Montag, 23. Mai 2011

New York State of Mind: Caesar-Salad

Wer wird Millionär 1.000-Euro-Quizfrage:
Welcher Salat ist neben dem weltberühmten "Waldorfsalat" einer DER Salate der USA?
Antwort: Der "Caesar-Salad". 
That`s it!

In Deutschland ist ein wirklich guter Caesar-Salad nur selten zu finden. Die grundsätzlichen Zutaten scheinen auf den ersten Blick vorhanden zu sein, aber geschmacklich geht er dann meist nicht über einen grünen Salat mit gebratener Hühnerbrust und trockenen Croutons hinaus.

Warum?

Weil das Dressing nicht stimmt!!!
Und das genau macht einen guten Caesar-Salad aus...


Zutaten für 2 Personen:
  • 300 g Bio-Hühnerbrüstchen
  • 200 g Romana-Salat
  • 2 hartgekochte Eier (je nach Hunger)
  • 6 kleine Champignons
  • 4 kleine Tomaten
  • 30 g Parmesan (frisch gerieben) für das Dressing, ggf. noch einige gehobelte Scheiben für "so"
  • 3 Sardellenfilets aus dem Glas (die sind superwichtig - da geht kein Weg dran vorbei)
  • 1 große Knobizehe
  • 1 TL Dijonsenf
  • 1 Eigelb
  • 2 EL weißer Balsamico
  • 150 ml Sonnenblumenöl + 2-3 EL zum Braten
  • Salz + Pfeffer
  • Wer mag: 1-2 Toast- oder Weißbrotscheiben für die Croutons, 1-2 EL Butter für die Pfanne
Für das Dressing müssen alle Zutaten Zimmertemperatur haben (auch das Eigelb).

Romana-Salat-Blätter waschen und in mundgerechte Stücke schneiden oder rupfen. Unbedingt trockenschleudern, damit der Salat später nicht verwässert. Salat in eine Schüssel geben. Tomaten und Champignons waschen und in feine Scheiben schneiden (wer mag, kann die Pilze auch anbraten, ich lasse sie roh). Eier pellen und ebenfalls in Scheiben schneiden. Die Sardellenfilets unter fliessendem Wasser gut abduschen. 

Dressing:
Das Dressing sollte, wenn es denn fertig ist, die Konsistenz einer leichten Mayonnaise haben. Eigelb und Senf in einen Standmixer geben und bei kleinster Umdrehung verrühren. Ganz langsam das Öl von oben angießen (erstmal nur einige Tropfen, dann kann es zügiger gehen). Das Gemisch muss leicht cremig werden. Man gebe danach die Knobizehe, die Sardellenfilets, den geriebenen Parmesan und den Essig hinzu und mixe alles bei höherer Drehzahl. Dressing in ein Schüsselchen geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Wer keinen Standmixer hat, muss das Eigelb, den Senf und das Öl mit der Hand verrühren (auch hier das Öl langsam eingießen - das klappt besser, wenn man zu zweit ist). Die Sardellenfilets ganz klein schneiden, die Knobizehe pressen und mit den restlichen Zutaten (siehe Absatz Standmixer) verrühren.

Das Dressing zu dem Salat geben und gut untermischen.


Hinweis:
Das Dressing muss den Salat üppig bedecken. Es empfiehlt sich daher, nicht gleich den ganzen Salat mit dem Dressing zu verrühren, sondern nur 3/4. Den Rest peu a peu zugeben. Wie gesagt, das Dressing ist das Wichtigste - wenn man es nicht schmeckt (weil zuviel Salat), habt ihr das Ziel verfehlt ;-) Jetzt unbedingt nochmal mit Salz abschmecken. Salat auf zwei großen Tellern verteilen. Champignon-, Tomaten- und Eierscheiben auf dem Salat verteilen.

Wer Croutons auf dem Salat haben möchte, der schneide die Toastbrot- oder Weißbrotscheibe(n) in kleine Würfel. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Würfel darin anbräunen. Croutons auf dem Salat verteilen.

Die Hühnerbrust waschen und mit einem Küchenpapier trockentupfen. Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und die Hühnerbrust von beiden Seiten goldbraun anbraten. Brüstchen aus der Pfanne nehmen und mit einem scharfen Messer in Streifen schneiden. Auf dem Salat anrichten.
Wer mag, kann jetzt noch einige Scheiben gehobelten Parmesan über den Salat geben.
Zum Schluß noch eine Runde Pfeffer aus der Mühle über den Salat geben.
Enjoy your meal!



Und hier noch zwei Tips für eingefleischte Sex & City - Fans:

Die legendäre Magnolia-Bakery, in der Carrie ihre Cupcakes kauft, ist mehrmals in NY zu finden. Besonders schön ist der Laden in 401 Bleecker Street. Ich stehe total auf den Cupcake namens "Red Velvet". 


Steve und Aidan`s Bar findet Ihr hier:



Man kann hier auch wirklich gut essen..

P.S.: Post wurde am 22.03.2012 überarbeitet!

