die ich kurz in kochendes Wasser gebe. Diese dann mit dem gekochten Spargel zum Risotto geben). 

Freitag, 22. April 2011

Huch - ich kann ja backen: Eierlikörkuchen

Ostern, Sonne, Kaffeezeit. Vielleicht hat sich der ein oder andere Besuch angekündigt - da sollte doch wenigstens ein Küchlein auf dem Tisch stehen. Leider haben sich die Gene von meinem Großvater (der Konditormeister ist) nicht bis zu mir durchgekämpft - ich kann nämlich nicht wirklich backen. Daher freue ich mich über jedes "idiotensichere" Backrezept. Und hier ist eins davon:

Für eine Gugelhupfform mit einem Durchmesser von 24 cm:

1/4 Liter Sonnenblumenöl
1/4 Liter Eierlikör
5 Eier
3 Päckchen Vanillezucker
250 g Puderzucker + etwas mehr zum Bestäuben
125 g Mehl
125 g Kartoffelmehl
1 Päckchen Backpulver
Butter und Semmelbrösel für die Form

Ofen auf 180 Grad Celsius (Ober- und Unterhitze) einheizen. Alle Zutaten mit dem Handrührer oder der Küchenmaschine zu einem Teig verrühren. Form mit Butter einreiben und mit den Semmelbröseln ausschwenken (damit der Kuchen besser aus der Form geht). Teig in die Form geben und 60-70 Minuten backen (Holzstäbchenprobe machen). Kuchen aus der Form nehmen und mit Puderzucker bestäuben. Auf einer hübschen Platte oder Teller zur Schau stellen. Frohe Ostern!

Dienstag, 19. April 2011

Bärlauchpesto mit ganzen Pinienkernen!

Man kann derzeit kaum über den samstäglichen Gemüsemarkt gehen ohne ihn zu bemerken: Bärlauch (auch Knoblauchspinat genannt)! Vergangenes Jahr war ich mit dem Fahrrad in einem wahren Bärlauchparadies unterwegs. Eifrig pflückte ich einige Tüten von dem nach Knoblauch riechenden Gewächs, kam dann stolz mit meiner Beute nach Hause...um mir dann anzuhören, dass man wildgewachsenen Bärlauch aufgrund der Gefahr von Fuchsbandwurm weder verarbeiten noch essen sollte. Super! Mein "Pflück-Fang" landete daraufhin im Mülleimer (Schmerz, Schmerz...).

Für ein 200 ml - Glas meines Bärlauchpestos benötigst Du:

100 g Bärlauch (frisch, ohne Stil, gewaschen und trockengeschüttelt)
50 g frisch geriebenen Parmesankäse, wer es käsiger mag auch gerne mehr
Salz nach Belieben
60 g Pinienkerne
Olivenöl (Menge je nach eigener Vorliebe für die Konsistenz)

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze leicht anbräunen. Bärlauch, Parmesan und Olivenöl mit Hilfe einer elektrischen Kräutermühle zu einer gescheidigen Masse verarbeiten. 
In eine Schüssel geben und mit den gerösteten Pinienkernen vermischen. Mit Salz abschmecken. Fertig!
Je nach Bärlauch hat das Pesto eine leicht scharfe Note.


Wer das Pesto nicht gleich aufessen oder gar verschenken möchte: Glas sterilisieren (im Ofen bei 120 Grad Celsius, 10 Minuten), Pesto einfüllen und bis unter den Rand mit Olivenöl auffüllen. Den Glasrand gut säubern. Hübsch verziert auch wieder ein nettes Mitbringsel!