Mittwoch, 4. Mai 2011

Spargelsalat mit Kürbiskernöl und Parmesan

Am vergangenen Mittwoch saßen ein Kilo Spargelspitzen und ich in der Küche und fragten uns: "Was nun?" Der Spargel schrie: "Mach` bitte kein Risotto aus mir und kippe auch keine Hollandaise über mich...bitte, bitte nicht". Da erinnerte ich mich an einen Tip meiner Kollegin Marion, Spargelspitzen einfach mal in der Pfanne zu braten und als Salat anzurichten. Das habe ich ausprobiert, war im Anschluss noch ein wenig kreativ und das Ergebnis lässt sich zeigen:


Für 2-3- Personen (je nach Hunger - auch hier lassen sich die Reste wunderbar aufheben):
  • 1 kg Spargelspitzen
  • Parmesankäse am Sück
  • 50 g Pinienkerne (gerne auch mehr...)
  • Kürbiskernöl
  • Olivenöl
  • einige Blätter Basilikum (gehackt)
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
Spargelspitzen waschen. Olivenöl bodendeckend in eine Pfanne geben und erhitzen. Spargel nacheinander in die Pfanne legen (immer nur soviel, dass alle Spitzen Bodenhaftung haben) und schön braun werden lassen. Man braucht hier einige Durchgänge, je nach Pfannengröße. Jedes Mal etwas Wasser zugeben und das Gemüse solange brutzeln, bis das Gemüse weich, aber noch knackig ist (man kann es leider nicht besser beschreiben, jeder hat da auch seine eigenen Vorlieben). Spargel aus der Pfanne nehmen und auf einer Platte abkühlen lassen. Hinweis: Bevor die nächste Ladung Spargel gebraten wird, unbedingt die Flüssigkeit der vorangegangenen Portion abgießen und wieder neu mit Olivenöl beginnen.   
 

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anbräunen.

Spargelspitzen auf Teller geben und mit etwas Kürbiskernöl, gehobeltem Parmesan, Pinienkernen, Salz, gemahlenem Pfeffer und gehacktem Basilikum anrichten und servieren!

Sonntag, 1. Mai 2011

Spargel-Risotto grün-weiß

Hhmm...Spargel-Risotto. Ich mache Risotto auf die klassisch meditative Art und Weise, d.h. ich gebe die Brühe schöpfkellenweise zu dem  Reis und warte, bis die Flüssigkeit vollständig vom Reis aufgenommen wurde. Dann kommt die nächste Kelle. Und zwischendrin immer rühren, rühren, rühren. Ich hörte kürzlich, man könne Risotto auch weniger aufwändig im Ofen machen - das werde ich ausprobieren und hier davon berichten.

So sollte euer Spargel-Risotto grün-weiß am Ende aussehen:


2-3 Personen (je nach Hunger, Reste kann man auch hervorragend aufwärmen):
  • 250 g Risottoreis (ich nehme die Sorte "Arborio")
  • 500 g grüner Spargel
  • 500g weißer Spargel
  • 70 g Butter
  • 100 g geriebener Parmesan
  • ca. 1,2 Liter gut gesalzene Spargelbrühe (siehe unten)
  • Pfeffer aus der Pfeffermühle
  • 2 Schalotten
  • 2 Knobizehen
  • 2 EL frisch gehackte Blattpetersilie
  • Salz
  • Zucker
Wer die Menge Reis im Verhältnis zum Spargel auf den ersten Blick merkwürdig findet: Keine Panik - es passt wirklich (vorausgesetzt man mag Spargel).

Spargelbrühe:
Ich sammle die Brühe aus vorangegangenen Spargelköcheleien und koche hier auch die Reste vom Spargelschälen (Spargelhaut??) schön fein mit aus (ca. 15 Min.) Wichtig ist, dass das Spargelwasser gut gesalzen wird (man muss es schon fast als übersalzen empfinden), damit das Risotto am Ende nicht zu lasch wird. Die Brühe kann man auch einfrieren und bei Bedarf auftauen.

Spargel schälen (vom grünen Spargel muss nur die untere Hälfte geschält werden) und in kleine Stücke schneiden (ich mag 1,5 cm). Harte Enden entfernen. Wasser mit je 1 EL Salz und Zucker zum Kochen bringen und den Spargel ca. 10 Minuten köcheln (er muss weich, aber noch leicht bissfest sein). Spargel abgießen und zur Seite stellen.

In der Zwischenzeit die Schalotten und den Knobi schälen und in kleine Würfel schneiden.

1,2 Liter gut gesalzene Spargelbrühe zum Kochen bringen.


Einen Bräter auf den Herd setzen. Die Schalotten und den Knobi in der Hälfte der Butter schön glasig werden lassen. Den Reis hinzugeben und rühren, rühren, rühren, bis dieser heiß und ebenfalls leicht glasig ist (linkes Bild). Jetzt beginnt das Kellengießen! Wie oben beschrieben, eine Kelle der kochenden Brühe zum Reis geben und rühren (Bild rechts), bis dieser die Flüssigkeit aufgenommen hat. Immer so weitermachen, bis die Brühe aufgebraucht und der Reis weich, aber noch bissfest ist (man darf keinenfalls noch den Kern des Reiskorns erbeißen können).


Den Spargel, den geriebenen Parmesan, frisch gemahlenen Pfeffer und die Butter unter den Reis heben. Ggf. nachsalzen, falls das Risotto nicht genügend Salz über die Brühe aufgenommen hat.

Bräter von der Kochstelle nehmen, bedeckeln und 5 Minuten ruhen lassen.

Das Risotto in Schälchen oder Suppenteller geben und mit der gehackten Petersilie servieren!

Variante: 
Das Risotto schmeckt auch hervorragend mit Shrimps. Einfach die gewünschte Menge Spargel gegen Shrimps austauschen (ich nehme gefrorene Bioshrimps, die ich kurz in kochendes Wasser gebe. Diese dann mit dem gekochten Spargel zum Risotto geben). 

Freitag, 22. April 2011

Huch - ich kann ja backen: Eierlikörkuchen

Ostern, Sonne, Kaffeezeit. Vielleicht hat sich der ein oder andere Besuch angekündigt - da sollte doch wenigstens ein Küchlein auf dem Tisch stehen. Leider haben sich die Gene von meinem Großvater (der Konditormeister ist) nicht bis zu mir durchgekämpft - ich kann nämlich nicht wirklich backen. Daher freue ich mich über jedes "idiotensichere" Backrezept. Und hier ist eins davon:

Für eine Gugelhupfform mit einem Durchmesser von 24 cm:

1/4 Liter Sonnenblumenöl
1/4 Liter Eierlikör
5 Eier
3 Päckchen Vanillezucker
250 g Puderzucker + etwas mehr zum Bestäuben
125 g Mehl
125 g Kartoffelmehl
1 Päckchen Backpulver
Butter und Semmelbrösel für die Form

Ofen auf 180 Grad Celsius (Ober- und Unterhitze) einheizen. Alle Zutaten mit dem Handrührer oder der Küchenmaschine zu einem Teig verrühren. Form mit Butter einreiben und mit den Semmelbröseln ausschwenken (damit der Kuchen besser aus der Form geht). Teig in die Form geben und 60-70 Minuten backen (Holzstäbchenprobe machen). Kuchen aus der Form nehmen und mit Puderzucker bestäuben. Auf einer hübschen Platte oder Teller zur Schau stellen. Frohe Ostern!

Dienstag, 19. April 2011

Bärlauchpesto mit ganzen Pinienkernen!

Man kann derzeit kaum über den samstäglichen Gemüsemarkt gehen ohne ihn zu bemerken: Bärlauch (auch Knoblauchspinat genannt)! Vergangenes Jahr war ich mit dem Fahrrad in einem wahren Bärlauchparadies unterwegs. Eifrig pflückte ich einige Tüten von dem nach Knoblauch riechenden Gewächs, kam dann stolz mit meiner Beute nach Hause...um mir dann anzuhören, dass man wildgewachsenen Bärlauch aufgrund der Gefahr von Fuchsbandwurm weder verarbeiten noch essen sollte. Super! Mein "Pflück-Fang" landete daraufhin im Mülleimer (Schmerz, Schmerz...).

Für ein 200 ml - Glas meines Bärlauchpestos benötigst Du:

100 g Bärlauch (frisch, ohne Stil, gewaschen und trockengeschüttelt)
50 g frisch geriebenen Parmesankäse, wer es käsiger mag auch gerne mehr
Salz nach Belieben
60 g Pinienkerne
Olivenöl (Menge je nach eigener Vorliebe für die Konsistenz)

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze leicht anbräunen. Bärlauch, Parmesan und Olivenöl mit Hilfe einer elektrischen Kräutermühle zu einer gescheidigen Masse verarbeiten. 
In eine Schüssel geben und mit den gerösteten Pinienkernen vermischen. Mit Salz abschmecken. Fertig!
Je nach Bärlauch hat das Pesto eine leicht scharfe Note.


Wer das Pesto nicht gleich aufessen oder gar verschenken möchte: Glas sterilisieren (im Ofen bei 120 Grad Celsius, 10 Minuten), Pesto einfüllen und bis unter den Rand mit Olivenöl auffüllen. Den Glasrand gut säubern. Hübsch verziert auch wieder ein nettes Mitbringsel!

Donnerstag, 7. April 2011

1001 Nacht: Hummus klassisch und thai-styled

In Frankfurt gibt es einen netten Laden, der sich "IMAKitchen" nennt. Ich esse hier besonders gerne Hummus mit gebratenem Hühnchen. Das Hummus ist dort ist extrem cremig und schmeckt himmlisch. Ich habe lange hin- und herprobiert, um es selbst so hinzubekommen und ich denke, inzwischen ist es mir gelungen:

 

Rezept für 4 Vorspeisenportionen:

Klassisch:

1 Dose Kichererbsen (400 g Abtropfgewicht)
100 g) Tahin (Sesampaste, gibt es in arabischen Lebensmittelgeschäften)
1 kleine Knoblauchzehe
3 El Zitronensaft
5 EL Wasser
1 TL Salz (oder mehr)
1/2 TL Kreuzkümmel
1 gestrichener TL Paprikapulver (edelsüß oder scharf - wie man es lieber mag)
extra Olivenöl als "Deko"

Thai-Styled:
Rezept wie oben, allerdings gibt man nur 3 EL Wasser, dafür 2-3 EL Sojasauce hinzu.
Salzmenge bitte anpassen (je nach Soja-Sauce).

 
Kichererbsen in ein Sieb geben und gut abspülen. Tahin im Glas gut durchrühren, bis sich der Sesambrei ordentlich verteilt hat. Alle Zutaten mit dem Mixer zu einer cremigen Masse pürieren.

Falls das Hummus zu fest sein sollte (es sollte so cremig sein wie eine Antifaltencreme), dann einfach mehr Wasser hinzugeben. Mit Salz abschmecken.

Hummus auf 4 Tellerchen verteilen und jeweils in die Mitte eine Mulde drücken. Etwas Olivenöl in die Mulde geben, etwas Paprikapulver darüber geben und mit Fladenbrot genüsslich vertilgen!

Das Hummus schmeckt perfekt mit gebratenen Hühnerbrustwürfeln...

Sonntag, 27. März 2011

Getrocknete Tomaten in Olivenöl und Knoblauch

Wer kennt das nicht: Man kommt abends nach Hause und hat versäumt, irgendetwas für das Abendessen einzukaufen. Für solche Fälle lohnt es sich, einige Notfall-Lebensmittel im Kühl- oder Vorratsschrank zu haben. Notfall-Lebensmittel zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich relativ lange halten und sich mit allen möglichen anderen essbaren Produkten kombinieren lassen. Dazu gehören: Oliven, Parmesankäse, diverse selbsgemachte Pestosorten (als Brotaufstrich oder Nudelsauce verwendbar) und natürlich ein Glas getrocknete Tomaten in Olivenöl und Knoblauch. 


Dieses Rezept habe ich von einer waschechten Florentinerin und es ist total einfach!

Andiamo...(Rezept für 2 Gläser je 0,5 l):

250 g getrocknete Tomaten
400 ml Wasser
300 ml weißer Balsamico (z.B. von Alnatura)
Knoblauchzehen, Rosmarin, Basilikum...je nach gusto
0,75 l Olivenöl

Gläser sterilisieren (Gläser gut säubern und 10 Minuten bei 120 Grad Celsius in den Ofen stellen).

Wasser und Essig zum Kochen bringen. Tomaten hineingeben und 3 Minuten kochen. Essigwasser abgießen und die Tomaten in einem Sieb auffangen. Tomaten in die Gläser schichten, Knoblauch und/oder Gewürze dazwischenlegen. Gläser mit Olivenöl auffüllen (die Tomaten müssen immer mit Öl bedeckt sein, da sie ansonsten anfangen zu schimmeln). Die Tomaten mit Oliven (und was ihr sonst so mögt) auf einem schönen Teller angerichtet servieren.


Die Tomaten eignen sich -hübsch verpackt- auch hervorragend als Mitbringel !

Dienstag, 22. März 2011

Himbeeren mit Joghurt-Creme und Pistazien

Samstag, 19.03.2011: Einladung zum Essen bei Freunden! In einem Anfall von Höflichkeit hatte ich angeboten, den Nachtisch mitzubringen. Gewünscht wurde: Himbeeren mit Joghurt-Creme und Pistazien.
Nichts leichter als das!
 

Rezept für 4 Gläser:

300 g gefrorene Himbeeren
200 g süße Sahne
300 g Joghurt
1 P. Alnatura Vanillezucker
4 TL brauner Zucker
16 Pistazienkerne

Die Himbeeren auf 4 Gläser verteilen (ich nehme Whiskytumbler dafür). Die Sahne steif schlafen. Joghurt und Vanillezucker unter die Sahne geben und gut verrühren. Sahne-Joghurt auf die Gläser und die Himbeeren verteilen. Je Glas 1 TL Zucker und 4 Pistazienkerne auf die Creme geben. Den Nachtisch mindestens 8 Stunden kühlstellen. Finito!

Sonntag, 6. März 2011

Das Beste am Karneval sind immernoch die Kreppel!

Helau und allaaf an alle Närrinnen und Narrhalesen und auch an die, die es nicht sind. Ich persönlich kann gut ohne Karneval auskommen, aber eíne Sache gibt`s dann doch, die ich in der närrischen Zeit nicht missen möchte: Die Kreppelflut ! Schon seit einer Woche preisen die Bäcker diese wunderbaren Dinger mit und ohne Füllung an und wie durch Zauberhand landet(e) auch der ein oder andere bei mir. Auch wenn die Bäcker und Konditoren sich mächtig anstrengen: Die besten Kreppel sind immer noch die aus eigener Produktion. Sie schmecken völlig anderns als die gekauften, sind wesentlich kleiner und kompakter, aber einfach lecker.
 

Hier ist kommt das Rezept für 25 kleine Kreppel, frei nach Oma Annemarie:
  • 100 g Butter
  • 1/8 Liter Milch + einem kleinen Extraschuß
  • 30 g Hefe
  • 500 g Mehl
  • 70 g Zucker + einer Extraprise
  • 1 Päckchen Vanillezucker und noch eine Extraportion, um die Kreppel darin zu wälzen
  • 2 Eier
  • etwas Salz
  • 2 cl Weinbrand
  • Pflanzenfett zum Ausbacken
  • Backpapier

Butter in einem Topf schmelzen, 1/8 Liter Milch hinzugeben. Hefe mit einem kl. Schuß Milch und einer einer Prise Zucker verrühren, bis sich diese aufgelöst hat. Hefemilch mit Mehl, Zucker, "Buttermilch", Vanillezucker, den beiden Eiern, Salz und Weinbrand verkneten (in mache das in meiner Küchenmaschine), bis sich ein homogener Klumpen gebildet hat: 


Rührschüssel inkl. Teig mit einem sauberen Küchenhandtuch abdecken und 30 Minuten gehen lassen (ich stelle die Schüssel einfach in den kalten Ofen - da ist sie aus dem Weg und der Teig bekommt keinen Zug ab). Backpapier auf der Arbeitsplatte auslegen. Aus dem gegangenen Teig Kugeln formen (ich wiege die Kleinen immer ab - ca. 50 g je Kugel sollten es sein) und auf dem Backpapier aufreihen. Kugeln wieder mit dem Küchenhandtuch abdecken und weitere 15 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit das Pflanzenfett in einem kleinen Topf zum sprudeln bringen. Es muss soviel flüssiges Fett im Topf sein, dass die Hefeklöpse darin schwimmen können. Achtung: Das Fett darf nicht zu heiß sein, dann werden die Kreppel zu schnell braun und sind innen noch matschig, was zu extremen Bauschmerzen führt (selbst ausprobiert).

  
Man muss den ein oder anderen Probekreppel machen, bis man die Sache raus hat. Die Kreppel sind gut, wenn sie außen dunkelblond und innen fluffig sind. Kugeln in Vanillezucker wälzen und essen!

Sonntag, 27. Februar 2011

Weltbestes Kartoffelgratin

Wie letzten Sonntag versprochen, kommt hier mein weltbestes Kartoffelgratin-Rezept:
Für 4 Personen benötigst Du:

750 g mittelgroße Kartoffeln (nicht festkochend)
250 ml Milch
200 ml Sahne
2 Knoblauchzehen (ausgedrückt)
Muskat, Pfeffer, Salz
geriebener Parmesankäse
Butter für die Form

Kartoffeln schälen, abspülen und mit einer Gemüsereibe in feine Scheiben schneiden.  


Ofen auf 180°C vorheizen. Form (ich nehme ein ovale Auflaufform 26x19x6 cm) mit Butter einfetten. Die Kartoffelscheiben gleichmässig in die Form schichten. Milch, Sahne und Knobis verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Ordentlich mit frisch geriebenem Parmesan bedecken und 45-60 Minuten (je nach gewünschter Bißfeste) im Ofen goldbraun backen.

Sonntag, 20. Februar 2011

Boef Bourguignon nach Julia Child (& me)

Wiesbaden 2010: Caligari Filmbühne, mein absolutes Lieblingskino, Film am Sonntag: Julie & Julia. Amy Adams (als Julie Powell) & Meryl Streep (als Julia Child) kochen sich 118 Minuten durch die französische Küche. Ein herrlicher Film! 

Wiesbaden 2011: Ankunft eines Päckchens von "amazon". Inhalt: Das Kochbuch "Mastering the Art of French Cooking" von Julia Child, Louisette Bertholle & Simone Beck, Sprache: very english

Mein Vorhaben am gestrigen Samstag: Julia Childs "Boef Bourguignon" nachkochen. Selbstverständlich stilecht mit brauner Lockenperücke, Perlenkette und riesigen Perlmutt-Ohrringen.


Nachtrag Oktober 2013:
Das BB habe inzwischen schon sehr häufig gekocht und sowohl die Mengenangaben (mehr Gemüse) als auch die Zubereitungsart (weniger aufwändig) angepasst. Daher entspricht das hier angegebene Rezept nicht mehr dem Original (das ich auf Anfrage gerne weitergebe). 

Mengenangaben für 6 gute Esser:
ausreichend Butter und Öl zum Braten
1, 5 kg bestes Fleisch vom Rind (ich hatte Hüfte)
200 g Schinkenspeck, in Würfel geschnitten
5 Karotten, erst in Scheiben geschnitten, dann geviertelt
2 Gemüsezwiebeln, in Würfel geschnitten
30 Eschalottes
800 g Champignons
1 Liter (oh ja) Burgunder
500 ml Rinderbrühe (selbstgemacht oder bspw. von "Alnatura")
3 EL Tomatenmark
5 Knoblauchzehen, zerdrückt
8 Zweige frischer Thymian
3 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer und Mehl
2 EL Dijon-Senf
Außerdem: Richtig viel Zeit, eine Kerze und seichte Hintergrundmusik


Speck-, Karotten- und Zwiebelwürfel in einem Bräter (in Öl) andünsten, herausnehmen und zur Seite stellen. Rindfleisch abwaschen, trockentupfen und in große Stücke schneiden (ca. 8 x 4 x 2 cm). 
Backofen auf 160°C vorheizen (Ober- und Unterhitze). 
Fleisch im bereits benutzten Bräter (Öl) von allen Seiten scharf anbraten, mit Salz&Pfeffer würzen (dabei umrühren, damit sich die Gewürze gut verteilen), großflächig mit Mehl bestäuben, bedeckeln und einige Minuten schmoren lassen, umrühren.
Tomatenmark zugeben und einige Minuten anbräunen lassen.
Speck-, Karotten- und Zwiebelwürfel, Knoblauch, Senf, 6 Thymianzweige, 2 Lorbeerblätter, 750 ml Wein und soviel Rinderbrühe hinzugeben, bis das Fleisch bedeckt ist. 
Bräter mit Deckel in den Ofen stellen (unteres Drittel) und 2,5 bis 3 Stunden köcheln lassen, ab und zu umrühren. Das Boef ist gut, wenn es saftig und leicht faserig ist (s. Foto), die Flüssigkeit sollte gut verdampft sein.

     

In der Zwischenzeit:
Eschalottes schälen, etwas Butter in einer Pfanne schmelzen, die Eschalottes hinzugeben und bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten bräunen lassen. Im Kochbuch steht hier: "You cannot expect to brown them uniformlay" - also versucht es erst garnicht. 
250 ml Rotwein, 1 Lorbeerblatt und 2 Thymianzweige zu den Zwiebelchen geben und den Sud 40-50 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, zur Seite stellen.


Champignons putzen und viertel (kleine Pilzchen könnt ihr auch ganz lassen).
2 EL Butter und 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, Pilze hinzugeben und bei mittlerer Hitze schön anbräunen lassen, zur Seite stellen.

Den Bräter aus dem Ofen holen, Sauce ggf. abbinden (mache ich nie), Eschalottes und gebutterte Champignons hineingeben, umrühren. Boef heiß servieren! 

Hierzu passt mein Kartoffelgratin oder einfach nur Baguette.

Ein "HOCH" auf Julia Child und natürlich: BON APPETIT!

Sonntag, 6. Februar 2011

Das Beste, was aus einem trockenen Brötchen werden kann...

Neben dem allwöchenlichen Sonntagskaffee, dem Walken im Wald (manchmal), den Sonntagsbesuchen (bei Freunden oder Eltern)  und der sonntäglichen Maniküre frage ich mich: Was habe ich in der letzten Woche Wahnwitziges vollbracht? So richtig viel fällt mir da garnicht ein. Die Zeit vergeht einfach so mit den täglichen Pflichten und Freuden und so kam es denn dann auch, dass ich meinen Blog schlimmst vernachlässigst habe. Aber heute ist es soweit: Alex is back! Während in der Küche ein thailänischer Gulasch schmorrt (bei Gelingen hört ihr hier mehr) nutze ich die Zeit, um Euch von einer meiner 1. Kindheits-Love-Affair zu  berichten. Nicht der Nachbarsjunge Markus oder mein Rollschuh-Club-Freund Thomas waren es - nein! Meine Liebe galt vom ersten Bissen an den Karthäuser Klößen meiner Oma Annemarie! Manche Menschen kennen das Gericht auch unter "Arme Ritter" - aber wie traurig hört sich das denn an? Hierbei werden trockene Brötchen in Milch eingeweicht, in Butter ausgebacken und in Zucker und Zimt gewälzt. Null Prozent Vitamine, hundert Prozent Glück!



REZEPT:

3 richtig trockene Bötchen
3 Eier
200 ml Milch
1 EL Zucker
Butter zum Ausbacken
Küchenkrepp
Zucker- Zimtmischung aus 1 EL Zucker und 1/2 TL Zimt

Brötchen mittels einer Reibe von der dunklen Kruste befreien und in der Mitte zerbrechen (zur Not Gewalt anweden und Messer zur Hilfe nehmen). Eier, Milch und den einen EL Zucker in einer Schüssel verrühren. Brötchenhälften darin einweichen, bis sie gut durchdrängt sind, herausnehmen und mit der Hand ausdrücken. Butter in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Brötchenhälften darain ausbacken, bis diese eine bräunliche Farbe angenommen haben. Herausnehmen und mit einem Küchenkrepp betupfend vom gröbsten Fett befreien. Die ausgebackenen Brötchen in der Zucker-Zimtmischung wälzen umd warm servieren (man kann die Klößchen aber auch kalt oder mit Vanillesauce essen)!

Sonntag, 24. Oktober 2010

Rupf, rupf.... Artischocke mit Estragon-Dip!

Was gibt es Schöneres, als mit Freunden gemütlich am Tisch zu sitzen, zu plaudern und dabei Artischocken zu rupfen. Rupf, rupf...Blätter eintunken und aussaugen. Lecker!

Pro Person: 
1 Artischocke, 1 EL Zitronensaft
Für den Dip: Pro Person 2-3 EL Creme Fraiche, etwas süße Sahne, Salz, Pfeffer, Estragon (frisch oder getrocknet), einen wirklich großen Topf mit Wasser (bitte vorher ausprobieren, ob alle Artischocken reinpassen und mit Wasser bedeckt sind).

Den Topf mit Wasser auf den Herd stellen, Zitronensaft zugeben und alles zum Kochen bringen. Die Artischocke unter laufendem Wasser abwaschen. Mit einem kleinen scharfen Messer die Blattspitzen abschneiden (wirklich nur die oberen Spitzen, vom Blatt muss noch etwas übrig bleiben).

Mit einem großen scharfen Messer den Artischockenstiel abschneiden. Artischocke ins kochende Wasser geben und 45 Minuten bei schwacher Hitze kochen lassen. Inzwischen aus der Creme Fraiche, der Sahne und den Gewürzen einen Dip zusammenrühren. Er sollte schon kräftig nach Estragon schmecken.
Die Artischocke auf einem Teller anrichten und jedem Mitesser (igitt!) eine kleine Schale Dip bereitstellen. In die Tischmitte einen großen Abfall-Teller stellen - es kommt Einiges an Blattabfall zusammen. Man rupft jetzt nacheinander die Artischockenblätter ab, tunkt diese in den Dip und lutscht und zieht mit den Zähnen das Fruchtfleisch aus den Blättern. Die Blätter werden immer dünner und es kommt dann kaum noch "Fleisch".  Diese zusammen mit dem "Heu", das im Inneren der Artischocke zum Vorschein kommt, einfernen. Es bleibt lediglich der Artischockenboden übrig, den man genussvoll mit dem restlichen Dip geniessen sollte. Alles klar? Dann los!

Montag, 11. Oktober 2010

Tex-Mex-Food: Soft Tacos

Was verbindet man mit TEXAS - dem Lone-Star-State? Größter Staat der USA (692.000 km² und somit größer als Deutschland, die Schweiz und die Beneluxstaaten zusammen- aber mit nur 20 Millionen Einwohnern) Hauptstadt: Austin, Alamo,  Golf von Mexiko, River Walk, Big Bend National Park, Öl und Rinder, J.R. Ewing und die Serie "DALLAS" (ich war süchtig) und nicht zuletzt Laredo - die wichtigste Grenze zwischen Texas und Mexiko.  Die historisch bedingte und auf jeder Landkarte nachvollziehbare Nähe zu Mexiko macht sich auch auf jeder Speisekarte bemerkbar. Alle -eigentlich mexikanischen- Gerichte laufen hier globalgalaktisch unter der Bezeichnung  "Tex-Mex-Food". Meine absolute Leibspeise von der Speisekarte: "Soft Tacos".

Rezept für 4 figurbewußte Personen (man wird bei langsamen Genuß und mit Hoffnung auf Nachtisch satt):

4 große Soft-Taco-Fladen (gibt es in jedem Supermarkt unter der Bezeichnung "wheat flour tortillas")
500 g Rinderhackfleisch
2 mittelgroße Zwiebeln (geschält und gewürfelt)
2 kl. Dosen Kidneybohnen (Flüssigkeit abtropfen lassen)
1 gr. Dose geschälte (wenn möglich gestückelte) Tomaten
2 Zehen Knoblauch (natürlich nur wer es mag und nichts weiter vor hat)
Chilipuler
Salz
4 TL Kreuzkümmel
1 Dosending Creme Fraiche oder Schmand
2 große oder 4 kleine frische Tomaten (gewürfelt)
4 Blätter eines Eisbergsalates (kleingeschnitten)
geriebener Käse (Emmentaler oder Gouda)
Jalapenos (eingelegte scharfe!!! Paprikaschotenscheiben) aus dem Glas

Zwiebeln in Öl und einem anständig großen Topf goldbraun andünsten, Rinderhack zugeben und garbraten, Kidneybohnen und Dosentomaten zugeben und köcheln lassen. Wichtig: Das Zwiebelhackfleisch-bohnentomatengemisch muss ordentlich einkochen und dicker werden, als eine normale Chili con Carne. Die Flüssigkeit muss verdampft sein. Mit gepresstem Knobi, Salz, Kreuzkümmel und Chilipulver abschmecken (es muss schön würzig schmecken).
Tacofladen in einer Pfanne (oder in der Mikrowelle) erwärmen, bis diese schön weich sind.

Man serviert die Fladen mit einem Schlag Zwiebelhackfleischgedöns auf einem Teller. Die gewürfelten frischen Tomaten, Creme Fraiche/Schmand, Salatschnippsel, Jalapenos und den geriebenen Käse füllt man in je eine hübsche kleine Schüssel und stellt diese auf dem Tisch bereit. Jeder Essensteilnehmer befüllt seinen Tacofladen nach Wunsch mit den Zutaten und schlägt diesen in der Mitte zusammen. Das Ganze sollte ungefähr so aussehen:


Wer mag, kann noch einen Sauce aus gewürfelten Dosentomaten, Zwiebelwürfeln, viel frischem Koriander und Salz zur Befüllung bereit stellen.  

Samstag, 9. Oktober 2010

Märchenhaft: American Pancakes

Es war einmal vor langer langer Zeit als sich eine junge Frau aufmachte, um Arizona zu erkunden...


Inmitten der Einöde stieß sie auf eine Oase mit Pferden, Bunkhouses und einer gemütlichen Gaststube, in der täglich frisch zubereite landestypische Kost gereicht wurde. Jeden Morgen wurde hier ein traumhaftes Frühstück serviert, das die Frau sättigte und ihr Kraft für die täglichen Abenteuer gab. Lange Zeit musste die Frau ihre Zauberkräfte einsetzen, um der Köchin das Originalrezept für die wunderbarsten American Pancakes zu entlocken, die die Frau je gegessen hatte. Am 500ertsten Tag gelang es ihr. Das Rezept wird seit dem von Generation zu Generation weitergegeben. Wir sind stolz darauf, Ihnen dieses heute exklusiv hier präsentieren zu dürfen:


Auf Deutsch:   
Amerikanische Pfannkuchen (4 Stück mit 15 cm Durchmesser):
120 ml Milch
2 TL geschmolzene Butter (+ Butter für die Pfanne)
1 Ei
130 g Weizenmehl
2 TL Backpulver
2 TL Zucker
1/2 TL Salz
gerne auch einige Tropfen Rum
Milch, Butter und Ei in einer Schüssel verrühren, restliche Zutaten dazugeben und kräftig verrühren. In einer Pfanne etwas Butter schmelzen. 1/4 des Teiges in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze jede Seite ca. eine Minute goldbraun backen. Warm stellen und die restlichen Pfannkuchen backen. Mit Puderzucker, Zucker und Zimt oder klassisch mit Ahornsirup servieren! Have a good day!

Montag, 27. September 2010

Rinder-Carpaccio mit Sesamöl und Nüssen

Eine Woche hat Deutschland mich schon wieder, aber ich kann mich noch nicht so ganz wirklich mit den hiesigen Herbst-Begebenheiten anfreunden. Daher tauche ich nochmal kurz nach Palma de Mallorca ab...

Wenn man Palma mit dem Auto besucht, parkt man am besten im Parkhaus gegenüber der Kathedrale.

Von dort aus kann man wunderbar durch diese wirklich sehenswerte Stadt schlendern. Auch hier empfiehlt es sich, die Stadtbesichtigung erst gegen Nachmittag zu starten. Dann sind die vielen Menschen, die Palma per Schiff angesteuert haben, in der Regel schon wieder auf See. Wir waren am 13. September dort und hatten bis auf die Innenbesichtigung der Kathedrale (dieses Jahr haben wir es endlich geschafft) keine konkreten Ziele. In der Straße "San Nicolas" entdeckte ich ein Schuhgeschäft mit wirklich hübschen Winterstiefeln.
Ich liebe Winterstiefel! Leider passen mir Stiefel aufgrund meiner derartig merkwürdigen Knubbelwaden (siehe Zeichnung links) leider nur selten. Gepaart mit den Erfahrungswerten der letzten Jahre -  mir passen in Spanien grundsätzlich nie Klamotten , auch wenn sie auf den ersten Blick noch so groß aussehen - wollte ich eigentlich schon weiterlaufen. Uwe, der das Stiefeldrama seit Jahren miterlebt, war aber der Meinung, man solle das Problem der jährlichen Stiefelsuche möglichst frühzeitig und urlaubsentspannt angehen, zog mich also in den Laden. Was soll ich sagen: Sowohl die schwarzen als auch die braunen Stiefel passten! Stolz wie Oskar verließ ich das Geschäft. Das musste gefeiert werden! Ich hatte nur Gutes von einem Restaurant mit Namen "13 %" (calle Sant Feliu) gelesen. Also nichts wie hin! Wir bestellten einen leckeren mallorquinischen Weißwein und diverse Kleinigkeiten von der Speisekarte, die wir brüder-schwesterlich geteilt haben. Besonders lecker war das Carpaccio aus Bio-Rindfleisch, mit Sesamöl, Nüssen und geriebenem Parmesan. Ein Traum!


Zurück nach Wiesbaden:
Das Carpaccio habe ich heute nachgebastelt und es ist mir fast so gut gelungen wie den Köchen im "13 %": 
  • pro Person 80 g (Bio)Rinderfilet
  • Sesamöl
  • Parmesan
  • diverse Nüsse (Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, Pistazien, Pinienkerne)
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle

Es besteht die Möglichkeit, das Rinderfilet schon in "Carpaccioform" fertig zu kaufen (z.B. bei "Metro") oder lässt es bereits beim Metzger in dünnstmögliche Scheiben schneiden. Die Filetscheiben auf ein Holzbrett legen und mit einem Fleischplattierer hauchdünn "schlagen" (man muss das Holzbrettchen durch das Fleisch sehen können). Die Filetscheiben auf einem schönen großen Teller anrichten. Sesamöl, Salz und frisch gemahlenen Pfeffer darübergeben. Die Nüsse mit einem Messer grob zerkleinern, in einer Pfanne ohne Fett anrösten und über das Fleisch gehen. Zum Schluss frisch geriebenen Parmesan drüberstreuen.

Sonntag, 26. September 2010

Ei im Glas!

Etwas verstaubt und aus der Mode gekommen ist das Frühstück mit "Ei im Glas". Ich persönlich finde diese Servierform eines weichgekochten Eis/Eies grossartig, da es einem das bitterböse "Eierkopf-Abschlagen" erspart. Ich stelle mich dabei immer ein wenig ungeschickt an und selbst Hilfsmittel wie ein  "Eierschalen-Sollbruchstellenmacher" überzeugen mich nicht. Ich pelle das Ei lieber in der Küche, gebe es in ein hübsches Glas, streue kleingehackten Schnittlauch, Salz und frisch gemahlenen Pfeffer darüber. Fertig!

Sonntag, 19. September 2010

Sangria Cava und Datteln im Speckmantel

Hola! Da bin ich wieder. Wirklich traurig, dass Urlaube immer so schnell vorbei gehen. Wenigstens habe ich meine Urlaubsfotos, die mir über die anfängliche Trauer hinweghelfen. Wenn ich da an früher denke... man musste zuerst die Filme zum Fotoladen bringen (der immer komische Öffnungszeiten hatte). Danach warte man eine Woche, um dann stolz die Schnappschüsse in Händen zu halten. Ich kann mich erinnern, dass ich immer ein wenig aufgeregt war. 

Nun gut. Jetzt bin ich also zurück. Wiesbaden zeigt sich sonnig, aber kalt. Meine Sandalen und Sommerkleidchen habe gestern eingemottet und gegen meinen Herbstmantel eingetauscht. Bevor mich herbstliche Gefühle überkommen, schwelge ich aber doch lieber noch ein wenig in Urlaubserinnerungen...

Mallorca... eine wunderbare Insel. Man findet für jeden Geschmack etwas: Meer türkis, Meer dunkelblau, Sandstrand, Felsstrand, Berge, Kultur, hübsche Städtchen, Segelboote und natürlich Party. Der Wiesbadenmann und ich sind eher der ruhigeren Fraktion zuzuordnen und uns verschlägt es immer in den Südosten (Cala Figuera) in ein kleines Hotel mit Blick auf den Hafen. Hier gibt es keinen Strand und damit nicht viele Touristen. Dieses Jahr hatten wir einen kleinen Fiat-Punto gemietet, mit dem wir über die Insel gebraust sind. Ein wichtiges Ziel: Der Strand von EsTrenc. Man fährt doch am besten erst am Spätnachmittag hin, steigt über die Sonnenhungrigen in den Liegestühlen und geht am Strand entlang bis hinter die zweite Strandbar. Dort kann man sich wunderbar sonnen und im türkisblauen Meer baden:


Ausgeruht schlendert man gegen 18 Uhr zur ersten Strandbar, bestellt dort eine "Sangria Cava" (nur der Beifahrer), eine Portion "Datteln mit Speck" und genießt den Sonnenuntergang:
 

Die "Sangria Cava" hat wenig mir der Sangria zu tun, die man gewöhnlich kennt : süßes rotes Getränk, das unglaubliche Kopfschmerzen verursacht. Ich habe einige Zeit gebraucht, um die "Sangria Cava" nachzubauen, die in Wiesbaden auf dem Balkon auch lange nicht so gut schmeckt wie am Strand von EsTrenc:

1 Orange + 1 Zitrone waschen, mit 2 Pfirsichen und etwas frischer Ananas in kleine Stücke schneiden und in ein Bowlengefäß (o.ä.) geben. 2 cl Weinbrand und 4 cl Cointreau auf das Obst geben und 2 Stunden ziehen lassen. Kurz vor dem Servieren mit Ananassaft (nach Belieben) und 1 Flasche kaltem Cava (alternativ geht ein trockener Sekt) aufgießen. Sehr lecker!

"Datteln mit Speck" sind leicht zu zaubern. Man nehme:

Datteln ohne Kern, Serano-Schinken, Zahnstocher, etwas Olivenöl. Schinken halbieren. Je eine halbe Schinkenscheibe um eine Dattel wickeln, mit einem Zahnstocher fixieren und in heißem Olivenöl ausbacken, bis der Speck cross ist. In einer Schale anrichten!

Mittwoch, 1. September 2010

pimientos de padron oder auf deutsch: Bratpeperoni!

Ich verabschiede mich nach Mallorca mit einem dreifach donnernden Rezept: "pimientos de padron":

Hierzu brauchst Du:
  • Bratpeperoni
  • Olivenöl
  • Knoblauch (schön frisch)
  • grobes Meersalz
Peperoni waschen und trocken tupfen.
Knoblauch schälen und grob würfeln (Menge nach Wunsch).
Öl in einer Pfanne erhitzen.
Peperoni im Öl anbraten, bis sie Blasen werfen.
Knoblauch kurz mitdünsten.
Meersalz über die Peperoni geben.
Die Peperoni werden zu einem Glas Rotwein heiß gegessen. Den Stiel bitte übrig lassen!


Montag, 30. August 2010

Whisky Sour!

Regen, Regen, nichts als Regen. Und das Ende August. Da gibt es nur eins: Kuscheldecke, Buch, Kerze, einen schönen Whisky Sour und ab aufs Sofa. Wer möchte, kann es mir nachtun:

Pro Person:
6 cl Bourbon-Whisky (ich nehme „Jim Beam White“)
 4 cl Zitronensaft (frisch gepresst)
1 cl Zuckersirup (wer es süßer mag auch mehr)
1 Cocktailkirsche oder Minze (Deko)
3-4 Eiswürfel

Alle Zutaten in einem Shaker mischen und in einen Tumbler geben. 
Mit Minze oder einer Cocktailkirsche garnieren!